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18.06.2018

 

 

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Dakar 2018: Carlos Sainz gewinnt Uyuni-Etappe für Peugeot

... und übernimmt die Führung

Nach dem Ruhetag stand für die Teams eine der größten Herausforderungen der Rallye Dakar auf dem Programm: Der erste, 425 Kilometer lange Teil der Marathonprüfung mit zwei Tagen ohne Service.

Der ehemalige Dakar-Sieger Carlos Sainz gewann mit seinem Peugeot 3008 DKR Maxi die Etappe und übernahm die Führung, nachdem sein Teamkollege Stéphane Peterhansel auf den dritten Gesamtrang zurückgefallen war. Alle drei Peugeot-Fahrerteams setzen die Rallye am Sonntag fort, sie haben am Samstagabend im Biwak in Uyuni alle technischen Arbeiten an den Fahrzeugen selbst erledigt.

Carlos Sainz/Lucas Cruz erzielten ihren zweiten Etappensieg und übernahmen die Führung im Gesamtklassement. Sie sind das dritte Peugeot-Team, das bei der diesjährigen Rallye Dakar Führungskilometer sammelt. Das spanische Fahrerduo gewann die Etappe nach problemloser Fahrt mit zwölf Minuten Vorsprung, ihr Abstand auf den nächsten Verfolger im Gesamtklassement beträgt 1:11.29 Stunden.

Für Stéphane Peterhansel/Jean-Paul Cottret begannen die Probleme, als sie bei Kilometer 186 ein Motorrad überholten. Im dichten Staub trafen sie einen Stein, beschädigten Stoßdämpfer und Aufhängung und mussten anhalten. Nach 1:45 Stunden konnten sie durch die Hilfe von Cyril Despres/David Castera ihre Fahrt fortsetzen. Trotz des langen Stopps liegen sie mit neun Minuten Rückstand auf die Zweitplatzierten noch immer auf Podiumskurs.

Cyril Despres/David Castera führten ihre Rolle als „Schutzengel“ perfekt aus und halfen ihren gestrandeten Teamkollegen Peterhansel/Cottret, den Peugeot 3008 DKR Maxi zu reparieren. Sie selbst verloren zwar mehr Zeit, halfen aber „Mr. Dakar“, seine Rallye fortzusetzen.

Stimmen nach der Etappe

Bruno Famin, Direktor Peugeot Sport und Teammanager Peugeot Total
„Ich hatte gesagt, dass noch viel passieren kann und die siebte Etappe war ein Beispiel dafür. Es ist schade, dass Stéphane fast zwei Stunden verloren hat. Aber wir wissen, dass es bis zur Ziellinie in Cordoba noch viele Wendungen geben kann. Wir liegen auf dem ersten und dritten Platz, haben aber noch nicht einmal die Hälfte der Distanz geschafft. Unsere Strategie bleibt die gleiche: Diese Rallye Tag für Tag in Angriff zu nehmen.“

Carlos Sainz, Peugeot 3008 DKR Maxi, Nr. 303, 1. Etappe 7/1. Gesamt

„Diese Etappe war insgesamt ziemlich schwierig. Am Anfang war sie wegen der vielen Offroad-Passagen knifflig, dann wurde es einfacher und glücklicherweise hatten wir keine Probleme. Ich denke nicht daran, dass ich in Führung liege. Zu diesem Zeitpunkt geht es vor allem darum, zu überleben, denn es liegt noch ein weiter Weg vor uns. Natürlich sind jetzt einige Dinge anders, aber wir müssen konzentriert bleiben und uns immer auf die nächste Etappe fokussieren.“

Stéphane Peterhansel, Peugeot 3008 DKR Maxi, Nr. 300, 20. Etappe 7/3. Gesamt
„Ich bin ein wenig aus den Spuren herausgekommen, ich weiß nicht einmal, weshalb, und sah den Stein nicht, sondern fühlte nur den Aufprall. Ich hatte das komplette Heck des Autos zerstört: Stoßdämpfer, Aufhängung und Antrieb. Heute Abend gibt es noch viel zu tun, denn das Fahrzeug ist nicht mehr so, wie es war. Wir nahmen einige Teile von Cyril und ließen ihn dort zurück. Wir hatten ungefähr 1:50 Stunden für die Reparatur gebraucht. Wir selbst haben keinen physischen Schaden erlitten, wir fühlen uns gut, nur unsere Stimmung ist etwas gedrückt. Aber ich kann noch immer lachen, denn meine Karriere hängt nicht hiervon ab.“

Cyril Despres, Peugeot 3008 DKR Maxi Nr. 308, 34. Etappe 7/40. Gesamt
„Wir sahen Stéphane und Jean-Paul bei Kilometer 186. Das Heck ihres Autos war beschädigt. Wir hielten an und versuchten unser Bestes, ihnen beim Reparieren zu helfen, damit sie schnell ihre Rallye fortsetzen konnten. Wir warteten auf den Servicetruck, um ebenfalls weiterfahren zu können. Heute Abend checken wir das Auto richtig durch, denn morgen liegt ein weiterer langer Tag vor uns.“

Wie geht es weiter? 

Am Sonntag unternehmen die Teams den zweiten Teil der Marathonetappe von Uyuni nach Tupiza mit 584 Gesamtkilometern. Mit 498 Kilometern ist die Wertungsprüfung die zweitlängste der gesamten Rallye, zugleich ist sie wahrscheinlich eine der härtesten, denn die Navigation durch Sanddünen in 3.500 Metern Höhe über dem Meeresspiegel ist besonders anspruchsvoll.

​Ergebnis Etappe 7
1. Carlos Sainz/Lucas Cruz, Peugeot 3008 DKR Maxi, 4:49.26 Std.
2. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz, Toyota, +12.05 Min.
3. Nasser Al-Attiyah/Matthieu Baumel, Toyota, +14.19 Min.
4. Jakub Przygonski/Tom Colsoul), Mini, +20.56 Min.
5. Martin Prokop/Jan Tomanek, Ford, +23.57 Min.
6. Lucio Alvarez/Robert Howie, Toyota, +28.49 Min.
7. Bernhard Ten Brinke Michel Perin, Toyota, +31.33 Min.
8. Sheikh Khalid Al-Qassimi/Xavier Panseri, Peugeot 3008 DKR, +39.30 Min.
9. Boris Garafulic/Felipe Palmeiro, Mini, +54.42 Min.
10. Peter Van Merksteijn/Maciej Marton, Toyota, +57.21 Min.
20. Stéphane Peterhansel/Jean-Paul Cottret, Peugeot 3008 DKR Maxi, +1:47.56 Std.
34. Cyril Despres/David Castera, Peugeot 3008 DKR Maxi, +3:46.49 Std.

Gesamtergebnis nach sieben von 14 Etappen
1. Carlos Sainz/Lucas Cruz, Peugeot 3008 DKR Maxi, 21:41.38 Std.
2. Nasser Al-Attiyah/Matthieu Baumel, Toyota, +1:11.29 Std.
3. Stéphane Peterhansel/Jean-Paul Cottret, Peugeot 3008 DKR Maxi, +1:20.46 Std.
4. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz, Toyota, +1:20.54 Std.
5. Bernhard Ten Brinke/Michel Perin, Toyota, +1:25.04 Std.
6. Jakub Przygonski/Tom Colsoul, Mini, +2:19.02 Std.
7. Martin Prokop/Jan Tomanek, Ford, +2:22.39 Std.
8. Sheikh Khalid Al-Qassimi/Xavier Panseri, Peugeot 3008 DKR, +2:41.26 Std.
9. Peter Van Merksteijn/Maciej Marton, Toyota, +4:23.35 Std.
10. Lucio Alvarez/Robert Howie, Toyota, +5:14.16 Std.
40. Cyril Despres/David Castera, Peugeot 3008 DKR Maxi, +44:52.20 Std.

Quelle: Teams Peugeot Total

 


Veröffentlicht am: 14.01.2018

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