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Radtourismus in der Prignitz immer gefragter

Elberadweg auch 2018 beliebtester Radfernweg

Die Zahl der Radurlaube ist in den letzten Jahren konstant gestiegen. Diesen Trend spürt auch der Tourismusverband Prignitz e.V. Das Radlerparadies zwischen Elbe und Müritz verzeichnet fast vier Prozent Tourismuszuwachs im Jahr 2017. Besonders beliebt ist die Prignitz bei Radtouristen.

Neben dem Elberadweg, dem laut ADFC-Travelbike-Radreiseanal yse 2018 erneut beliebtesten Radfernweg Deutschlands, lockt die Region auf über 1.100 Streckenkilometern mit zahlreichen flachen, sehr gut ausgebauten Radwegen und dem mehrfach ausgezeichneten „Radeln nach Zahlen“.

„Wir verzeichnen fürs letzte Jahr 3,6 Prozent Steigerung der Tourismuszahlen in der Prignitz generell. Besonders beliebt ist bei uns der Radtourismus. Das haben wir auf Messen und auch dieses Jahr auf der ITB deutlich gemerkt: Die Messegäste haben uns am Stand ganz konkret nach den Bedingungen fürs Radfahren in unserer Region gefragt, und da können wir natürlich mit erstklassiger Qualität punkten“, erläutert Mike Laskewitz, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Prignitz e.V. Mithilfe der Knotenpunktwegweisung, dem sogenannten „Radeln nach Zahlen“, das mit dem Tourismuspreis des Landes Brandenburg ausgezeichnet wurde, orientieren sich Radler in der Prignitz kinderleicht.

Auf über 1.100 Streckenkilometern leiten rund 130 nummerierte Knotenpunkte den Radler einfach und sicher durch die Region. Den Kreuzungen mindestens dreier Radwege wird jeweils ein Knotenpunkt mit einer Nummer zugeordnet. Diese Nummer ist oben auf dem Wegweiser deutlich sichtbar angebracht. An jedem Knotenpunkt-Wegweiser steht eine Übersichtskarte mit Angaben zu den Sehenswürdigkeiten, Gastronomien und Unterkünften in unmittelbarer Nähe zum aktuellen Standort.

Eins der Hauptbuchungsargumente für die Reiseregion ist der Elberadweg, der im Rahmen der vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club beauftragten Studie bereits zum 14. Mal in Folge zum beliebtesten Radfernweg in Deutschland gekürt wurde. In der Studie, die auf der ITB präsentiert wurde, zeigt sich, dass die Prignitz besonders interessant für Radtouristen ist: Häufigste Motive für einen Fahrradausflug sind mit jeweils rund 74 Prozent der Befragten „etwas für die Gesundheit tun“ und „Natur erleben“. Beides geht ideal am Elberadweg mit der naturbelassenen Flusslandschaft des UNESCO-Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe-Brandenburg, zu dem mit der Prignitzer Elbtalaue auch eine der letzten intakten Auenlandschaften Mitteleuropas gehört.

Hier finden sich nahe des Elberadwegs nicht nur die größte Storchenkolonie Mitteleuropas im Europäischen Storchendorf Rühstädt, sondern im Frühjahr und Herbst auch tausende Kraniche im Rambower Moor, das von der Heinz-Sielmann-Stiftung als „Deutschlands schönstes Naturwunder 2014“ ausgezeichnet wurde. „Und wer noch speziell etwas für seine Gesundheit tun möchte, kann die kurze Strecke vom Elberadweg in den Kurort Bad Wilsnack radeln und heilende Anwendungen mit Moor und Sole oder ein Bad im ‚Toten Meer der Prignitz’ in der Kristall Kur- und Gradier-Therme genießen“, so der Tourismuschef.

Interessant in der Studie ist auch die am häufigsten genannte Aktivität in Kombination mit dem Radurlaub: 68 Prozent der Befragten nannten die „Besichtigung kultureller Sehenswürdigkeiten“. „Auch dafür eignet sich die Prignitz als eine der ältesten Kulturlandschaften der Mark hervorragend. Tolle Besichtigungen bieten zum Beispiel die Elbestadt Wittenberge mit der denkmalsgeschützten Industriekultur, zahlreichen Stadtführungen und dem BRANDENBURG-TAG am 25. und 26. August. Aber auch die ehemalige Bischofsresidenz Havelberg mit dem Dom und dem Prignitz-Museum sind einen Besuch wert ebenso wie die Stadt Lenzen mit ihrem historischen Stadtkern und der Burg“, so Laskewitz.

Um die Sehenswürdigkeiten am Elberadweg und in der Prignitz zu erkunden, hat der Tourismusverband anhand des Knotenpunktsystems 16 thematische Radtouren zusammengestellt, die unterschiedliche Facetten der weiten Landschaft und langen Geschichte der Region zeigen. „Im Fokus der Touren stehen beispielsweise unter dem Titel ‚Treffpunkt Adebar – Geklapper auf Dächern und Wiesen’ die Störche in der Prignitz oder unter dem Motto ‚Sanfte Riesen’ die Burg Lenzen und das sagenumwobene Großsteingrab Mellen, einer unserer sechs Zentralen Archäologischen Orte in der Prignitz“, erläutert Carola Krakow, Radwegekoordinatorin des Tourismusverbandes.

Ein wichtiges Argument für den steigenden Tourismus in der Prignitz ist die hohe und stetig wachsende Qualität der Unterkünfte. Speziell für den Radtourismus am Elberadweg gibt es derzeit 36 Anbieter, die auf der Webseite www.elberadweg.de und somit im „Marketingpool Elberadweg“ gelistet und kinderleicht zu finden sind – aber natürlich gibt es in der Prignitz als Radreiseregion noch viel mehr radfreundliche Unterkünfte.

Foto: Fotoarchiv Tourismusverband Prignitz / Michael Richter

 


Veröffentlicht am: 20.03.2018

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