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Morgengruß von Helmut Harff: Ich kann es nicht mehr hören

… das Gejammer der Frauen

Gerade hörte ich wieder einmal einen Bericht im Radio in dem es darum ging, dass Frauen in der Politik nicht an die Futtertröge, sprich Posten kommen, dass Frauen in Parteien und nicht nur dort unterrepräsentiert sind.

Und wer ist schuld? Die postengeilen Männer, die alle Frauen wegbeißen, die sich auf ihre Spielwiese tummeln wollen. Ja, es gibt Männer, die kleben an ihren Posten und die lieben Rollenklischees, die schon ziemlich alt sind. Doch ist das ein Grund, warum es beispielweise in der FDP – um die ging es konkret in dem Radiobeitrag – so wenig Frauen gibt?

Nein, das stimmt nicht. Das würde ich immer und überall behaupten und ich habe recht. Was hat es mit Männern zu tun, dass nur 21 Prozent der FDP-Mitglieder Frauen sind und nur eine Frau den Posten einer Landesvorsitzenden bekleidet?

Welche Männer hindern Frauen daran, in die FDP einzutreten und sich dort in Funktionen wählen zu lassen? Wenn nur 30.000 Frauen in die Freie Demokratische Partei eintreten würden, hätten sie dort die absolute Mehrheit und nichts ginge mehr ohne sie, die Männer würden ganz schnell ihre Macht einbüßen. Sie verlören ihre Macht, die ihnen heute die Frauen völlig ohne Grund überlassen.

Doch warum tun Frauen das – den Männern den Laden überlassen? Weil die Männer in den Parteien so böse sind? Weil es da ständig zu sexuellen Übergriffen kommt? Weil man sich in Hinterzimmern von Wirtshäusern trifft? Weil Frau nicht weiß, was sie anziehen soll? Ja, das ist alles quatsch, großer quatsch. Stimmt es aber, dass es der Grund ist, dass die Parteiversammlungen immer dann stattfinden, wenn Frau keine Zeit hat?

Auch das glaube ich nicht. Wenn, wie oben gesagt, nur 30.000 Frauen in die FDP eintreten würden, könnten sie all das ändern, könnten die Parteistrukturen und die internen Abläufe so gestalten, dass es für Frauen passt.

In dem Radiobeitrag ging es auch darum, dass Posten gern außerhalb der Gremien, am Stammtisch, am Tresen oder in Hinterstuben ausgeklüngelt werden. Lasse ich mal außen vor, dass wohl sich kein Mann traut, einer Frau einem Platz am Stammtisch oder am Tresen zu verweigern, frage ich mich, warum die Frauen es nicht den Männern gleich tun. Warum treffen sich nicht FDP-Frauen zum eigenen Stammtisch und das zu Zeiten, die ihnen passen? Wieso lassen sie ihre Männer ziehen? Wieso gehen sie nicht selber zur Parteiversammlung und lassen ihre Männer bei den Kindern, der Bügelwäsche oder dem pflegebedürftigen Opa?

Ich kann das Gejammer in dieser Jammerrepublik einfach nicht mehr hören. Und, ich kann vor allem das Gejammer darüber nicht mehr hören, dass es so wenige Frauen in den Parteien, in der Politik, aber auch in vielen anderen Führungspositionen gibt. Ich kann auch das Gejammer über die bösen, netzwerkenden Männer nicht mehr hören. Ich jammer nur noch darüber, dass viel zu wenige Frauen sich aufraffen und mitmachen, sich um die Futtertröge mit den Männern balgen, diese aus so möglichst vielen Positionen zu verdrängen.

Doch was, wenn die Frauen genau dies tun? Ob sich dann die Welt anders dreht? Ob es dann nicht nur uns, ob es dann allen besser geht? Ob die Welt dann friedlicher wird, ob es  dann keinen Hunger mehr gibt? Ob wir keine Armut im eigenen Land mehr haben? Das können nur die Frauen beantworten. Dazu müssen sie sich aber endlich bewegen.

Jammern hilft nirgendwo – nicht einmal beim Frühstück.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 12.05.2018

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