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Till Brönner & Dieter Ilg: "Nightfall"

... mit Neuinterpretationen von Britney Spears bis Johann Sebastian Bach

Was könnte näher liegen als eine Zusammenarbeit des Freiburger Bassisten Dieter Ilg und des Berliner Trompeters Till Brönner? In der DNA beider Musiker steckt ein Bedürfnis nach Osmose. Keine Distanz ist ihnen zu groß, um sich einander anzunähern. Doch diese Gewissheit reicht ihnen nicht.

Über Jahrzehnte haben sie immer wieder neue individuelle Positionen im vereinten Klangraum gefunden, aus denen sie im aufeinander Zugehen gemeinsame Schnitt- und Mittelpunkte ableiten konnten. Statt Genretreue setzen sie auf gegenseitiges Vertrauen, statt Technik auf Leichtfüßigkeit im Austausch. Aus einem unerschöpflichen Reservoir an musikalischen Ausdrucksmitteln und Vorlagen schöpfend, geht es ihnen am Ende immer um die Geschichte, die es im jeweiligen Augenblick zu erzählen gilt.

Bewiesen haben sie längst alles, jetzt geht es einzig und allein um den menschlichen Faktor. Freunde, Kollegen, Verschworene, Brüder im Geiste – Till Brönner und Dieter Ilg sind der lebendige Beweis dafür, dass ein Maximum an simultanen Impulsen das Gegenteil von einem Kompromiss sein kann. Zwei begnadete Storyteller, die zugleich aufmerksame Zuhörer sind, geben sich die Ehre.

Die Auswahl der Stücke auf dem Album "Nightfall" ist ein Beleg dafür, dass die Musiker sich auf keine Zuordnung oder Kategorisierung festlegen wollen. Wenn Jazz jemals ein Ausdruck von individueller Freiheit war, dann manifestiert sich diese Unabhängigkeit hier frei von allen Mythen im Zugriff aufs Material ebenso wie in der spontanen Umsetzung. Alles ist machbar, wenn man es nur will, und Brönner und Ilg wollen es.

Songs von Leonard Cohen, den Beatles und Britney Spears, Stücke von Jerome Kern, Johnny Green und Ornette Coleman, Kompositionen von Johann Sebastian Bach und Melchior Vulpius, aber auch einige Eigenschöpfungen von Ilg und Brönner belegen eine fast beispiellose Bandbreite der Intentionen und Einflüsse. In jedem dieser Songs finden die beiden Partner neue Einfallswinkel und Perspektiven. Soli im klassischen Sinne des Jazz gibt es nicht. Wie in jedem guten Gespräch, das sich auf natürliche Weise entfaltet, liegt die Argumentation mal auf der einen, mal auf der anderen Seite. Der Fluss der Gedanken ist völlig frei. Er drückt sich hier durch ein schmales Bett, um im nächsten Augenblick in ein weites Delta zu münden.

 


Veröffentlicht am: 24.01.2018

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