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22.05.2018

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Fahrverbote?

Gibt es keine Alternativen?

Nun  sollen also in einigen deutschen Städten die Autos mit Dieselmotoren ausgesperrt werden. So zumindest die viel diskutierte Möglichkeit, die Luft in Städten zu verbessern.

Ich glaube aber nicht daran, dass Fahrverbote wirklich kommen. Warum? Gibt es wirklich Fahrverbote für alle Dieselautos, die die Normen nicht einhalten, so würde das bedeuten, dass in den betroffenen Sperrgebieten kaum noch ein Handwerker, kaum noch ein Lieferdienst, kaum noch ein Polizei- oder Krankenwagen zu sehen sein wird. Das heißt, diese Straßen würden veröden, weil da niemand mehr leben kann.

Ein totales Dieselfahrverbot bedeutet auch, dass die betroffenen Städte alle eigenen Dieselfahrzeuge gegen Benziner austauschen müssten. Dazu kommt dann noch, dass der Betrieb mit Benzin deutlich teurer als mit Diesel wäre. Das kann keine Kommune stemmen, es sei denn, sie stellen sehr viele Leistungen für die Bürger ein.

Soll es dazu nicht kommen, muss es unendliche Ausnahmegenehmigungen geben. Doch, erlaubt man allen geschäftlich genutzten, allen denen, die Anwohnern gehören und allen kommunalen Dieselautos die schadstoffbelasteten Gegenden zu befahren, so ist das Dieselfahrverbot völlig unsinnig. Schließlich gehören sehr viele Dieselautos genau zu denen, die dann eine Ausnahmegenehmigung erhalten würden.

Doch was dann? Gestern meinte eine Kollegin spontan, dass man die betroffenen Straßenzüge einfach zu Fußgängerzonen machen sollte. Keine Autos – keine Belastung, so einfach kann es auch sein.

Mir ging dann durch den Kopf, ob jemals jemand auf die Idee gekommen ist, die Betroffenen, also die Anwohner der von starken Schadstoffemissionen betroffenen Straßen, gefragt hat, was sie von der ganzen Diskussion halten. Ob sie dort freiwillig oder gar gern dort wohnen oder lieber heute als morgen wegziehen würden. Ich habe in meinem Leben mehrfach an solchen Straßen gewohnt und nie jemand getroffen, der sich über Schadstoffe beklagt hat. Was störte, war immer der Lärm.

Doch wenn die Leute da weg wollen, warum macht man denen nicht entsprechende Angebote? Wenn die Schadstoffbelastungen so gesundheitsschädlich sind, warum siedelt man die Leute nicht um? Jetzt spinne ich total? Das sehe ich anders.

Fragen Sie mal all die Menschen, die wegen Flughäfen wie München, Frankfurt/Main, Brandenburg/BER ihre Häuser aufgeben mussten. Fragen Sie mal die, deren Häuser in Stauseen versanken oder die den Braunkohletagebauen weichen mussten. Auch hier weiß ich wovon ich rede, denn das Stammschloss meiner Vorfahren fiel schon in den 1950er Jahren der Braunkohle zum Opfer.

Wieso siedelt man also die so gefährdeten Menschen nicht auf Staatskosten um? Das beträfe nicht 11 Millionen Dieselauto-Besitzer, sondern wahrscheinlich „nur“ mehrere Tausend Menschen. Es müssten nur relativ wenige Hausbesitzer entschädigt werden. Wenn man dann noch die neuen Wohnungen in Nähe der Arbeitsstätten baut – was ich mir zumindest im Fall Stuttgart vorstellen kann – dann hätte das noch den Effekt, dass die Menschen weniger pendeln müssten. Stuttgart hat ja auch noch die Fläche, die durch dem Umbau des Hauptbahnhofs zu bebauen ist.

Ja, das klingt verrückt und ist es vielleicht auch. Doch nur über Fahrverbote oder Nachrüstungen zu fabulieren, ist sicher auch nicht zielführender. Zumal ich befürchte, dass, wenn aus 11 Millionen Dieselautos 11 Millionen Benziner werden, die nächsten Klagen schon geschrieben sind, denn die Benziner sind ja auch nicht viel umweltfreundlicher. Man denke nur an den CO²-Ausstoß der Benziner und den Klimawandel.

Ob mein Frühstück die Umwelt belastet? Da lässt sich sicherlich was finden.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück. Vielleicht haben Sie ja auch eine verrücke Idee.

 


Veröffentlicht am: 28.02.2018

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