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Morgengruß von Helmut Harff: Es reicht

Mir kommt der kalte Kaffee hoch

Manchmal kann ich wirklich alle verstehen, die auf die Europäische Union stinksauer sind, die meinen, die EU geht in vielen Fällen deutlich zu weit. Der Ansicht bin ich wieder einmal auf´s Neue.

Warum? Weil die Eurokraten mir mal wieder vorschreiben, was ich zu essen habe. Ab heute gilt die sogenannte neue EU-Regel zur Eindämmung des als krebserregend geltenden Stoffes Acrylamid. Das heißt beispielsweise, dass ein übermäßiges Frittieren von Pommes frites – was ist übermäßig? - zu vermeiden ist. Brot ist möglichst hell zu backen.

Hallo, bekommen wir jetzt nur noch pappige Pommes und Brot ohne knackige Kruste? Ich will das nicht, ich will essen, was mir schmeckt. Und, wenn knusprige  Pommes und scharf gebackenes Brot so schlimm wie behauptet sind, warum steigt dann Jahr für Jahr unsere Lebenserwartung? Weil wir alle so ungesund leben? Verdanken wir unser langes Leben den EU-Göttern?

Wer nun sagt, dass er keine Pommes von der Imbissbude isst und scharf gebackenes Brot ohnehin nicht mag, dem sei gesagt, dass sicher auch Pizzen oder Brötchen nicht mehr sehr scharf gebacken werden dürfen. Doch damit nicht genug, denn auch im Kaffee finden Wissenschaftler in nennenswerten Mengen Acrylamid. Es ist angesichts der Regulierungswut der EU zu befürchten, dass wohl auch bald geröstete Kaffeebohnen verboten werden.

Hier ein Zitat, gefunden auf Wikipedia: "Es ist möglich, die Acrylamidbildung durch eine Änderung von Rezepturen und Herstellungsverfahren zu reduzieren. In vielen Fällen kann bereits eine Absenkung der Höchsttemperatur beim Backen um 10–20 °C oder der Austausch von oder Verzicht auf einzelne Zutaten die Bildung von Acrylamid verringern. So hat das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit einen hohen Anteil an Mandeln und vor allem das Backtriebmittel Ammoniumhydrogencarbonat (früher: Ammoniumbicarbonat, auch: Hirschhornsalz) als Hauptquelle bei Lebkuchen ausgemacht. Nach Weglassen der Mandeln und Verwendung von Natron (Natriumhydrogencarbonat, früher: Natriumbicarbonat) in der Kombination mit Dinatriumdihydrogendiphosphat und Dicalciumphosphat als Triebmittel fiel der Acrylamidgehalt auf ein Zehntel des vorherigen Werts. Allerdings können sich diese Maßnahmen (zum Teil in erheblichem Maße) nachteilig auf das Aroma und die Konsistenz auswirken". Der letzte Satz sagt wohl alles.

Und dann sind da noch die unbelehrbaren Verbraucher, vor allem wir Griller. Ich befürchte, dass man in der EU schon an einer Grillverordnung bastelt. Die schreibt uns dann vor, bei welcher Temperatur wir was zu grillen haben. Dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis es auch nur noch Grillgeräte, Friteusen, Brotbackautomaten und Backröhren gibt, die nur noch mit niedrigen Temperaturen arbeiten können. Mal sehen, ob auf der diesjährigen IFA in Berlin erste Hersteller Geräte präsentieren, bei deren Gebrauch der Acrylamid-Gehalt der frittierten oder gebackenen Lebensmittel nicht ansteigt.

Hallo Eurokraten, wenn Ihr so um unsere Gesundheit bemüht seit, warum gibt es in Euren Kantinen nicht nur noch sehr gesundes Zeug, wieso herrscht für EU-Beamte, dort tätige Politiker und Lobbyisten nicht ein striktes Alkohol- und Rauchverbot, wieso verbietet Ihr Euch nicht gleich auch den Kaffee, wieso verbietet Ihr Euch nicht stressige Partys bis in die Morgenstunden? Wieso entlasst Ihr nicht gleich alle, die dagegen verstoßen? Wasser predigen und Wein trinken – das war schon häufiger Auslöser für Reformen, aber auch Revolutionen.

Ich frage mich auch, warum wir uns das von der EU gefallen lassen und solchen Schwachsinn auch noch mit unseren Steuern finanzieren. Ich hoffe auf das deutsche Bäckerhandwerk. Hier muss auch vom Handwerk und der Industrie ein Stoppzeichen gesetzt werden.

Ich frühstücke jetzt erst einmal – mit Kaffee und wundervoll knusprigen Brötchen.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Lassen Sie sich nicht jeden Unsinn gefallen.

 


Veröffentlicht am: 11.04.2018

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