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15.08.2018

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Zeitung lesen

… ein Auslaufmodell?

Eine Zeitung brauche ich nicht, ich finde alles im Internet – hört man immer wieder und nicht nur von jungen Leuten. Ich halte den Satz für alles andere als klug, denn er stimmt einfach nicht. Im Internet finde ich nur, wonach ich suche. Zeitungen veröffentlichen dagegen in den meisten Fällen Dinge, nach denen ich nicht gesucht habe.

Nun könnte man ja meinen, dass man gar nicht wissen muss, wissen will, wonach man nicht sucht. Das ist nicht der Anfang einer verdummten Welt, dass ist schon ein sehr großer Fortschritt in genau diese Richtung. Woher will jemand wissen, was um ihn herum passiert, wenn er davon nichts weiß, nichts davon gehört, davon gelesen hat?

Selbstverständlich versorgen einen nicht nur die Zeitungen mit vielen Informationen zu Dingen, die sonst an uns vorbei gehen würden, aber sie sind genau daran maßgeblich beteiligt. In der Zeitung, vor allem in der lokalen ist zu lesen, was in der Umgebung passiert, wo es neues gibt, wo gebaut wird, welche Veranstaltungen es gibt, wo etwas nicht funktioniert, wo es besondere Angebote gibt, wer neue Posten einnimmt, wer gestorben ist. Ja, vieles davon findet man auch im Internet, vieles davon interessiert einen auch nicht. Doch einiges interessiert sicherlich, einiges liest man doch. Man ist informiert und das in wenigen Minuten. Man stelle sich mal vor, man wollte diese eigentlich wenigen Informationen im Internet suchen. Das würde nicht nur Stunden dauern, man wüsste ja überhaupt nicht, wonach man suchen sollte.

Auch wichtig: Zeitungen haben in sehr vielen Fällen auch eine ganz bestimmte Ausrichtung und das schon seit Jahrzehnten. Man kann also vor allem bei überregionalen Blättern einschätzen, in welche Richtung vor allem Hintergrundberichte und Kommentare gehen. Die werden in der FAZ sicherlich anders als in der TAZ ausfallen. Kommt man bei der Internetrecherche auf ein Portal, so weiß man in vielen Fällen genau das nicht.

Schon allein deshalb bin ich davon überzeugt, dass auch noch die nächste und übernächste Generation Zeitungen lesen wird. Selbstverständlich werden wir und die nach uns kommen alle zugänglichen Medien nutzen. Wir werden weiter Zeitungen und Bücher lesen, wie werden Radio hören, wir werden fernsehen und wir werden jedes moderne Medium – wie jetzt das Internet – nutzen.

Warum auch nicht, warum der Pessimismus bezüglich der Zeitungen? Als das Radio aufkam, gab es die Befürchtungen, dass niemand mehr lesen wird. Ähnliche Befürchtungen – dann unter Einbeziehung des Radios – gab es mit dem Siegeszuges des Fernsehens. Und nun orakeln die  Berufspessimisten etwas vom Aus der Zeitungen. Lassen wir sie orakeln.

Ich frühstücke jetzt erst einmal. Das geht nicht ohne Zeitungsleküre.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Viel Spaß beim Zeitungsstudium.

 


Veröffentlicht am: 24.01.2018

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