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Der Tintenfisch

... vom klassischen Meeresmonster zur gesunden Delikatesse

Solange es Menschen gibt, gibt es Ungeheuer. Denn in diesen Wesen nehmen unsere Ängste im Wortsinn Gestalt an. Auslöser menschlicher Ängste ist vielfach Unbekanntes, sind Dinge oder Umgebungen, die einem nicht geheuer(!) sind.

Wen kann es da verwundern, dass Erzähler und Literaten von jeher in einem dem Menschen bis heute noch nicht vollständig zugänglichen Lebensraum, den Tiefen des Meeres, Fabelwesen und Ungeheuer ansiedelten. Manche dieser „Ungeheuer“ dürften allerdings auch dem Bedürfnis entsprungen sein, die Erlebnisse von Fischern oder Seefahrern durch Ausschmücken sensationeller zu gestalten. „Monster“ verkauften sich schließlich schon immer gut.

Zu den bekanntesten See-„Ungeheuern“ zählt der Tintenfisch. Durch Geschichten und Sagen geistert er als „Riesenkrake“, als „Polyp“ mit meterlangen Fangarmen, die Seeleute sowie ganze Schiffe umschlingen und in die Tiefe reißen können. Vermutlich gibt es die Vorstellung von dem vielarmigen Meeresmonster bereits, seitdem Menschen zur See zu fahren. Schon der Urvater der Sage vom Trojanischen Krieg, der griechische Dichter Homer, ließ im siebten Jahrhundert vor Christus seinen Helden Odysseus während seiner Irrfahrten auf dem Weg in die Heimat auf Skylla und Charybdis treffen, zwei Ungeheuer, die in einer Meerenge nur darauf warteten, Seeleute zu verschlingen. Dabei wird Skylla ebenfalls als ein Wesen mit Fangarmen beschrieben, das Odysseus sechs seiner Gefährten entriss. Der Sage zufolge steckte der Hinterleib dieses Wesens in einem Felsen und nur seine Fangarme, in diesem Fall mit Köpfen versehen, peitschten durch das Wasser. Das erinnert an die zur Familie der Tintenfische gehörenden Kraken, die mit ihrem Körper ebenfalls häufig in Spalten stecken und mit ihren vier Armpaaren das sie umgebende Wasser nach Nahrung durchsuchen.

Bis heute wird mit „Skylla und Charybdis“, zwischen denen der gerissene Erfinder des Trojanischen Pferds hindurchzusegeln hatte, übrigens ein klassisches Dilemma umschrieben, wenn man zwischen zwei Übeln, die man am liebsten vermeiden würde, wählen muss.

Das Bild von den vielarmigen Meeresungeheuern taucht in Sagen, Mythen und Erzählungen immer wieder auf. So berichtet etwa der schwedische Bischof Olaus Magnus im 17. Jahrhundert von Schilderungen skandinavischer Fischer, die auf große krakenartige Wesen getroffen sein sollen. Auch in den Beschreibungen von Naturforschern aus jener Zeit tauchen immer wieder Lebewesen ähnlicher Gestalt auf. Allerdings erreichen diese Tiere darin Größen, die heutigen Wissenschaftlern unrealistisch erscheinen.

Ebenfalls in Form eines aggressiven Monsters aus der Tiefe lässt der visionäre französische Schriftsteller Jules Verne in seinem Roman „20.000 Meilen unter dem Meer“ die Besatzung des Tauchboots „Nautilus“ Bekanntschaft mit einem Mitglied der Familie der Tintenfische machen: Sie müssen mit einem Riesenkraken kämpfen. In diesem Fall haben sich die U-Boot-Fahrer mit Äxten des kräftemäßig weit überlegenen Tiefseemonsters und seiner acht Arme zu erwehren, mit denen der Krake die „Nautilus“ ergriffen hat. In der spannenden Schilderung Jules Vernes von dem Kampf wendet sich das Blatt erst zugunsten der U-Boot-Besatzung, als deren trickreicher und technisch versierter Kapitän Nemo auf die Idee kommt, den Angreifer mit Elektroschocks abzuwehren.

Es muss wohl an dem fremdartigen Aussehen der Weichtiere und ihrem bis heute nicht gänzlich erforschten Lebensraum liegen, dass die Wesen aus der Gattung der Tintenfische, die eigentlich gar keine Fische sind, sondern zu den sogenannten Kopffüßlern gehören, zu Archetypen der Meeresungeheuer wurden. Heute weiß man von Kraken und Kalmaren stattdessen, dass sie nicht blutrünstige Monster, sondern sehr intelligente Lebewesen mit einem komplexen Sozialverhalten sind und zudem regelrecht clever sowie lernfähig. Denn sie sind beispielsweise in der Lage, den Schraubverschluss von Gläsern zu öffnen, um an darin befindliches Futter zu gelangen.

Inzwischen gehören die wohlschmeckenden Tintenfische zudem zu den beliebtesten „Meeresfrüchten“. Gesund sind sie obendrein: Das Fleisch von Kalmar, Oktopus oder Sepia ist sehr fettarm, enthält nur wenige Kalorien, dafür aber viel hochwertiges Eiweiß. Darüber hinaus liefert es Jod für die Schilddrüse, Vitamin B 12 zur Stärkung der Nerven sowie Vitamin E gegen Zellalterung und sogar Krebs. Was könnte also besser zu einer ausgewogenen Diät-Strategie mit einer hochwertigen Vitalkost wie Almased passen, als sich hin und wieder etwas „See-Ungeheuer“ zu gönnen?

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 09.04.2018

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