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Morgengruß von Helmut Harff: Was nun?

Kein Klimawandel mehr?

Warum hielt sich mein Erstaunen gestern in engen Grenzen, als ich hörte, dass die alte und wohl neue Regierung sich einfach mal so von ihren Klimazielen bis 2020 sang- und klanglos verabschieden will? Ganz einfach: Das war keine neue Meldung. Die gern als Klimakanzlerin bezeichnete amtierende Bundeskanzlerin hatte das doch längst getan.

Glauben Sie nicht? Wer hat sich von dem Ziel 1.000.000 Elektroautos in den nächsten Jahren auf die Straße zu bringen, längst verabschiedet? Wer betreibt den Ausstieg aus der Braunkohle maximal halbherzig? Wer forciert mit fest angezogener Handbremse den Ausbau erneuerbarer Energien? Wer stellt sich mit ganz breitem Kreuz vor die deutsche Autoindustrie? Die Frau heißt Dr. Angela Merkel und müsste die Bezeichnung Klimakanzlerin schon fast als Beleidigung betrachten. Ob Facebook die Wortkombination Klimakanzlerin Angela Merkel schon als Beleidigung umgehend löscht?

Doch was bedeutet das Ende des Klimaziels? Heißt das, mit dem Klimawandel ist es nicht so dramatisch, wie immer behauptet? Heißt das, dass man eingesehen hat, dass eben am deutschen Wesen doch die Welt nicht genesen wird? Heißt das, dass wir doch nicht die Schulmeister oder gar Vorreiter in Sachen Klimaschutz sind?

Was heißt das noch? Heißt das, dass wir international die Lachnummer schlechthin sind, dass man nicht nur auf den Fidschiinseln uns den Stinkefinger zeigt? Heißt das, dass Klimawandel-Leugner Donald Trump nun endlich eine Verbündete in Deutschland hat? Heißt das, dass all die, die mit der Braunkohle zu tun haben, die mit ihr Geld verdienen, aufatmen und weiter machen können? Heißt das, dass eventuell sogar die Laufzeiten von Kernkraftwerken wieder zur Disposition stehen?

Und sonst? Heißt das, dass die Diskussion um saubere Diesel-Fahrzeuge ad acta gelegt wird? Heißt das, dass man nicht bald überall in unseren Städten Ladestationen für E-Autos sehen wird?

Ich habe eigentlich nur Fragen, keine Antworten. Ich weiß nur, dass ich nicht von Menschen regiert werden will, die einfach mal so etwas in die Tonne treten, was noch Stunden zuvor so wichtig war, was seit Jahren unser Leben bestimmte, wo für man viel Geld ausgab. Ich will nicht von Menschen regiert werden, die mit einem Federstrich dafür sorgen, dass unser internationales Ansehen auf unter Null sinkt und man uns auslacht.

Was heißt das für mich? Es bedeutet, dass es richtig war, unseren 13 Jahre alten Diesel-BMW noch einmal reparieren zu lassen.  Es heißt auch, dass ich bei der nächsten Wahl garantiert keine Partei wählen werde, die uns nicht nur international so blamiert.

Doch jetzt werde ich erst einmal frühstücken.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 10.01.2018

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