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Van Gogh & Japan

... im Van Gogh Museum, Amsterdam

Das Van Gogh Museum präsentiert im Frühling 2018 eine große internationale Ausstellung über den Einfluss der japanischen Kunst auf das Werk von Vincent van Gogh.

Mit mehr als 60 Gemälden und Zeichnungen von Van Gogh und einer reichen Auswahl japanischer Drucke, zeigt die Ausstellung „Van Gogh & Japan“ vom 23. März bis 24. Juni 2018, wie umfassend Van Goghs Bewunderung für diese Kunst war und wie tiefgreifend seine Werke dadurch verändert wurden. Sondersammlungen aus Museen und Privatkollektionen aus aller Welt kommen nach Amsterdam.

Höhepunkte sind Van Goghs „Selbstporträt für Gauguin“ (1888, Fogg Art Museum, Harvard Art Museums, Cambridge), „Porträt von Madame Roulin“ (1889, Art Institute of Chicago), „La Crau mit Pfirsichbäumen in Blüte“ (1889, The Courtauld Gallery, London) und „Die Arlésienne“ (1888, The Metropolitan Museum of Art, New York). Es ist das erste Mal, dass eine Ausstellung dieser Größenordnung dem Thema Japan gewidmet wird.

Im Bann von Japan

Van Goghs Bekanntschaft mit der japanischen Druckkunst war prägend für die Richtung, die er als Künstler einschlug. Während seines Aufenthalts in Paris (1886-1888) geriet er in den Bann der ukiyo-e, japanischer Farbholzschnitte des 19. Jahrhunderts, und sammelte diese Drucke im großen Umfang. Was Van Gogh an den bunten Darstellungen bewunderte, waren die ungewöhnlichen Kompositionen, die großen Flächen in grellen Farbtönen und die Liebe zu Details aus der Natur.

Die drei bemerkenswerten Gemälde, die er nach japanischen Vorbild in Paris malte, formten seine erste Erforschung dieses neuen künstlerischen Vorbilds. Sehr schnell sah Van Gogh die japanische Kunst als Eichpunkt für seine Arbeit, wie es sich aus den Briefen aus Arles erweist. Dorthin zog er Anfang 1888 mit dem Gedanken, dass der Süden Frankreichs Japan gleiche. Er eignete sich dort einen „japanischen Blick“ an und fertigte „Gemälde ähnlich der japanischen Drucke“. In „Van Gogh & Japan“ wird verdeutlicht, wie Van Gogh sich immer mehr in den Geist des Osten einarbeitete, wobei die Betonung auf einer farbenfrohen, klaren Palette lag.

Besondere Leihgaben


Berühmte Gemälde und Zeichnungen von Van Gogh aus Museen und Privatsammlungen aus der ganzen Welt wurden für „Van Gogh & Japan“ zusammengetragen. Besondere Leihgaben, wie „Porträt von Madame Roulin“ (1889, Art Institute of Chicago), „La Crau mit Pfirsichbäumen in Blüte“ (1889, The Courtauld Gallery, London) und „Die Arlésienne“ (1888, The Metropolitan Museum of Art, New York) werden zusammen mit Van Goghs japanischen Arbeiten, wie der „Kurtisane“ (1887) und der „Mandelblüte“ (1890) aus dem Van Gogh Museum gezeigt. Neben japanischen Drucken aus Van Goghs eigener Sammlung, sind auch viele Drucke aus anderen Kollektionen zu sehen.

Japanischer Mönch

Einer der Höhepunkte ist das Selbstportrait aus dem Jahr 1888 (Fogg Art Museum, Harvard Art Museums, Cambridge), worin Van Gogh sich selbst als ein Bonze abbildete, ein buddhistischer Mönch aus Japan. Seine Augen haben in diesem Selbstportrait japanische Züge und sein Schädel ist kahlgeschoren. Es verdeutlicht, wie sehr er sich mit den Japanern identifizierte. Die Künstler aus diesem Land sah er als einfache Handwerker, die harmonisch zusammenlebten und arbeiteten, wie Mönche im Kloster. Es war ein Ideal, das er in Arles zu erreichen hoffte, in der Zusammenarbeit mit Paul Gauguin, dem er das Selbstportrait widmete. Dieses beeindruckende Gemälde wird einmalig für „Van Gogh & Japan“ ausgeliehen und ist nur in Amsterdam zu sehen.

Tickets auch online erhältich

Karten für die Ausstellung „Van Gogh & Japan“ sind unter vangoghmuseum.nl/japan zu erwerben.

Im Van Gogh Museum bezahlen Besucher keinen Aufschlag für das Besuchen der Sonderausstellungen; ein Online-Ticket mit Startzeit gibt daher sowohl Zugang zu der Dauerausstellung des Museums, als auch zu der zeitlich begrenzten Ausstellung. Der Eintrittspreis des Van Gogh Museums beträgt 18 Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre können das Museum gratis besuchen.

Bild: Vincent van Gogh, Mandelblüte, 1890. Van Gogh Museum

 


Veröffentlicht am: 19.03.2018

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