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Aufgespießt: Die Hexen tanzen

... aber auch Chaoten

(Helmut Harff / Chefredakteur) Am 30. April passiert seit Jahrhunderten etwas, was uns fasziniert, uns beunruhigt, uns ängstigt und was uns an Legenden glauben lässt. An diesem Tag ist die Walpurgisnacht. Da treffen sich die Hexen zum orgastischen Beisammensein mit dem Teufel.

Um ehrlich zu sein, auch ein Teufel kann es nicht mit allen Hexen aufnehmen. Folgerichtig sind auch Hexer dabei. Ob die mit einem getunten Hexenbesen auf den Blocksberg - also auf den Brocken im Harz - fliegen? Gibt es schon Besen-SUVs? Ich habe keine Ahnung, denn die Presse ist beim Hexensabbat nicht zugelassen. Zumindest gibt es keine Foto- und Filmaufnahmen vom Treffen der Hexen und Hexer mit dem Teufel. Die dürfte man auch nicht veröffentlichen, denn sie wären ziemlich sicher nicht jugendfrei.

Genau das haben sich seit Jahrhunderten Künstler zunutze gemacht und ihre wilden Phantasien auf die Leinwand gebracht. Vielleicht waren die ja dabei, wenn Luzifer zur Party auf den Brocken lud.

Doch warum tut er das überhaupt? Wikipedia verrät: "Die Walpurgisnacht (auch Hexenbrennen) ist ein traditionelles nord- und mitteleuropäisches Fest, teilweise mit Feuerbrauch am 30. April. Der Name leitet sich von der heiligen Walburga ab, deren Gedenktag bis ins Mittelalter am Tag ihrer Heiligsprechung am 1. Mai gefeiert wurde. Traditionell gilt die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai als die Nacht, in der die Hexen insbesondere auf dem Blocksberg (eigentlich "Brocken"), aber auch an anderen erhöhten Orten, ein großes Fest abhielten. Diese Vorstellung ist beeinflusst von den Beschreibungen des Hexensabbat in der Literatur des 15. und 16. Jahrhunderts.

Der Name Walpurgisnacht wurde durch Goethes Faust (Teil I, 1808) popularisiert; frühere Belege sind aus dem 18. Jahrhundert nachweisbar."


Ob sich heute noch Hexen und Hexer gemeinsam auf dem Brocken treffen? Das wäre der Polizei in Berlin, aber auch in anderen Städten sicherlich sehr recht. Heute treffen sich mehr oder weniger enthemmte Menschen, von denen man wahrscheinlich nicht behaupten kann, dass sie Hexen oder Hexer seien. Sie erwecken eher Jahr für Jahr den Eindruck, vom Teufel besessen zu sein. Ihre Orgien haben wenig mit der heiligen Walburga zu tun, auch nicht mit einer Orgie mit dem Herren der Finsternis. Ihre Orgien haben viel mehr mit Gewalt zu tun, wobei sie wie einst die Hexen und Hexer die Dunkelheit der Nacht und brennende Feuer schätzen. Auch die Anwesenheit der Presse stört die nicht, die das mit der Walpurgisnacht so gründlich mißverstehen.

Dabei macht es doch viel mehr Spaß, friedlich, vielleicht als Hexe und Hexer verkleidet in den 1. Mai hinein zu feiern, gerade in diesem Jahr den Brückentag zu nutzen, das Leben so richtig zu genießen. Warum dazu nicht auch die Polizei einladen. Nein, nicht zum Schutz vor denen, die vom Randale-Teufel besessen sind, sondern um gemeinsam zu feiern. Wer es nicht weiß, auch Polizisten genießen das Leben, sind lieber auf einem Hexenbesen als in Kampfmontur unterwegs.

Feiern wir die Walpurgisnacht, genießen wir die Liebe und die Lust und verneigen wir uns vor der heiligen Walburga, einer angelsächsischen Benediktinerin und Äbtissin des Klosters Heidenheim, die als Nichte des heiligen Bonifatius angesehen wird.

 


Veröffentlicht am: 30.04.2018

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