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Das Elektroauto – kein Auslaufmodell

Experten scheinen sich einig

(Helmut Harff / Chefredakteur) Nein, das Elektroauto ist kein Auslaufmodell. Das kann gar nicht sein. Warum nicht? Weil etwas nur ein Auslaufmodell sein kann, was schon mal so richtig da war. War das Elektroauto schon mal richtig da?

Das Elektroauto ist schon sehr alt, so über 180 Jahre alt. Wikipedia verrät, dass Elektoautos um 1900 eine Reichweite von rund 100 Kilometer hatten. Damals wurden in den USA 38 Prozent aller Autos elektrisch angetrieben. Das waren immerhin 34.000 Fahrzeuge. Zwischen 1896 und 1939 registrierte man weltweit 565 Marken von Elektroautos. Davon sind wir heute so weit entfernt wie von der Besiedlung des Mars.

Wenn man sich das vor Augen hält, dann wird deutlich, dass das Elektroauto im 21. Jahrhundert noch nicht einmal ein Nischendasein fristet. Das war auch das Ergebnis diverser Gespräche am Rande des Verkehrsgerichtstages und des in diesem Zusammenhang stattgefundenen Goslar-Diskurs.

Auf der 56. Auflage des Verkehrsgerichtstages in Goslar wurde sogar in Reden davor gewarnt, sich allein auf das Elektroauto zu konzentrieren. Noch viel deutlicher wurden Experten und Lobbyisten in den lockeren abendlichen Gesprächsrunden an den Bar. Ich habe dort niemand getroffen, der den Daumen für das Elektroauto hob. Ganz im Gegenteil: Man war sich einig, dass die Zukunft nicht im Elektroauto liegt. Optimisten sprachen davon, dass die Elektromobilität maximal ein Zwischenschritt - wohin auch immer - sei.

Man war sich einig, dass Elektroautos aus Umweltsicht zumindest heute auf keinen Fall besser sind, als solche mit Verbrennungsmotoren. Vielfach war zu hören, dass der ökologische Fußabdruck eines heutigen Elektroautos, das ja zumeist mit konventionell produziertem Strom "betankt" wird, deutlich schlechter als die eines Diesel sei.

Als riesiges Problem wurde die Schaffung der nötigen Infrastruktur angesehen. Keiner hatte wirklich eine Idee, woher der Strom und wie der an die Ladestationen kommen soll. Kritisch sah man auch, wer und wann überhaupt das riesige Netz an Ladestationen bauen soll. Dabei wurde massiv das Planungsrecht kritisiert. Schon sarkastisch wurden die Bemerkungen, als es um die Entsorgung der Millionen Batterien ging.

Nimmt man all das zusammen, so befindet sich die Elektromobilität maximal in den Kinderschuhen, ist eher auf dem Stand des beginnenden 19. Jahrhunderts und somit alles andere als eine Lösung für unsere heutigen Verkehrs- und Umweltprobleme.

Erstaunlich war für mich, dass die Verkehrsexperten kein Konzept in der Tasche haben, wie man das Problem nun lösen kann. Wenn das existiert, so scheint keiner davon zu wissen. Ich glaube viel eher, dass es das eine Konzept gar nicht geben kann. Ich bin, wie die meisten meiner Gesprächspartner, sicher, dass wir uns den Individualverkehr nicht abgewöhnen werden.

 


Veröffentlicht am: 29.01.2018

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