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Das Gewicht der Freiheit

Ein Rückblick eines Schweizers auf sein Leben

Snowboard-Star, Abstecher nach Hollywood, gefragtes Model, Internet-Unternehmer, Party-Veranstalter, Musikproduzent: Florian Burkhardt reihte rauschhaft Episoden aneinander, bis der jähe Absturz kam. Schwere Angststörungen zwangen zu einer Vollbremsung seines Lebens auf der Überholspur. In dem autobiografischen Roman „Das Gewicht der Freiheit“ stellt er sich als schillernder und zugleich verletzlicher Protagonist vor.

1974 in der Schweiz geboren und in einem überbehüteten Elternhaus aufgewachsen, drängt es Florian Burkhardt mit Anfang 20 in die Welt. Der Roman atmet von der ersten Seite an den ruhelosen Puls eines Helden, der wild entschlossen ist, der Enge seiner Herkunft zu entfliehen. Burkhardt lässt die Leser an dieser Abenteuerlust teilhaben. Sie sind dabei, wenn er in Los Angeles attraktive Filmrollen an Land zieht, ohne die geringste Erfahrung als Schauspieler zu haben. Sie begleiten ihn ebenso, wenn die Laufstege von Paris, Mailand und Tokio nach ihm rufen.

Sein attraktives Äußeres öffnet ihm immer wieder Türen. Weil er den in den 90er Jahren angesagten Heroin-Chic perfekt verkörpert, wird er mit Aufträgen überhäuft. Doch die Routinen der Hochglanzwelt langweilen ihn schnell. Freiheit und der Kick des Neuen, das sind die Triebkräfte des jungen Schweizers. In den ersten Kapiteln schält sich eine Persönlichkeit heraus, die stets nah am Größenwahn segelt. Doch das elektrisierte Dasein hinterlässt zusehends Spuren. Im Jahr 2001, mittlerweile zurück in der Schweiz und im Internet-Business unterwegs, geht sein Körper mit Panikattacken in den Generalstreik. Therapien und Psychopharmaka werden von nun an Burkhardts ständige Begleiter.

Ein weiterer wichtiger Strang auf den rund 190 Seiten des Buches: das Verhältnis zu Männern. Diverse Gönner und Anbeter kreuzen seine Bahn, doch das Ausleben seiner Homosexualität gelingt ihm nicht in der großen weiten Welt, sondern ausgerechnet auf heimischem Boden. Mit seinem Partner Jonas lebt er eine Zeit lang auf einem Schweizer Bauernhof, bis die Beziehung in die Brüche geht.



Der preisgekrönte Dokumentarfilm „Electroboy“ des Regisseurs Marcel Gisler porträtierte im Jahr 2014 das umtriebige Leben des Kosmopoliten aus der Schweiz. In „Das Gewicht der Freiheit“ gewährt Florian Burkhardt nach „Das Kind meiner Mutter“ nun auf literarische Weise weitere tiefe Einblicke in seine Identitätssuche.

Das Gewicht der Freiheit
Autor: Florian Burkhardt
Wörterseh Verlag 
ISBN: 978-3-03763-089-1

 


Veröffentlicht am: 06.04.2018

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