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Aufgespießt: Buch und Bier - das lob ich mir

Gedanken zum 23. April

(Helmut Harff / Chefredakteur) Der 23. April ist gleich zweifach ein vor allem für Männer überaus wichtiger Tag. Es ist der Internationale Tag des Buches und der Tag des Deutschen Bieres. Ich möchte jetzt nicht darüber spekulieren, welcher Tag der wichtigere ist, welcher Männer mehr beschäftigt.

Allerdings frage ich mich, ob von der UNESCO mit der 1996 erfolgten Ausrufung des Welttages des Buches auf den zwei Jahre zuvor vom Deutschen Brauerbund ins Leben gerufene Tag des Deutschen Bieres reagiert wurde. Ich weiß es nicht, hoffe aber, es geschah nicht aus einer Bierlaune heraus.

Fakt ist, dass es hierzulande etwas mehr als 1.400 Brauereien gibt. Dagegen steht die Zahl von rund 3.000 Buchverlagen in Deutschland. Daraus nun zu schlussfolgern, dass wir eher ein Land der Leser sind, halte ich doch für übertrieben. Ich bin nämlich ganz sicher, dass wir Deutschen - Männer sicherlich mehr als Frauen - eher zum Bier als zum Buch greifen. Das ist auch erklärlich. Ein Bier auf Ex haben sicherlich schon sehr viele geleert, ein Buch auf Ex gelesen weniger. Das mit dem Bier geht auch schneller als mit einem Roman von Stephen King. Für einen über 1.000 Seiten starken Wälzer wie "ES" von Stephen King reicht sicherlich nicht ein Kasten Bier.

Doch wie ist das überhaupt mit Buch und Bier? Passt das zusammen? Ja, es gibt viele Bücher über das Thema Bier, allein bei mir im Bücherschrank ist das weit über 10. Doch ich habe davon kaum eines zu einem Glas Bier gelesen - höchstens bei einer bürointernen Verkostung. Übrigens mein Bier-Lieblingsbuch ist "111 Deutsche Biere, die man getrunken haben muss" von Thomas Fuchs. Das sollte Mann unbedingt mal lesen.

Und sonst? Bier trinken und lesen? Warum nicht. Ich mache das und sehe gerade angesichts der sommerlichen Temperaturen viele Männer in der Sonne sitzend - auf der Wiese, im Biergarten oder auf einer Parkbank lesend, mit einer kühlen Blonden vor sich.

Bier und Buch, was fällt mir noch dazu ein? Mit dem Tag des Deutschen Bieres gedenken die Brauer der Einführung des Deutschen Reinheitsgebotes. Hopfen, Malz und Wasser - aus mehr soll demnach Bier nicht bestehen. Damit kann ich leben, zumal es längst auch andere Gebräue gibt, die man in Deutschland nicht Bier nennen darf. Wobei, eine Art Zensur ist das für die Brauer zwischen Nordseeküste und Alpen schon. Zensur, ein Reinheitsgebot für Geschriebenes, gibt es Gott sei Dank nicht.

Bier und Buch, was gibt es noch? Beides sind in vielen Fällen Massenprodukte, beides folgt häufig dem Mainstream, beides lebt von Verkaufszahlen, davon, den Publikumsgeschmack zu treffen. Und doch, besonders groß ist das Interesse an den Werken, ob gebraut oder geschrieben, die sich um genau diese Kriterien nur wenig scheren, die neue Wege gehen. Mich erfreuen solche Biere und - nicht so häufig - solche Bücher. Mit Bier, was einem nicht mundet, kann ich noch immer kochen. Bücher bei Nichtgefallen vernünftig zu verwerten ist weitaus schwerer. Deshalb probiere ich eher mal ein unbekanntes Bier als ein Buch eines unbekannten Autoren. Daran wird weder der Tag des Deutschen Bieres, noch der Internationale Tag des Buches etwas ändern.

Bleibt eigentlich nur noch die Frage, welches Buch passt zu welchem Bier?

 


Veröffentlicht am: 23.04.2018

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