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Morgengruß von Helmut Harff: Auf dem Beifahrersitz

... von Berlin nach Budapest

Ich finde es meistens ziemlich toll, dass ich keinen Führerschein habe und den garantiert auch nicht machen werde. Das erspart mir viel Stress und anderen so manche Beule in ihrem Auto. Ich bin nämlich ziemlich sicher, dass ich alles andere als ein begnadeter Autofahrer wäre.

Also bin ich immer als Beifahrer unterwegs. Ob ich da besser als am Lenkrad bin? Vielleicht etwas. Zumindest rege ich mich nicht darüber auf, ob der Fahrer, oder wie in meinem Fall die Fahrerin, mal zu früh oder zu spät schaltet. Wobei das meiner Fahrerin nie passieren kann. Warum? Erstens ist sie die beste Autofahrerin überhaupt und zweitens fährt sie einen Automatik.

Doch eigentlich wollte ich von unsere Fahrt erzählen. Zu Anfang war da nicht mehr als Dunkelheit und eine ziemlich leere Autobahn - so in den ganz frühen Morgenstunden. Also pflegte ich meine Augen und versorgte meine Superfahrerin hin und wieder mit Kaffee.

Als es hell wurde, waren wir schon in Tschechien. Was man nicht nur sah, sondern auch riechen konnte. Das erinnerte mich an die Region um Bitterfeld zu DDR-Zeiten. Gibt es keinen tschechischen Begriff für Umweltschutz? Was war noch auffällig? Die Felder im Nachbarland hatten noch immer die Ausmaße wie zu sozialistischen Zeiten. Gibt es sie noch, die landwirtschaftlichen Genossenschaften oder wurden die gleich auf einen Schlag übernommen?

Noch auffälliger waren allerdings die Werbetafeln am Straßenrand. Klar, die gibt es überall, doch in der Regel sieht man da eben Werbung und keine Nationalflagge, wie bei den Tschechen. Wir sind an hunderten dieser Fahnen vorbei gefahren. Was das soll? Keine Ahnung. Mir fiel nur ein Satz eines Westdeutschen aus den 1970er Jahren ein. Er war der Überzeugung, dass es einem Land - er meinte damals die sozialistischen - um so schlechter gehen würde, um so mehr Fahnen und Spruchbänder man sieht.
 
Die Slowaken und die Ungarn brauchen dazu keine Fahnen. Da reichen die Fernstraßen und Autobahnen. Die Slowaken müssen sich beim Bau ihrer Straßen an Waschbrettern orientiert haben oder der führende Hersteller von Stoßdämpfern sein. So ein Geruppel auf einer Autobahn habe ich selbst in der DDR nicht erlebt.

In Ungarn sah die Autobahn nicht besser aus. Nur gut, dass wir nicht mit einem Smart unterwegs waren, denn der wäre in den Schlaglöchern versunken. An unzähligen Stellen waren die Fahrbahnen regelrecht eingebrochen, so dass selbst schwer beladene 40-Tonner-Diesel halsbrecherische Schlecker fuhren, um Fahrzeug und Ladung zu schützen.

Ansonsten war so viel nicht zu sehen, denn alle drei Länder sind relativ dünn besiedelt, sieht man mal von den Ballungszentren ab, doch die bekommt man als Autobahnbenutzer nicht zu Gesicht.

Dafür wird man aber beträchtlich zur Kasse gebeten - Stichwort Maut. Für drei Vignetten durften wir 44,50 Euro bezahlen. Viel teurer kommt ein rechtzeitig gebuchter Flug mit einer Billigairline pro Person auch nicht. Allerdings bekommt man beim aus dem Fenster sehen auch nicht so viele Eindrücke vom Land.

Ich gehe jetzt erst einmal mit der besten Fahrerin der Welt frühstücken - im Budapester Hotel Gellert. Das Hotel ist auch ganz schön in die Jahre gekommen. Doch davon demnächst mehr.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück und immer eine gute Fahrt.

 


Veröffentlicht am: 13.03.2018

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