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Morgengruß von Helmut Harff: Meine Daten

… gehören wem?

Wissen Sie, dass wir alle viel mehr Geld Tag für Tag verschenken, als die meisten verdienen? Nein, ich meine nicht die, die keine Steuererklärung machen. Ich meine auch nicht die, die die Steuer besch… Ich meine uns alle, die irgendwo Daten hinterlassen – und das machen wir alle rund um die Uhr.

Unsere Daten sind bares Geld wert. In wenigen Fällen merken wir das direkt, wenn wir beispielsweise eine Kfz-Versicherung abschließen. Wer da seine Daten preisgibt und der Versicherer so sieht, dass wir ganz tolle und vor allem brave Autofahrer sind, so müssen wir weniger an die Versicherung überweisen, als andere. Ähnliches kennen wir von Krankenzusatzversicherungen.

Doch damit hat es sich schon. In den allermeisten Fällen geben wir unsere Daten mehr oder weniger bewusst ohne jede Gegenleistung hin. Egal was wir tun, ob wir einkaufen und mit Karte bezahlen, ob wir Bankgeschäfte tätigen, googlen, online einkaufen, telefonieren, in sozialen Netzwerken unterwegs sind, Reisen oder einfach Auto fahren – überall werden unsere Daten erhoben.

Die Daten werden nicht nur erhoben, sondern verwendet, um damit Geld zu verdienen. Davon haben wir in der Regel eines: NICHTS. Alles mit unseren Daten verdientes Geld fließt in andere Taschen – ob wir das wollen oder nicht. Und das sind alles andere als Peenuts, wenn man sich mal die Verdienste von Google, Amazon, Facebook oder Twitter ansieht. Die sind aber nur die oberste Spitze des Eisberges und der ragt bekanntlich nur zu einem sehr geringen Teil aus dem Meer.
 
Ich möchte schon mal wissen, was Handelseinrichtungen, was Banken, was Verkehrsunternehmen und wer da noch alles unsere Daten sammelt, mit denen anstellt und mit denen verdient.

Das gilt auch für die Autobauer und Versicherungen. Warum gerade die? Weil – wie gerade wieder beim schon mal beschriebenen Goslar-Diskurs erlebt – die Versicherer sich schon seit Jahren beklagen, dass sie von den Autobauern die Daten nicht bekommen, die aus Versichertensicht für deren Überleben absolut wichtig sind.
 
Daran ist zu sehen, dass unsere Daten einfach bares Geld wert sind. Da das aber unsere Daten sind, müsste uns zumindest ein Teil des damit verdienten Geldes gehören. Nun sagen die weltweit aktiven Datensammler wie eben Google, Amazon, Facebook oder Twitter, dass wir ihre Dienste mehr oder weniger kostenlos nutzen dürfen und das mit unseren Daten bezahlen. Das stimmt zum Teil, wenn da eben nicht die Tatsache wäre, dass keines der Unternehmen mal sagt, wie viel unsere Daten wirklich wert sind.

Doch man darf nicht nur auf die Bigplayer sehen. All die anderen Datensammler bieten uns überhaupt kein Äquivalent dafür, dass wir ihnen unsere Daten überlassen. Nun kann man sagen, dass wir das ja freiwillig tun, dies nicht müssten. Stimmt, doch wollen wir keine Daten hergeben, müssen wir  jeder für sich als Einsiedler leben.

Ich finde, wir alle – am besten alle zusammen – müssen einfach darauf dringen, dass zumindest etwas von dem Gewinn, der mit unseren Daten gemacht wird, wieder bei uns landet. Wieso soll nicht jemand, der im Supermarkt mit der Karte bezahlt, darauf einen Rabatt bekommt?

Ich finde, solche Themen sollten die Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und SPD viel eher dominieren als der Familiennachzug von einigen Flüchtlingen. Komisch, deren Daten werden kaum erhoben, oder warum wissen wir so wenig über die Menschen, die bei uns Schutz suchen.

Mein Bäcker kennt übrigens meine Daten auch. Er weiß genau, welche Brötchen ich jeden Sonntag kaufe.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Sonntagsfrühstück.

 


Veröffentlicht am: 28.01.2018

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