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Morgengruß von Helmut Harff: Klappe halten

... ist nicht der schlechteste Weg

Endlich gab es gestern mal in allen Sendungen eine richtig gute Meldung. Dabei ging es nicht um Olympia, auch nicht um das Ende der SPD-Krise. Es ging um den Kollegen Deniz Yücel. Der kam überraschend und unter nicht so richtig nachvollziehbaren Umständen frei, nach dem er gut ein Jahr in der Türkei unter wiederum nicht nachvollziehbaren Beschuldigungen im Gefängnis saß.

Das ist nun alles andere als ein Wunder, wenn auch wunderbar. Für mich ist das eigentliche Wunder, dass da viele Menschen ohne großes Aufsehen tätig waren, um zumindest den prominentesten Deutschen in türkischen Gefängnissen frei zu bekommen. Ich hoffe, dass schon in den nächsten Stunden auch die anderen Deutschen aus der türkischen Haft entlassen werden.

Was zeigt uns die Freilassung des Kollegen und der anderen, für die sich schon zuvor die türkischen Gefängnistüren öffneten? Sie zeigt, dass es immer wieder gut ist, wenn man nicht immer die Klappe aufreißt, auch mal versucht, Dinge in aller Stille – man sagt, auf diplomatischem Weg – zu lösen.

Im sogenannten Fall Yücel – ich mag den Begriff nicht – waren es viele, die in aller Stille, unbemerkt von allzu neugierigen Blicken, gehandelt, verhandelt, mit einander geredet haben. Es zeigt, dass genau das ein sehr guter Weg ist.

Wenn das zwischen Staaten, zwischen Politikern funktioniert, die sich nun wirklich nicht grün sind, warum soll das nicht auch im kleinen, in unser aller Leben funktionieren? Ich glaube, dass Reden immer der bessere Weg ist, ob in der Partnerschaft ober bei anderen Konflikten. Klar, die die sich da fetzen, die sich gegenseitig den Tod wünschen oder zumindest die Pest an den Hals, werden kaum miteinander reden. Da braucht es externe Hilfe.

Wären da nicht Diplomaten, aber auch Menschen wie Ex-Kanzler Schröder oder sicherlich noch einige andere aktiv geworden, so säße Deniz Yücel noch immer im türkischen Gefängnis. Ganz sicher gab es auch auf türkischer Seite solche Menschen, die – wie man so schön sagt – dafür sorgten, dass die Kuh vom Eis kam.

Solche Menschen gibt es nicht nur in der Politik, sondern auch im ganz normalen Leben. Sucht man sich solche Menschen, so kann das Leben deutlich einfacher verlaufen, als wenn man sich lautstark auseinandersetzt. Wichtig ist nur, dass man sich selber nicht so wichtig nimmt, dass man sich nicht jedem Vermittlungsversuch widersetzt. Wichtig ist aber auch, dass jeder wenigstens in Ansätzen das Gesicht wahrt und wenn man einsieht, dass ohnehin niemand als strahlender Sieger den Platz verlässt.

Streiten, unbedingt der Sieger sein zu wollen, unbedingt Recht zu bekommen, das verleidet einem das Leben, das macht krank. Reden ist da auf jeden Fall die bessere Lösung.

Dann schmeckt auch das Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 17.02.2018

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