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Morgengruß von Helmut Harff: Money oder Sixpack?

Was schätzen Frauen wirklich an Männern…

(Helmut Harff / Chefredakteur) Die Meldung der Woche auf genussmaenner.de hat für mich die Überschrift "Kein Geld, kein Schatz". Darin geht es darum, was Frauen an Männern anziehend finden. Ich weiß zwar nicht genau, welche Frauen gefragt wurden, aber es waren auf jeden Fall solche, die über ein Dating-Netzwerk für verheiratete und vergebene Menschen einen Mann suchen.

Die Umfrage ergab, dass fast der Hälfte - genau 41 Prozent - ziemlich egal ist, ob der zukünftige einen Sixpack vorzeigen kann. Viel wichtiger ist den Frauen laut dieser Umfrage die Dicke des Geldbeutels beziehungsweise die Höhe des Kontostandes. Zu lesen ist auch, dass laut ForbesWomen drei Viertel der Frauen einen Heiratsantrag von einem arbeitslosen Mann ablehnen würden.

Im Radio hörte ich dieser Tage ähnliches. Demnach ist es noch immer so, dass bei Paaren, die heiraten, der Mann um einiges älter als die Frau ist. Die große Ausnahme in Europa ist Schweden. Interessant war die Begründung. Die lautete nämlich: In Schweden ist das Sozialsystem so gut, dass die Frau wirklich nicht darauf angewiesen ist, einen Versorger für sich und die Kinder an Land zu ziehen.

Ganz ehrlich, mich wundert das nicht wirklich und ich kenne auch keinen Mann, der sich ob dieser Nachricht ungläubig die Augen reibt. Ich vermute, dass auch die allermeisten Frauen zumindest Frauen kennen, die lieber einen nicht gerade toll aussehenden, aber vermögenden Typen einem tollen aber bitterarmen Surflehrer vorziehen. Klar, hat der tolle Sixpack-Träger auch noch ein dickes Bankkonto, ist er der Top-Favorit.

Anders sieht es aus, wenn die Frau selber vermögend aber auch ihren 40. Geburtstag schon sehr häufig gefeiert hat. Dann wird der Sixpack des jüngeren Mannes wichtiger als dessen Besitz. Doch der taugt dann eher als Liebhaber, als er als Ehemann in Frage kommt.

Doch was sagt das über Frauen? Dass sie geldgeil sind? Sagt das, dass Frauen käuflich sind, die Ehe nur eine Spielart der Prostitution ist? Nein, das glaube ich nicht. Erstens gibt es "die Frauen" ohnehin nicht. Zweitens ist "nur" 41 Prozent vor allem eines beim Mann wichtig - sein Geld. Und doch, irgendwas muss ja da sein, wenn im 21.Jahrhundert 41 von 100 Frauen sich ihren Mann vor allem danach aussuchen, wie vermögend er ist. Was ist da los, wenn so viele Frauen nicht in erster Linie nach einem Partner sondern nach einem Versorger Ausschau halten?

Nun könnte man ja auf die Idee kommen, dass der Grund darin liegt, dass Frauen in vielen Fällen weniger als die Männer verdienen. Doch das wäre wohl zu kurz gesprungen, denn es sind nun mal nicht 41 Prozent der Frauen, die weniger als Männer verdienen. Außerdem heißt das ja auch nicht, dass die Frauen arm sind. Eine gut ausgebildete Frau kann sich in diesem Land schon selber versorgen - das zeigen ja die vielen Singles.

Doch was ist es dann, was die über einhundertjährige Emanzipationsbewegung nahezu vergessen macht? Sind die Bemühungen um ein neues, modernes Frauenbild bei vielen Frauen - die Studie spricht immerhin von 41 Prozent - auf taube Ohren gestoßen? Ist die seit vielen jahrtausenden geltende Rollenverteilung zwischen Mann und Frau so tief in uns verwurzelt, dass es noch sehr viele Frauen vom Kaliber Alice Schwarzer braucht, bis genau dieses Geschlechterverhältnis der Vergangenheit angehört?

Doch mal ehrlich, wollen wir das überhaupt? Wenn - laut der Studie - 4,7 Prozent der Frauen und 2,7 Prozent der Männer meinen, dass er bei einem gemeinsamen Restaurantbesuch die Rechnung begleicht, dann scheinen doch alle irgendwie damit leben zu können, wollen oder zumindest müssen.

Noch zwei Zahlen fand ich spannend: 80 Prozent der Männer fühlen sich geschätzt, wenn sie Geschenke von ihr erhalten. Doch Geschenke von ihr erwarten nur 14 Prozent. Da sind die Frauen nach eigener Einschätzung sogar etwas besser als Männer erwarten, denn 31 Prozent beschenken ihre Männer. Umgekehrt schenken 60 Prozent der Männer, allerdings erwarten das sogar 63 Prozent der Frauen vom Mann.

Irgendwie scheint das zwischen Mann und Frau etwas komplizierter zu sein, als das von wenigen Frauenrechtlerinnen mal so geändert werden kann. Vielleicht sollten es diese mal in Zusammenarbeit mit Männerrechtlern versuchen.

Übrigens: Zu Männerrechten habe ich im Koalitionsvertrag zwischen CDU, SPD und CSU nichts gefunden.´

 


Veröffentlicht am: 12.02.2018

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