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Morgengruß von Helmut Harff: Vom Goldenen Reiter

... zum Rübezahl

Einst besang er den Goldenen Reiter und wurde damit zu einem der ganz großen Stars der Neuen Deutschen Welle, nun steht er mit langem weißen Bart als Rübezahl auf der Bühne. In beiden Fällen, auch in vielen anderen, zeigte er sich als sehr ungewöhnlicher Künstler, den man nicht unbedingt als WG-Mitbewohner haben möchte.

Von wem ich schreibe? Was sind Sie denn für ein Musikmuffel? Ich schreibe selbstverständlich von Joachim Witt. Ja, ich habe immer den Eindruck, der Typ ist durchgeknallt. Na und, aber er war und ist auch noch mit 69 ein toller Künstler, viel eher ein Gesamtkunstwerk, der bis heute nicht nur seine Fans begeistert.

Das zeigte er gestern im Berliner Columbia-Theater bei einem Konzert im Rahmen seiner Rübezahltour. Die kleine Spielstädte sorgte dafür, dass das Konzert eher ein familäres war. Es hatte viel mehr von einem Clubkonzert, als von einer großen Show. Witt bleib sich treu und verzückte die knapp 800 Besucher. Die waren im Schnitt vielleicht 20 Jahre jünger als Witt. Ich hatte angesichts des vorgestellten „Rübezahl“-Albums eher mit Gothic-Fans gerechnet, doch die meisten Besucher, unter ihnen bestimmt 40 Prozent Frauen, sind wohl eher der Metal-Szene zuzuordnen.

Ob es am Alter der Besucher und des Mannes auf der Bühne lag, dass die Lautstärke so war, dass man sich ohne Überanstrengung der Stimmbänder noch verständigen konnte? Ich weiß es nicht. Ich bewundere nur die älteren Herrschaften, die noch immer in der Lage sind, so ein Konzert – das sehr viel Spaß machte – im Stehen zu folgen. Na, vielleicht hatte da der Herr der Berge seine Hände im Spiel. Bekanntlich belohnte er die, die ihn mochten.

Wie bei einem solchen Konzert üblich, gab es eine Vorband. In vielen Fällen stört die eher beim Quatschen und beim ersten oder zweiten Bier. Meistens dauert es auch nur zwei oder drei Titel, bis die ersten Buhs und Rufe nach dem Star laut werden. Gestern war das im Columbia-Theater ganz anders. Auf der Bühne stand mit Scarlet Dorn eine Sängerin, die vom ersten Ton an die Witt-Fans in ihren Bann zog. Das gelang der Sängerin vor allem dank ihrer Stimme. Das ist nicht verwunderlich, denn Scarlet Dorn hat eine klassische Gesangsausbildung. Das merkt man auch bei ihrer Bühnenperformance. Daran kann sie ruhig noch etwas feilen.

Insgesamt war das gestrige „Rübezahl“-Konzert ein echtes Highlight, dass selbst die beste Frau der Welt überzeugte, obwohl ihr bis dahin Witt und seine Musik kaum bekannt war.

Rübezahl, was willst Du mehr.

Was er will? Dass auch Sie sich aufmachen, Joachim Witt und die Vorband um Scarlet Dorn zu bejubeln. Das geht heute in Hamburg und in der nächsten Zeit noch in Hannover, Rostock, Dresden, München und nochmals Hamburg.

Genug gejubelt, jetzt gibt es erst einmal Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück und viel Spaß beim nächsten Konzertbesuch.

 


Veröffentlicht am: 05.05.2018

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