Startseite  

19.06.2018

 

 

Werbung

 

Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

Morgengruß von Helmut Harff: Flotte Bienen

… sucht man immer häufiger vergebens

Gestern saß ich mit der besten Frau der Welt in einem Café und wir genossen Erdbeerkuchen. Um uns rum viele andere Genießer. Mir fiel irgendwann auf, dass mir etwas fehlt. Ich wusste erst gar nicht, was es war.

Dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Nirgendwo war auch nur eine flotte Biene zu sehen. Nein, nicht was Sie meinen. Die flotten Bienen war schon da. Ich meinte wirklich die kleinen gelbschwarz geringelten, fliegenden Biester, die man weniger um seinen Erdbeerkuchen flattern sieht, als die flotten Bienen, die Sie meinen.

Wir sahen uns dann um und stellten fest, dass nicht nur die Bienen, sondern auch andere Süßschnäbel wie Wespen fehlen. Ich ging dann noch mal an den Kuchentresen. Auch da war keine Biene oder Wespe auszumachen. Die nette Bedienung bestätigte mir, dass die Zeiten, wo man sich der fliegenden Kuchenesser kaum erwehren konnte, längst vorbei sind.

Keine Bienen mehr, keine Bestäuber mehr? Ist das der Grund, dass wir an unseren Obstbäumen kaum Fruchtansätze haben? Ist es wirklich so, dass es immer weniger Bienen gibt – solche vom Imker und solche die wild leben? Auf den ersten Blick könnte man ja froh darüber sein, denn man wird nicht mehr gestochen und im Bierglas am Abend schwimmt auch nicht  immer ein besoffenes Insekt.

Doch die Folgen sind augenscheinlich ziemlich dramatisch. Das Problem ist, dass es noch kein wirkliches Rezept zum Schutz der Bienen gibt. Die einen machen Milben oder andere natürliche Feinde der Bienen für deren Sterben verantwortlich, andere sehen in der gern zur chemischen Keule greifenden Landwirtschaft den Grund für das langsame Verschwinden der Bienen.

Dass das nicht ein nationales Problem ist, ist klar. Hier kann nur weltweites Handeln Abhilfe schaffen. Das sah man schon seit langem in Slowenien so. Das Land machte sich für einen weltweiten Bienentag stark. Der wurde vergangenes Jahr von der UNO beschlossen und nun an jedem 20. Mai von 115 Staaten begangen. Es bleibt zu hoffen, dass heute nicht nur Sonntagsreden gehalten werden. Den Bienen helfen auch medienwirksame Aktionen nicht viel.

Wir müssen endlich begreifen, dass wir die Natur brauchen, die Natur uns nicht. Die Erde wird nicht wüst und leer, wenn wir die Bienen ausrotten. Wir bekommen allerdings ziemliche Probleme – vielleicht nicht beim Essen von Erdbeerkuchen, aber dann, wenn die Bestäuber unserer Bäume und Pflanzen schlicht nicht mehr da sind.

So, nun gibt es erst einmal ein leckes Frühstück mit Erdbeeren aus dem Garten und Honig vom Imker. Gott sei Dank gibt es den noch – den Imker und seine Bienen.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Sonntagsfrühstück.

Foto:
Pixabay

 


Veröffentlicht am: 20.05.2018

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

NewsletterNewsletter bestellen und abbestellen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

Neu auf genussmaenner.de


 

 
         
             
     
     
     

 

Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Datenschutzhinweis
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| Frauenfinanzseite
| Geld & Genuss
| geniesserinnen.de
| gentleman today - Edel geht die Welt zu Grunde
| instock
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet
| Unter der Lupe

 

Rechtliches
© 2007 - 2018 by genussmaenner.de, Berlin. Alle Rechte vorbehalten.

Lesezeichen:
 Del.icio.us Google Bookmark Reddit