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26.05.2018

 

 

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Frankreich entdecken: Mâcon

Unterwegs in der Region Burgund-Franche-Comté

Die französische Region Burgund-Franche-Comté ist berühmt für ihr Kulturerbe. Vézelay, Cluny, Arc-et-Senans,…  sind klingende Namen. Neun Stätten gehören zum UNESCO-Welterbe.

Doch da gibt es noch so viele Schlösser, Festungen, Städte, Dörfer, die Aufmerksamkeit verdienen. Wir möchten Ihnen jeweils einmal im Monat einen besonders interessanten und vielleicht weniger bekannten Ort vorstellen.

Mâcon - das Tor zum südlichen Frankreich

Die Gründung des antiken Mastico (Civitas Masticonensis) geht auf das zweite Jahrhundert v.Chr. zurück. Schon bald entwickelte sich die Stadt zu einem Verkehrsknotenpunkt. Am Grenzverlauf zwischen dem Königreich Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nationen gelegen, prosperierte Mâcon dank den eingeführten Zollsteuern. Im Jahr 1790 wurde Mâcon Hauptort des Departments Saône-et-Loire und erlebte die Geburt eines seiner berühmtesten Kinder: Alphonse de Lamartine. Als Zentrum der Résistance während des Zweiten Weltkriegs war Mâcon die erste Stadt in der freien Zone zwischen Paris und Lyon.

Der städtebauliche und architektonische Reichtum von Mâcon zeugt von einer von Begegnungen reichen Geschichte. Die Stadt Mâcon lädt Sie ein zu einem Besuch ihrer Museen und ihrer historischen und archäologischen Stätten.
Deutsche Touristen kommen auf der Autobahn A6 unumgänglich an dieser kleinen, etwa 33.000 Einwohner zählenden Stadt, 60 Kilometer nördlich von Lyon vorbei. Ein Zwischenstopp lohnt allemal.

Das Gebiet ist für ihren Weinbau berühmt und mit den „Roches“ von Solutré und Vergisson hat es zwei markante, emblematische Felsen. Der keltische Stamm der Häduer gründete Mâcon im 3. Jahrhundert vor Christus an einer Furt der Saône.
 
Frisch vom Land

Die Schnecke ist zweifellos ein Symbol der Region. Man findet sie überall: versteinert in den Felsen, in Stein gehauen als Schmuck auf den Kapitellen romanischer Meisterwerke oder als Schokoladendessert. Sie wird in traditioneller Zubereitung stets als Vorspeise oder als Beilage zu originelleren Gerichten empfohlen.

Sie können natürlich auch die Andouillette mâconnaise (in Weißwein gekochte Kuttelwurst), den Salade bressane (warmer Salat mit Geflügelleber, Speckwürfel, Mais und Tomate), Aufschnitt, Grattons (gebratene Speckwürfel) oder die Œufs en meurette (in Burgundersauce mit Perlzwiebeln, Speck, Butter, Mehl und Kalbsfond pochierte Eier auf Toast ) probieren.
 
Fischgerichte: Die an Wasserläufen reiche Region von Mâcon besitzt eine große Vielfalt von Fischen (Schleien, Karpfen, Hechte, Zandern, Barsche, Aale, Forellen, Krebse und nicht zu vergessen den Wels !) Die Burgunder bereiten sie auf verschiedene Art zu: in Meurette-Sauce, à la Morvandelle (Weißweinsauce mit Schalotten, geriebenem Gruyère und Crème fraîche), à la Bourguignonne (in Burgundersauce) und à la Mâconnaise (in Weißweinsauce). Was die kleinen Frittüren betrifft, so sind diese eine der bekanntesten Spezialitäten des Tals der Saône.

Fleisch und Geflügel: Das Burgund ist eine Region für die Zucht von Geflügel erstklassiger Qualität, die unter natürlichsten Bedingungen stattfindet. Das Bressehuhn ist das einzige Geflügel der Welt, das ein AOC-Prädikat (kontrollierte Herkunftsbezeichnung) besitzt.

Die Charolais-Rinderrasse gibt ein besonders zartes Fleisch von lebhaftem, glänzendem Tiefrot mit feindurchzogenem, leichtem Fett (man sagt hier mit Petersilie durchwachsen), einem Zeichen der sämigen Konsistenz. Das nicht weniger berühmte „Charolais-Schaf“ ist auch von hoher Qualität.
 
Käsesorten. Die Region Saône-et-Loire belegt den ersten Platz in der Produktion von Ziegenkäse von Bauernhöfen des Burgund. Aus Rohmilch hergestellt, wie der berühmte Charolais-Ziegenkäse, ist der AOC-Ziegenkäse „Fromage de Chèvre Mâconnais“ (oder „Chevroton de Mâcon“) ein Produkt des Terroir, das ihm, wie auch dem Wein, seinen besonderen Geschmack verleiht. Hier findet man auch als Ergänzung die kleinen Ziegenkäse, die „Boutons de culotte“ (Hosenknöpfe) genannt werden.

Desserts: Das Waffelgebäck, die „Gaufrettes mâconnaises“, wird ausschließlich in Mâcon hergestellt. Diese knusprigen, gerollten Waffeln besitzen ein zartes Aroma von Karamell, Zitrone und Vanille. Schon seit vielen Jahrhunderten sind sie in der Region von Mâcon äußerste beliebt! Der „Bouchon Mâconnais“ (mit Marc de Bourgogne gefüllte Schokolade) oder „L’Idéal Mâconnais“ (Rahmbaiser mit Mandeln, zerstoßener Krokant und Buttercreme) werden zum Abschluss Ihren Gaumen verwöhnen.

Von den Römern bis zur Gegenwart



Auch in gallo-römischen Zeiten hatte der Ort eine große Bedeutung. Davon zeugen Gegenstände, die im ehemaligen Ursulinerinnen-Kloster ausgestellt sind. Das aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts stammende Gebäude ist seit 1968 ein sehr attraktives Provinzmuseum. Neben archäologischen Fundstücken werden Erinnerungen an den bekannten Dichter und Politiker Alphonse de Lamartine (1790-1869) gezeigt, und es gibt eine beeindruckende Abteilung für schöne Künste mit Werken vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Insgesamt stellen die Museen 30.000 Werke und Gegenstände aus.
Das Empfangspersonal spricht auch Deutsch. Für die Besichtigung stehen Broschüren in Englisch und ein Überblick auf Deutsch zur Verfügung.

Pont Saint-Laurent

Schon vor dem Bestehen der Stadt Mâcon führte eine Furt durch die Saône. Die römischen Legionen bauten dann während der Eroberung Galliens eine Holzbrücke. Erst im 11. Jahrhundert wurde eine steinerne Brücke errichtet. Sie hatte nur sechs Bögen und wurde im Jahr 1221 befestigt. Bis 1550 fanden weitere große Umbauten statt. Die Verlängerung der Brücke scheint aus dieser Zeit zu stammen, obgleich die genaue Zahl der Brückenbögen im 16. Jahrhundert nicht bekannt ist.

Während der Religionskriege erlebte die Brücke tragische Stunden. Guillaume de Saint Point, der Gouverneur von Mâcon, trieb hugenottischen Gefangenen in die Saône.

Die Saint-Laurent-Brücke ist eine der wenigen Brücken der Region, die nicht während des zweiten Weltkriegs zerstört wurden. Seither hat die Saint-Laurent-Brücke ihr Äußeres nicht verändert. Heute verleihen ihrjedoch zwölf Brückenbögen Stabilität.

Eglise Saint-Pierre

Im 19. Jahrhunderts wollte die Stadt eine neue Kirche errichten. So wurde nach den Plänen Berthier, einem Schüler des französischen Architekten Viollet le Duc, in den Sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts in dem Viertel, in dem sich das Rathaus befindet, die Sankt-Peter-Kirche, église Saint-Pierre gebaut. Das Gebäude in romanischem Stil weist eine dreistöckige Fassade auf. Durch drei überhöhte Rundbogen-Portale mit Nymphen und Friesen (die in allen Arkaden, Mauer-, Wand- und Fensteröffnungen wieder) des Bauwerks prägend wiederkehren hat der Besucher Zutritt ins Innere. Von zwei Glockentürmen von seltener Eleganz und mit steinemen Spitzen gekrönt bildet die Kirche ein bemerkenswertes Ganzes. Im Kircheninnenraum: -viele Kapellen Fresken, Kommunionstafel, Hauptaltar, fünfgliedrige Predigerkanzel mit zwei Treppen, Rosette, Orgeln. Drei Werke sind als „historisches Denkmal“ eingestuft.

Fotos: Alain DOIRE / Bourgogne-Franche-Comté Tourisme

 


Veröffentlicht am: 14.04.2018

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