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Morgengruß von Helmut Harff: Bitte keine Sonntagsreden

Europa ist mehr als Politiker-Blabla

Heute ist der Europatag. Stimmt und stimmt doch nicht, denn das zu sagen, ist eine ungerechtfertigte Vereinfachung. Also nochmal: Heute ist der Europatag der Europäischen Union. Die umfasst – das sei allen Ignoranten und Atlasverweigeren gesagt – eben nur einen relativ kleinen Teil Europas, wenn auch den wirtschaftlich potentesten.

Es wird am heutigen Mittwoch also diverse Sonntagsreden von Politikern geben. Wobei die angesichts des gestrigen Trump-Entscheides in Richtung Iran eher untergehen werden. Anderseits zeigt die bisherige Reaktion auf die Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran durch die USA, dass ein Zusammenschluss wie die Europäische Gemeinschaft wichtig ist. Das gelingt vor allem dann, wenn man geschlossen zum Abkommen mit dem Iran steht und sich damit dem US-Präsidenten entgegen stellt.

Doch das vereinte Europa, die noch 28 Staaten, sind ebnen  viel mehr, als das, was wir immer wieder hören. Ja, man ist sich nicht in allen Fragen zwischen den EU-Staaten einig. Wie soll das auch sein, angesichts von 28 Nationalstaaten, die alle ihre eigenen Erfahrungen, ihre Präferenzen, ihre Sorgen und Ängste haben. Aber, genau diese Mischung macht eben die Europäische Gemeinschaft aus.

Ich höre schon wieder die Frage, was man selber, was wir in Deutschland davon haben, Mitglied dieser EU zu sein. Ich höre auch den Einwand, dass die EU viele Dinge regelt, die sie eigentlich nichts angeht. Stimmt, auch ich frage mich immer mal wieder, was einzelne Beschlüsse sollen. Da gibt es einiges, was auch für mich zu weit geht. Doch so ist das nun mal, wenn 28 Partner an einem Tisch sitzen und jeder dabei eine Stimme hat.

Man stelle sich mal vor, in der eigenen Familie würden sich 28 Menschen treffen um beispielsweise gemeinsam eine Firma zu leiten oder auch nur ein Erbe zu verteilen. Wenn es dabei nicht zu Mord und Totschlag kommt, ist das schon ein riesiger Erfolg. Sieht man das vereinte Europa einmal aus dieser Sicht, scheint man da einen guten Job zu machen.

Ja, ich bin bei allen Problemen ein Fan der EU. Ich möchte sie, ich möchte die offenen Grenzen und ich möchte den Euro nie mehr missen. Ja, ich möchte, dass ich überall in der Europäischen Union mit dem Euro bezahlen kann. Ich möchte keine Zloty, keine Forint mehr umtauschen müssen.

Ich bin überhaupt davon überzeugt, dass wir in Deutschland von der EU wie kaum ein zweites Land profitieren. Ja, wir zahlen Milliarden Euro in die EU ein – viel mehr, als wir auf den ersten Blick wieder heraus bekommen. Ja, die Bürokratie in der EU ist kaum überschaubar und kostet viel zu viel, doch unter dem Strich sind wir nicht nur als Reisende, sondern als Arbeitnehmer und Arbeitgeber die großen Nutznießer der EU.

Ich hoffe, dass vor allem die heutigen Sonntagsredner das sagen und auch den Versuch machen, mal in klaren Worten sagen, was wir in Europa, aber vor allem wir in Deutschland von dem Staatenbund haben, der sich Europäische Union nennt. Wollen oder können sie das nicht, so sollen sie lieber schweigen. Sonntagsreden-Geschwafel, das ist etwas, wovon es leider viel zu viel in der EU gibt.

So, nun muss ich erst einmal Frühstück machen.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 09.05.2018

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