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Toulouse - Metropole der Lebensfreude

... ist mehr als einen Kurztripp wert

Die Stadt mit ihrer rot leuchtenden Backstein-Architektur am Garonne-Ufer wird von einem heiteren Ambiente beherrscht. In den belebten alten Stadtvierteln dienen historische Bauwerke als Kulisse für Flaniermeilen und Straßencafés.

Die von Arkaden mit Bistros und Restaurants gesäumte Place du Capitole ist ein Lieblingstreff der Toulouser, ebenso die Promenadenwege am Ufer der Garonne.

Die kulturelle Szene ist ebenso vielseitig wie die Gastronomie. Schon während der Renaissance blühte der Wohlstand und dieser Epoche werden nun zwei umfangreiche Ausstellungen gewidmet. Ein prächtiger Patrizierbau aus dieser Zeit ist der elegante Rahmen für eine großartige Kunstsammlung.

Toulouse ist eine Stadt der Begegnungen und der Lebensfreude, ob auf den Märkten, in den Sommerkneipen, bei Festivals oder beim unumgänglichen Rugby-Match. Hier gibt es nicht nur viel zu sehen, sondern auch sehr viel zu erleben. Dank neuer Low-Cost Flugverbindungen nach Frankfurt, Berlin und Hamburg ist die quirlige Garonne-Metropole das ideale Ziel für einen aufregenden City-Trip mit tollen Besichtigungen, Shopping und gastronomischen Freuden.
 
Kunst im Haus des Pastelprinzen

Dem im 16. Jahrhundert florierenden Handel mit Färberwaid verdankt Toulouse prächtige Patrizierbauten. Auch Pierre d'Assézat gelangte durch den Pastelhandel zu einem ungeheuren Wohlstand, den er 1555 mit dem Bau eines prächtigen Stadtpalais mit einem herrlichen Innenhof zu Schau stellte. Das Hôtel d'Assézat beherbergt in den schönen Mauern aus der Renaissance heute die bemerkenswerte Sammlung von Georges Bemberg. Der argentinische Mäzen mit deutschen Vorfahren überließ der Stadt Toulouse zahlreiche Werke berühmter Maler vom ausgehenden Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Sie sind in den authentischen Salons umgeben von historischem Mobiliar zu bewundern. Der erste Stock ist Künstlern des 20. Jahrhunderts gewidmet, darunter 35 Gemälde von Pierre Bonnard. Von April bis Oktober kann man sich nach dem Kunstgenuss mit Blick auf den Renaissance-Hof im Tee-Salon entspannen.
 
Renaissance, eine glanzvolle Epoche für Toulouse

Dieses Zeitalter des Umbruchs in Kunst, Handel und Gesellschaft bedeutete auch für Toulouse erheblichen Wandel in vielen Bereichen. Toulouse war Bistum, verfügte über ein eigenes Parlament und eine berühmte Universität. Der Handel blühte und brachte Wohlstand, die Gesellschaft erlebte eine soziale und politische Entwicklung. Dem Zeitalter der Renaissance wird in Toulouse mit zwei großen Ausstellungen Rechnung getragen. Das Kunstmuseum "Musée des Augustins" zeigt bis 24. September 2018 herausragende Werke aus den Bereichen Kunst und Architektur. Mit mehr als 130 Gemälden, Wandteppichen, Glasfenstern und Schmuck gibt die Ausstellung einen umfassenden Überblick über das künstlerische Schaffen während der Renaissance. In der Bibliothèque d'Etude et du Patrimoine (BEP) ist bis 16. Juni 2018 eine Sammlung von rund 40 Büchern, entstanden zwischen 1460 und 1535, mit Bilderhandschriften zu sehen. Sie verdeutlicht den Übergang von Handschriften mit Buchmalerei zu gedruckten Werken.
 
Tangopostale 2018

Zum 10. Mal wird Toulouse vom 29. Juni bis 8. Juli 2018 im Tango-Rhythmus vibrieren. Der Name des Festivals verweist auf die ersten Postflüge der Aéropostale von der Garonne nach Argentinien. Dem in Toulouse geborenen Tango-Sänger Carlos Cardel ist die Beliebtheit dieses Tanzes und der Musik bei den Einwohnern zu verdanken. Bälle, Konzerte und Kurse sind Teil des umfangreichen Programms, das unter anderen von Tango-Meistern wie Gustavo Rosas und Gisela Natoli, den Orchestern Tango-Spleen und Sexteto Milonguero bestritten wird. Während des Festivals zeigt der Fotograf Pedro Lombardo wie man Tango-Tänzer am schönsten fotografiert und Jean-Luc Thomas konferiert über das Phänomen Tango. Besonders beliebt sind die amüsanten "Tango-Balades", bei denen an verschiedenen Terminen tanzend die Stadt erkundet wird.
 
Stadtviertel Saint Etienne

Jedes Viertel von Toulouse wird von einer eigenen Atmosphäre geprägt. Sie zu erleben gehört mit zum Reiz jeder Stadterkundung. Er liegt in den historischen Gebäuden im Viertel Les Carmes. Im unumgänglichen Zentrum sind es das Rathaus Le Capitole und der gleichnamige Platz. Das Ambiente der Rue de la Colombette im Stadtteil Saint-Aubin wird gern mit dem Montmartre in Paris verglichen. Besonders attraktiv ist jedoch das Viertel Saint-Etienne nahe der Kathedrale die dem Stadtteil seinen Namen verlieh. Man flaniert zum Park Grand Rond, wo sich die Pétanque-Spieler treffen. In den Gassen reihen sich schöne Bürgerhäuser und Antiquitätenläden, Boutiquen und gemütliche kleine Restaurants. Es sind ideale Orte um die Bewohner von Toulouse kennen zu lernen. Stadtviertel wie diese gibt es noch viele, genug für mehrere Städtetrips.
 
Sommerkneipen an der Garonne

"Guinguettes" sind eine urfranzösische Einrichtung, die bereits vielen Malern als Motiv diente. Diese kleinen Kneipen liegen in Toulouse vorwiegend am Ufer der Garonne und sind nur im Sommer geöffnet. Es sind beliebte Ausflugsziele und perfekt um das heitere Leben "à la toulousaine" kennen zu lernen. Ab Juli trifft man sich gern auf der schwimmenden "Guinguette" am Quai Tounis zum Mittag- oder Abendessen. Am Quai de la Daurade ist in der Kneipe "Pêcheurs de Sable" Gelegenheit lokale Produkte bei einem Brunch oder abends mit Musikbegleitung zu genießen. In diesem beliebten Familientreff werden auch vegane Gerichte serviert.

Von Juni bis September schlecken Gäste aller Generationen gern ihr Eis in der Guinguette "A m’en donné" im Garten Raymond VI.  Sie befindet sich neben dem Museum für zeitgenössische Kunst, Les Abattoirs, und bietet einen schönen Blick auf die Garonne. Sonntag nachmittags wird hier getanzt. Sehr stilvoll ist der im Sommer für alle Gäste zugängliche Innenhof im 5-Sterne-Hotel La Cour des Consuls Hotel & Spa Mgallery in der Stadtmitte. Barkeeper mixen sommerliche Cocktails, außerdem werden Unterhaltungsveranstaltungen und Weinproben geboten.
 
Bild: Rue des Arts © Didier Descouens

 


Veröffentlicht am: 05.04.2018

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