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Morgengruß von Helmut Harff: Feiertage

Alles sollte auf den Prüfstand

Gestern schien es so zu sein, als wenn einige recht viel Zeit hatten, denn ich sprach mit mehreren Lesern über den Sinn des 1. Mais als freier Tag der Arbeit. Wir kamen immer schnell vom Speziellen zum Allgemeinen.

Das heißt, wir redeten schnell über die Feiertage in Deutschland insgesamt. Mit den meisten war ich mir einig, dass es nicht wirklich gut ist, dass die Anzahl der Feiertag in den Bundesländern zwischen neun und 14 schwanken. Das, so der Tenor, müsste angeglichen werden.

Weniger einig waren wir uns, wenn es darum ging, welche Feiertage bleiben sollten. Klar war, dass man an Weihnachten, Ostern, dem Nationalfeiertag und Neujahr nicht rütteln sollte. Doch alles andere könne auf den Prüfstand. Wir konnten uns auch nicht immer darüber einigen, ob es angeraten wäre, einen muslimischen Feiertag zu einem bundesweiten freien Tag zu machen. Es wurde die Befürchtung geäußert, dass dann alle Minderheiten ihre Feiertag haben wollen.

Nun ist es ja erst einmal so, dass jeder, warum auch immer, seine Feiertage feiern kann, wie sie gerade fallen. In einigen Fällen besteht sogar das Recht auf einen allerdings unbezahlten freien Tag. Es spricht auch nichts dagegen, einen Tag Urlaub zu nehmen, um einen Feiertag zu begehen.

Bleibt nur noch die Frage, was man nun mit all  den Feiertagen macht. Die sind nicht nur toll für die, die wirklich frei haben und wie gerade sogar von sogenannten Brückentagen profitieren können. Feiertag haben auch einen sehr großen wirtschaftlichen Effekt. Man denke nur an das Weihnachtsgeschäft, aber auch an die Tourismusbranche. Würde man alle Feiertag streichen, so würde das viele Branchen in ihrer Existenz bedrohen.

Und doch, ich frage mich schon, ob wir neun oder gar 14 Feiertage brauchen. Ich gehe mit allen mit, die auf freie Tage zu Weihnachten, Ostern, zum Nationalfeiertag und zu Neujahr auf keinen Fall verzichten wollen. Vielleicht hält man auch noch am 1. Mai fest. Ich plädiere auch dafür, einen muslimischen Feiertag bundesweit einzuführen. Das wären dann sechs Feiertage, wenn man mal den Ostersonntag ignoriert. Das ist zugegeben nicht so wahnsinnig viel, angesichts der zumeist vielen Urlaubstage. Das sind im Schnitt etwas mehr als 27 Tage, die Hälfte aller Arbeitnehmer haben sogar 30 Tage im Jahr frei – ohne die Feiertage.

Doch ich könnte mir etwas vorstellen, dass es so wohl noch nie gab: Es gibt pro Quartal noch einen zusätzlichen freien Tag – entweder am Freitag oder am Montag. An so einem Wochenende müsste dann der Sonnabend wie ein Sonntag behandelt werden. Das heißt, dass beispielsweise an so einem Sonnabend nur Geschäfte und ähnliches öffnen dürfen, die das normalerweise auch an einem Sonntag dürften.

Einige meiner gestrigen Gesprächspartner mit DDR-Hintergrund präferierten auch das, was in der DDR als Haushaltstag bekannt war. Den gab es monatlich für Frauen mit Kindern, Frauen über 40 ohne Kinder und alleinerziehende Männer. Gar keine schlechte Idee. Ich würde allerdings auch hier für mehr Gleichberechtigung plädieren und jedem abhängig Beschäftigten so einen Tag einmal im Vierteljahr gönnen.

Doch egal wie, das wären dann 10 freie Tage/Feiertage und zwar für alle, ob in Bayern oder Berlin.

Doch egal, ob und was die Politik hier mal entscheidet, für mich und viele andere Selbstständige ändert sich ohnehin so gut wie nicht.

Gut, frühstücke ich erst einmal.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 02.05.2018

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