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Morgengruß von Helmut Harff: Vernetztes Haus

Sieht so die Zukunft aus?

Las Vegas steht in diesen Tagen im Fokus. Dort hat aber niemand eine neue einmalige Show gestartet oder einen millionenschweren Jackpot geknackt. Und dennoch geht es um Millionen beziehungsweise Milliarden und um eine Show. Die Show heißt Consumer Electronics Show (CES) und ist die wohl weltweit größte Consumer-Electronic-Messe.

Selbstverständlich zeigen die großen Hersteller ihre klassischen Elektrogeräte für die eigenen vier Wände und darüber hinaus. Ein Thema ist auch das autonom fahrende Auto. Die Bandbreite wird also immer größer. Dazu gehört auch das vernetzte Haus.

Das vernetzte Haus ist eigentlich nichts neues, auch wenn hier die Technik selbstverständlich immer weiter voran schreitet. Doch Dinge wie der selber bestellende Kühlschrank, die mit einer Karte oder per Funk zu öffnende Haustür, die per App zu steuerenden Haushaltsgeräte – das kenne ich teilweise schon seit weit mehr als 15 Jahren.
Und doch, man spricht auch 2018 in Las Vegas von der weiteren Vernetzung, vom vernetzten Haus, von Robotern auch als Haushaltshelfer, von unzähligen Assistenten, die uns das Leben leichter machen. Sicherlich wird das eine oder andere demnächst zu unserem Leben gehören, wie das Handy oder die Microwelle.

Und doch, ich habe viele Fragezeichen im Kopf. Was wäre beispielsweise, wenn ein Sturm die Stromversorgung in der Wüstenstadt lahm legen würde? In vielen Landesteilen der USA sorgte dafür ja gerade ein Wintereinbruch. Auch ich litt wie viele andere unter Stromausfällen, verursacht von den Herbststürmen im vergangenen Jahr. Dann ist nichts mehr mit vernetztem Haus, dann steht man mit all der tollen Technik vor verschlossener Haustür, dann kann man nichts mehr regulieren, dann bestellt kein Kühlschrank etwas, weil der ohnehin nicht mehr kühlt.

Nun haben wir gerade davon gehört, dass Milliarden von Prozessoren bösen Menschen die Türen in unsere Smartphons und Computern ganz weit offen halten. Wir alle kennen die Meldungen, wonach es immer wieder Hackern gelingt, in Datennetze einzudringen und zum Teil schwere Schäden anzurichten. Wir mussten auch erfahren, dass sogar das Aufladen von Elektroautos nicht frei von Risiken ist.

Ein vernetztes Haus, das schon durch einen einfachen Stromausfall lahm gelegt werden kann? Hecker, die unsere Geräte übernehmen können? Das soll die Zukunft sein? Mir hat schon bei einem ganz normalen Haushalt ein zwanzigstündiger Stromausfall gereicht. Nur gut, dass ich einen Kamin und genug Kerzen hatte und ich mein Handy am Zigarrenanzünder des Autos mühsam aufladen konnte. Kochen war nicht – nur der Holzkohlegrill funktionierte noch.

Nicht, dass ich etwas gegen modernste Technik habe, aber wir sollten uns doch viel mehr Gedanken über denen Sicherheit, aber auch über deren Notwendigkeit und Praktikabilität machen.

Wie wäre es mit einem Kühlschrank, mit einem Kochfeld mit eigenem Notstromaggregat? Wie mit einer ständig aufgeladenen Batterie, mit denen man Rechner und Telefon mit Strom versorgen kann? Vielleicht gibt es ja bald Türen, die sich auf modernste und auf die Altväterart öffnen lassen. Dann passiert es nicht – wie ich erleben durfte – dass man nicht mehr auf sein Hotelzimmer kommt, weil einfach mal der Strom ausblieb.

Selbst das Frühstück wird zum Problem, wenn das vernetzte Haus sich entschließt, die Arbeit einzustellen.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 09.01.2018

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