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14.08.2018

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Ja, da, die Alten

Wer ist das aber?

Die Alten stehen immer mal wieder im Fokus der Politik. Meistens sind sie da eher das Problem als irgendwie eine Lösung. Alte verarmen, Alte kosten Geld, Alte müssen gepflegt werden. Alte sind aber auch eine sehr kaufkräftige Zielgruppe, die beispielsweise gern reist.

Alte machen aber auch ein ganz anderes Problem: Wer zählt eigentlich zu „den Alten“? Sind es die so gern als Best Ager bezeichneten Menschen jenseits der 50? Sind es Menschen, die schon ihren 60. Geburtstag gefeiert haben? Hallo, die wollen sicherlich nicht als alt bezeichnet werden. Männer in dem Alter werden noch mal Vater, laufen Marathon, starten noch mal so richtig durch. Frauen haben zwar weniger einen Kinderwunsch, fühlen sich aber in High Heels wohler als in Gesundheitsschuhen. Beide fühlen sich jung genug für 20 Jahre jüngere Partner und nehmen es mit jedem 30-jährigen auf. Die heute sechzigjährigen sind erst 40 – zumindest gefühlt und unter Vernachlässigung von einigen mehr oder weniger schweren Zipperlein. Soviel zu einigen Klischees.

Doch wer ist dann alt? Alle die, die in Rente sind, die ihr aktives Arbeitsleben beendet haben? Dann sind Frührentner alt und viele siebzigjährige Politiker, Unternehmer oder Freiberufler nicht? Und wie ist es mit denen, die die 80 schon überschritten haben? Selbst in dieser Altersgruppe gibt es immer noch zahlreiche Zeitgenossen, die sauer reagieren, wenn man sie als alt bezeichnet.

Ja, wer ist dann alt? Die zwanzig- und dreißigjährigen, die das Hinterteil nicht hoch bekommen, die mit hängenden Schultern so dahin schlurfen, dass man sich wundert, dass sie ohne Gehhilfe überhaupt noch auskommen?

Es ist wirklich nicht so einfach zu definieren, wer nun alt ist. Mir geht die Frage seit gestern nicht aus dem Kopf. Da las ich davon, dass heute der „Tag der älteren Generation“ ist. Wikipedia verrät, dass dieser Tag 1968 durch die Kasseler Lebensabendbewegung (LAB) ins Leben gerufen wurde. Seitdem wird an jedem ersten Mittwoch im April durch Aktionen und Veröffentlichungen auf die Rolle der Senioren in der Gesellschaft aufmerksam gemacht.

Ich  hoffe, dass man nicht nur auf die Probleme der Alten – wer das nun auch immer sein mag – mit dem erhobenen Zeigefinger hinweist. Ich würde mir – vielleicht gehöre ich mit 63 ja schon zur Zielgruppe – vielmehr wünschen, dass man zeigt, was in „den Alten“ alles steckt. Ich finde, dass man viel zu wenig aufzeigt, was Menschen in fortgeschrittenem Alter alles leisten und leisten können. Ich finde auch, dass alte Menschen nicht ein Problem sind, aber in sehr vielen Fälle eine Lösung von Problemen sein können.

Alte Menschen haben vielfältige Erfahrungen, sind in Maßen durchaus belastbar und haben Zeit. Alte haben auch das, was man so gern Grundsicherung nennt – nämlich ihre Rente. Als das sind beste Voraussetzungen, noch viel für die Gesellschaft zu tun. Damit meine ich nicht, dass sie die idealen Ehrenämtler sind – das sind sie allerdings auch.

Ich meine damit, dass man Alte an vielen Stellen sehr gut gebrauchen kann – und das gegen vernünftige Entlohnung.
Und doch werden Alte leider viel zu häufig als Problem gesehen. Wie wäre es, wenn die Alten, wenn die Rentner mal für eine Woche alle Arbeit niederlegen würde? Dann wäre das Land in weiten Teilen unregierbar und auch in der Wirtschaft würde vieles nicht mehr laufen. Nur eines würde mich an einem Rentnerstreik stören: Den Alten würde schnell langweilig werden und das ist ungesund.

Gesund ist wie jeden Tag mein Frühstück. Man ist ja nicht mehr der Jüngste.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 04.04.2018

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