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Aufgespießt: Diese Jugend

… hilft mir, den Glauben wieder zu finden

(Helmut Harff / Chefredakteur) Ich gebe es zu, so ein richtiger Fan der US-Amerikaner war ich nie. Ja, ich mochte sehr früh die Musik. Mit der Mode fremdelte ich ziemlich lange und, das was Nixon als schweigende Mehrheit bezeichnete, sprach mich ebenso wenig an, wie die Politik der meisten Präsidenten.

Und nun auch noch Donald Trump, der Immobilienmakler, der ohne Rücksicht auf Verluste das umsetzt, was er angekündigt hat. Wie die Geschichte lehrt, ist das längst nicht immer, was dem eigenen Volk und vielen anderen gut tut. Mit anderen Worten, Amerika oder genauer gesagt, die Vereinigten Staaten von Amerika gehören nicht zu den top ten meiner Lieblingsstaaten.

Dass ich das Land überhaupt auf dem Schirm habe, liegt an seiner massiven Präsenz in der Welt und an Ereignissen wie Woodstock oder Menschen wie Martin Luther King. Doch das Festival und die meisten seiner Protagonisten sind genau wie der friedfertige Menschenrechtler und sein Traum schon lange Geschichte.

Und jetzt? Jetzt sind es junge Menschen, Schüler aus der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland (Florida) und aus vielen anderen Schulen im ganzen Land, die zeigen, wie die USA auch sind. Die jungen Leute zeigen, dass es in den Staaten nicht nur eine schweigende Mehrheit und solche, die einen Donald Trump wählen, gibt.

Aktuell lehren Schüler wie Emma Gonzalez, wie Cameron Kasky oder David Hogg, den Politikern das Fürchten. Sie bringen hunderttausende Menschen im ganzen Land gegen die Waffenlobby mit ihrem March for Our Lives (Übersetzt: Marsch für unsere Leben) auf die Straße. Yolanda Renee King hat wie ihr Großvater Martin Luther King einen Traum und den fasste sie in einem knappen Satz zusammen: "Dies sollte eine Welt ohne Waffen sein. Punkt!". Toll, wenn so etwas eine Neujährige vor einer halben Millionen Menschen in die Mikrophone spricht.

Toll auch, wenn die gerade ins Wähleralter kommenden Jugendlichen den Politikern, den Waffennarren und -lobbyisten ins Gesicht sagen "Wir können und wir werden die Welt ändern", wie es David Hogg, ein Überlebender des Parkland-Massakers in Florida Mitte Februar, tat. Auf den Punkt brachte es auch Parkland-Schülerin Aalayah Eastmond, die meinte, dass dieser March for Our Lives erst der Anfang war.

Ich sage es gern und kann es nicht oft genug wiederholen: Ich bin froh, dass ich so eine Jugend noch erleben kann. Ich ziehe vor all denen ganz tief den Hut, die wie die 17-jährige Lauren Tilley aus Kalifornien sagen "Wir sind diejenigen, die jeden Tag Angst haben, zur Schule zu gehen" und gleichzeitig ihre Angst überwinden.

Mir machen die jungen Menschen, die da in den USA nicht locker lassen wollen, Mut. Sie machen mir Mut, weil es doch Menschen gibt, die sagen es reicht. Ich hoffe, dass dieses "es reicht" nicht nur in den USA zum Leitspruch wird. Ich hoffe, dass das überall die Jugend sagt, auf der koreanischen Halbinsel, in der arabischen Welt, in weiten Teilen Afrikas, aber auch hier in Deutschland. Und ich hoffe, dass wie gerade in den USA die Eltern und Großeltern die jungen Leute dabei nicht allein lassen.

Ich habe noch eine Bitte, eine Bitte an das Komitee zur Vergabe des Friedensnobelpreises: Vergeben Sie den Friedensnobelpreis 2018 an die jungen Leute, die den March for Our Lives organisiert haben. Setzen Sie ein Zeichen und machen Sie damit allen Jugendlichen Mut laut Stopp zu sagen.

 


Veröffentlicht am: 26.03.2018

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