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Morgengruß von Helmut Harff: Mehr Kinder

… aber nicht überall

Sie haben es sicherlich auch gehört: In Deutschland werden mehr Kinder geboren. Wie das Statistische Bundesamt ermittelte, wurden 2016 792.131 Kinder geboren. Das sind 54.556 Babys oder sieben Prozent mehr als im Vorjahr.

Das ist sicherlich eine schöne Nachricht, wenn da aber nicht gleich mehrere "Aber" folgen würden. Denn in der Meldung heißt es, dass daran vor allem Migrantinnen „schuld“ sind. Ohne Sie läge die Zahl deutlich niedriger. Ein weiteres „Aber“ bezieht sich darauf, dass die Geburtenrate auf dem Land höher sein soll, als in als teuer eingestuften Städten. Dem gegenüber heißt es aber auch, dass in den westdeutschen Flächenländern und in den Stadtstaaten die Zahl der Babys durchschnittlich um acht Prozent, in den ostdeutschen Ländern nur um vier Prozent gestiegen ist.

Doch warum ist das so? Da haben Politiker und sogenannte Experten schnell Erklärungen parat. Frauen in Städten bekommen weniger Kinder, weil dort die Wohnungen teuer, die Wohnquartiere kinderfeindlich und die Kinderbetreuungsangebote schlecht seien.

Das mag ja alles sein, doch sind die Mieten im Osten höher als im Westen, die Wohnquartiere so viel kinderfeindlicher und die Betreuungsangebote in der Ex-DDR so viel schlechter als in Deutschland-West? Das wage ich zu bezweifeln. Sind die Migrantinnen finanziell deutlich besser dran, als die deutsche Frauen?

Und wie ist das international? Die meisten Kinder in Europa werden in Frankreich geboren. Auch die Frauen in Lettland, Litauen und Rumänien – um nur einige zu nennen – bekommen mehr Kinder als Frauen hierzulande. Sicherlich will niemand behaupten, dass die Bedingungen für Mütter, für Eltern und Familien dort so viel besser sind als in Deutschland. Geld bewirkt viel, doch schwanger macht es nicht.

Ich glaube, der Grund, weshalb Frauen in Städten und im Osten so wenige Kinder bekommen, sind die Frauen. Ja wer sonst, lautet die sehr berechtigte Frage. Aber, ich meine nicht alle Frauen, sondern die, die ihre Chancen im Leben suchen. Die findet man nur unzureichend auf dem Land und auch zu wenig im Osten. Das heißt, dass es viele Frauen in die Städte zieht. Es zieht sie vor allem in die Städte, die gute Chancen für einen guten Job, für Karriere bieten. Das sind nun mal die teuren Städte. Heißt, Frauen, die gut verdienen, bekommen weniger Kinder, als die, die der Heimat nicht den Rücken kehren.

Gegen meine Theorie spricht auf den ersten Blick, dass vor allem die Kinderbetreuung auf dem Land sicherlich nicht besser als in der Stadt ist. Es gehört schon eine Portion Glück dazu, dass es einen Kindergarten oder eine Schule in der Nähe gibt. Ohne Auto geht da kaum was. Das spräche gegen einen Kinderboom auf dem Land. Meine Beobachtung auf dem Land im Osten ist, dass viele junge Mütter länger zuhause bleiben und auch die Zusammenarbeit der Generationen noch besser funktioniert.

Vor diesem Hintergrund glaube ich nicht, dass man deutlich mehr Geburten verzeichnen könnte, wenn man mehr bezahlbare Wohnungen (was ist bezahlbar?) baut, eine wirksame Mietpreisbremse installiert oder eine Kindergrundsicherung zahlt, wie das Politikerinnen fordern. Ich glaube ohnehin nicht daran, dass die Politik eine Frau heute dazu bewegen kann überhaupt ein Kind oder weitere zu bekommen. Das ist nun mal die Entscheidung der Frau. Na, vielleicht sollte man auch die potentiellen Väter nicht ganz außen vor lassen.

Ich frühstücke jetzt erst einmal. Nein, Vaterfreuden sind nun wirklich kein Thema für mich.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Genießen Sie das Liebesleben!

 


Veröffentlicht am: 05.04.2018

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