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26.05.2018

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Sünder oder Genießer

Was brauchen wir wirklich

Unsere Umwelt ist in Gefahr, so heißt es überall. Schuld daran sind wahlweise Dieselautos oder die Landwirtschaft. Wir verbrauchen noch immer viel zu viel Strom, gehen mit unseren Ressourcen alles andere als schonend um. So nur ganz wenige Vorwürfe, die uns von der Politik, aber noch viel mehr von Gutmenschen – die sich gern entsprechend in Szene setzen – gemacht werden.

Doch damit nicht genug, wirft man uns vor, dass wir uns ungesund ernähren, dass uns die Tiere, die wir essen egal sind, dass wir für Lebensmittel zu wenig Geld ausgeben. Man wirft uns auch den Massentourismus vor. Was wirft man uns eigentlich nicht von Politik, Experten, Gutmenschen und sonstigen Lobbyisten vor? Ich jedenfalls habe davon die Nase voll.

Wer will, wer kann auf das Auto wirklich verzichten? Wer kann seinen Energieverbrauch mal so um die Hälfte reduzieren, wer ist in der Lage, nur noch „gut“ erzeugte Lebensmittel zu kaufen, wer kann und will auf bezahlbaren Urlaub verzichten? Ich kenne niemand, der auf all die Fragen mit einem ehrlichen ja antworten kann.

Und doch, auch ich habe Fragen zu unserem Verhalten. Brauchen wir alle so große Autos, wie man sie überall im Straßenverkehr sieht? Müssen wir alle paar Jahre neue Autos, aber auch neue Haushaltsgeräte oder Wohnungseinrichtungen haben? Müssen wir drei oder viermal im Jahr in den Urlaub fahren? Müssen wir sündhaft teure Fahrräder haben? Müssen wir Fastfood kaufen, müssen wir so viele Fertigprodukte kaufen?

Ich glaube, dass wir ohne auf irgendeine Annehmlichkeit verzichten zu müssen, auf diese Fragen alle mit nein antworten könnten. Die meisten brauchen an den meisten Tagen im Jahr nur einen Kleinwagen. Wird doch mal ein größeres Modell gebraucht, kann man das ja leihen. Das schont auch den eigenen Geldbeutel. Gleiches gilt für das Fahrrad. Wer braucht ein Carbonrad, eines mit 24-Gangschaltung und Fahrradcomputer? Kaum jemand. Auch hier kann man schon beim Kauf Geld sparen und die Umwelt schonen.

Ja und der Urlaub: Nur wer gefühlt ständig im Urlaub ist, ist ganz vorn dabei. Dabei weiß man doch, dass die Erholung nicht nach Stunden, sondern erst nach Tagen am Urlaubsort beginnt. Es ist also viel sinnvoller, einmal, maximal zweimal jährlich in den Urlaub zu fahren, als immer wieder auf ein verlängertes Wochenende. Auch das schont die Umwelt und den Geldbeutel. Der Erholungseffekt ist auch noch deutlich größer.

Und wie ist das mit den Lebensmitteln? Nein, niemand kann sich ständig ein Kilo Fleisch für  20 und mehr Euro leisten oder eine Bockwurst für 2 Euro. Aber man kann bewusster einkaufen, sich selber an den Herd stellen, eher saisonal genießen. Man sollte ohnehin mehr den Genuss in den Vordergrund stellen. Das hat viele Vorteile nicht zuletzt den, dass es einem besser geht, als wenn man wahllos irgendwas in sich hineinstopft.

Doch geht es um den Schutz unsere Umwelt, so können wir noch mehr machen. Wozu brauchen wir in unseren Gärten, aber auch für unsere Blumen in den eigenen vier Wänden oder im Büro irgendeine chemische Keule? Wozu ist ein Golfrasen im Vor- oder Kleingarten gut? Müssen wir auch hier den völlig unsinnigen Wettbewerb mit unseren Nachbarn gewinnen?

Haben wir wirklich so wenig Selbstbewusstsein, dass wir nur dann wer sind, wenn wir ein zu großes Auto, ein zu teures Fahrrad fahren, wenn wir im ständigen Urlaubsstress leben, wenn wir entweder Fastfood oder Bio essen? Sollten wir uns nicht eher darauf konzentrieren, das Leben, unser Leben zu genießen? Das macht nicht nur unser Leben einfacher, das ist auch ein sehr angenehmer Beitrag zum Schutz der Umwelt und für eine insgesamt freundlichere Welt.

Ich frühstücke jetzt erst einmal voller Genuss.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 17.04.2018

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