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Schutz fürs Eigenheim

Frühwarnsysteme gegen Einbrecher im Praxischeck

Ein Einbruch in den eigenen vier Wänden: für viele Mieter und Hausbesitzer eine absolute Horrorvorstellung. Kein Wunder also, dass sich technische Neuerungen zur frühzeitigen Abwehr von Einbrechern immer größerer Beliebtheit erfreuen.

Ein Einbruch in den eigenen vier Wänden: für viele Mieter und Hausbesitzer eine absolute Horrorvorstellung. Kein Wunder also, dass sich technische Neuerungen zur frühzeitigen Abwehr von Einbrechern immer größerer Beliebtheit erfreuen.

„In der Theorie funktionieren viele dieser Geräte tadellos. Wer sich jedoch die realen Begebenheiten ansieht, erkennt häufig ernsthafte Schwachstellen“, betont Dirk Bienert, Sicherheitsexperte und Geschäftsführer der Blockalarm GmbH. Doch welche Systeme bieten sich überhaupt an und was für Vor- und Nachteile bringen sie mit sich?

Videokamera

Zur Abschreckung und nachträglichen Identifizierung von Tätern bieten Überwachungskameras die perfekte Grundlage. Hier gilt jedoch der Grundsatz: Nicht alle technischen Möglichkeiten sind auch rechtlich zulässig. Überwachungen von öffentlichen Grundstücken, beispielsweise Gehwegen und Nachbarhäusern, gelten als gesetzeswidrig. Wer jedoch nur das eigene Grundstück ins Visier nimmt und dies, beispielsweise mit einem Hinweisschild, für Außenstehende klarstellt, muss nichts befürchten. Allerdings passiert es häufig, dass erfahrene Kriminelle Kamerasysteme austricksen, manipulieren oder zerstören, beispielsweise indem sie die Kabel für die Stromzufuhr durchtrennen. Als alleinige Lösung kommen Überwachungskameras daher nicht infrage.

Bewegungsmelder

Um für Beleuchtung mit abschreckender Wirkung in Garten und Zufahrt zu sorgen, setzen viele Menschen auf Bewegungsmelder. Außenlicht verschafft nicht nur den Bewohnern ein sicheres Gefühl, sondern macht auch Nachbarn auf ungebetene Gäste aufmerksam. Einige Modelle können zudem als zusätzliche Komponente von Alarmanlagen eingesetzt werden. Regelmäßiger Batterieaustausch schützt vor Störungen, da bereits kleinste Spannungsabfälle Fehlfunktionen auslösen.

Lichtschranken

Viele Wohnungs- und Hausbesitzer nutzen Lichtschranken zur Überwachung von Zufahrten oder Parkplätzen, da sie eine hohe Überwachungsreichweite von 30 bis 60 Metern besitzen. Sender und Empfänger bilden eine Art unsichtbaren Infrarotzaun und schlagen Alarm, sobald eintretende Personen die Lichtstrahlen unterbrechen. Bewegungen davor und dahinter fallen jedoch nicht in den Detektionsbereich, weshalb geschulte Einbrecher dieses System häufig umgehen können.

Infraschallalarmanlagen

In der neusten Generation von Alarmanlagen setzen Experten auf die sogenannte Infraschalltechnologie. Sobald jemand versucht, unbemerkt ins Haus einzudringen, nimmt die scharf geschaltete Anlage eine Veränderung im Infraschallbereich wahr und löst Alarm aus. Daraufhin verschwinden Täter im Regelfall. Sollten sie sich dennoch weiter wagen, bemerkt das sensible System auch diesen Schritt – anhand kleinster Luftdruckschwankungen. Auf Wunsch kontaktiert die moderne Sicherheitsanlage die nächstgelegene Rettungsleitstelle oder einen ausgewählten Sicherheitsdienst. Dank der kabellosen Technik bedarf es für die Installation keinerlei baulicher Veränderungen und die Einrichtung kann bei einem Umzug einfach mitgenommen werden.

Allgemein sollten Betroffene den Leitspruch „Leute, Lärm, Licht – das mag der Täter nicht“ bei der Auswahl ihrer Sicherheitsvorkehrungen im Hinterkopf behalten. „Fehlt jedoch die wachsame Nachbarschaft, empfiehlt sich für einen umfangreichen Schutz die Zusammenführung verschiedener Sicherheitssysteme. Dabei kommt es immer auf den individuellen Bedarf und die persönlichen Vorlieben an. Was sich für wen eignet, lässt sich am besten im Gespräch mit einem Fachberater klären“, stellt Dirk Bienert abschließend fest.

Foto: Blockalarm/Dirk Bienert

 


Veröffentlicht am: 29.01.2018

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