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26.05.2018

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Von den Bayern lernen

… heißt mehr als siegen lernen

Den Bayern mit einem aus der DDR-Mottenkiste gezauberten Spruch zum Sieg im DFB-Halbfinalspiel zu gratulieren, zeigt, wie sich die Zeiten geändert haben. Heute heißt es „Von den Bayern lernen, heißt siegen lernen“. Im Arbeiter-und Bauern-Staat las man überall „Von der Sowjetunion lernen, heißt siegen lernen“. Nur gut, dass wir das im Osten so wenig beherzigt haben.

Doch zurück zu den Bayern. Also eigentlich geht es nicht um die Bayern, sondern um die Millionentruppe des 1. FC-Bayern München. Nicht jeder mag die Elf des alten und neuen Deutschen Fußballmeisters. Gestern zeigte er im Pokalspiel gegen Bayer Leverkusen, was den Klassenunterschied zwischen ihnen und allen anderen Mannschaften in Deutschland ausmacht. Es ist der unbedingte Siegeswille.

Den zeigten sie nicht nur gestern beim 6:2-Sieg gegen die Bayer-Elf. Eigentlich glaubte wohl selbst bei Bayer Leverkusen kaum jemand daran, dass die Münchener nicht als Sieger vom Platz gehen würden. Ja, die Leverkusener bemühten sich, hatten ihre Chancen, schossen sogar zwei Tore. Doch mal ehrlich, die hätten sogar zehn Tore schießen können, die Truppe von Jupp Heynckes hätten ganz sicher zwei oder drei Tore mehr geschossen.

Und das ist es, was wir vom 1. FC Bayern München lernen können – den unbedingten Siegeswillen. Nimmt man nur das gestrige Spiel, so verlassen sich die Bayern-Kicker eben nicht auf einen Vorsprung, nicht einmal auf einen ziemlich klaren. Man will absolut klare Fronten, man will so hoch wie nur möglich gewinnen, man bastelt in jeder Minute am Mythos der Bayern, der da lautet, dass man immer der absolut Beste ist, dass man so gut wie unschlagbar ist.

So ein Wille ist es, was mich begeistert. Das ist etwas, was wohl den allermeisten abgeht, was aber eben wirkliche Siegertypen auszeichnet. Das ist nicht nur im Fußball, im Sport überhaupt so. Das ist überall im Leben so. Wenn das dann noch im fairen Umgang mit dem Gegenüber funktioniert, dann umso besser.

Doch wie machen die Bayern das, was kann man von ihnen lernen? Darüber wird viel spekuliert und auch mir bleibt nicht viel mehr übrig. Wüsste ich es, würde ich der führende Journalist des Landes sein und keiner käme an genussmaenner.de vorbei. Es ist kein Geheimnis, das dem nicht so ist. Zum einen verfüge ich in meinem Job nicht über solche Talente wie die Bayern-Kicker in ihrem Metier. Zum anderen habe ich auch nicht die Mittel, mir eine absolute Top-Mannschaft einzukaufen.

Doch selbst wenn beides der Fall wäre, wäre es zweifelhaft, ob ich ein solches Standing in der Presselandschaft hätte, wie die Bayern im Fußball. Das sieht man am gestrigen Pokalgegner aber auch an Mannschaften wie RB Leipzig. Was die Bayern vor allem auszeichnet wird zumeist etwas hilflos mit dem Spirit, dem Geist, der in der Mannschaft herrscht, umschrieben. Doch was ist es, was man so umschreibt? Wie gelingt es, aus immer wieder neu zur Mannschaft stoßenden Super-Fußballern ein Team zu formen, das unbedingt siegen will?

Ist es das Geld, was die Kicker verdienen? Das glaube ich nicht. Dann müsste man ja nur jedem Bayern-Gegner eine Millionen-Siegerprämie in Aussicht stellen und schon würden die Münchener in der dritten Liga spielen. Geld ist nicht immer die Triebfeder, als Sieger, als absoluter, unangreifbarer Sieger vom Platz gehen zu wollen. Ist des doch der Geist, der an der Säbener Straße – dem Hauptquartier der Bayern – herrschen soll? Wenn ich es doch nur wüsste.

Eines ist sicher, am Frühstück kann es weder bei mir noch bei den Bayern liegen.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 18.04.2018

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