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17.08.2018

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Und der Vater?

Männer bleiben kinderlos

(Helmut Harff / Chefredakteur) Im katholischen Irland jubelt die Mehrheit der Wähler. Denn der hat gerade entschieden, dass das Abtreibungsrecht neu geregelt werden muss. Frauen sollen deutlich mehr Rechte bekommen, wenn es um das Thema Abtreibung geht.

Wie gesagt, alle jubeln und reden von einer sehr guten Wählerentscheidung. Doch ist das wirklich so? Für die Frauen ganz sicher, für die ungeborenen Kinder - na ja. Und was ist mit den Männern, was ist vor allem mit den Männern, die gerne Vater geworden wären? An die denkt wie immer, wie auch hierzulande niemand.

Ja, die Kinder bekommen die Frauen. Das ist nun mal von der Natur so eingerichtet und der sollte man lieber nicht ins Handwerk pfuschen. Andererseits wird keine Frau ohne männliche Beteiligung schwanger. Und sieht man es mal aus der Sicht des Kindes, so hat das nicht nur ein Recht aufs Leben, sondern auch auf beide - Mutter und Vater.

Doch genau dieses Recht verweigert man dem Kind. In vielen, viel zu vielen Fällen interessiert das Recht des Kindes eben überhaupt nicht. Wenn das nämlich so wäre, müsste man ja den Erzeuger eines Kindes fragen, ob in dem Fall, in dem die Mutter das Kind nicht will, er sich um seinen Nachwuchs kümmern möchte, er der alleinerziehende Vater sein will. Wäre das der Fall - so meine Meinung - müsste die Frau das Kind zur Welt bringen. Dann bekäme es der Vater - wie im Falle einer Adoption oder beim Versterben der Mutter. Das selbstverständlich nur, wenn die Zeugung einvernehmlich war.

Aber da ist noch etwas: Auch wenn das Kind glücklich das Licht der Welt erblickt hat und die Eltern nicht durch ein offizielles Schriftstück miteinander verbunden oder geschieden sind, bleibt das Kind in den allermeisten Fällen bei der Mutter. Wieso ist das eigentlich so? Hat das was mit dem so viel bemühten Kindeswohl zu tun? Ich kann das nicht glauben. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass ein Vater sein Kind ebenso liebt wie die Mutter. Ich bin genauso davon überzeugt, dass ein Vater sein Kind mindestens so gut versorgen und aufziehen kann, wie es die Mutter kann.

Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und behaupte, dass ein Kind in vielen Fällen - in denen die Eltern nicht zusammen leben - beim Vater besser aufgehoben sind, als bei der Mutter. Wie ja immer behauptet wird, verdienen in diesem Land Frauen deutlich weniger als Männer. Wenn ich das richtig sehe, arbeiten auch viele Frauen in schlecht bezahlten Jobs und das zu Zeiten, in denen Kitas und ähnliche Einrichtungen geschlossen haben. Angesichts der Einkommenssituation vieler Frauen können die sich aber auch keine Tagesmutter oder Babysitter leisten. Das ist bei vielen Männern anders, aus Kindessicht besser.

Das heißt, Kinder alleinerziehender Frauen haben schlechtere materielle Startbedingungen als Kinder alleinerziehender Männer. Hat man nicht das Wohl von Müttern, sondern das der Kinder allein im Auge, so müssten in sehr viel mehr Fällen als heute üblich, die Kinder Männersache sein. Dann müssten endlich auch die Männer/Väter einer Abtreibung zustimmen. Ein Nein zu diesem Eingriff würde dann für die zukünftigen Väter bedeuten, dass sie für das Kind verantwortlich sind , mit allen Rechten und Pflichten - und zwar im vollen Umfang, so als ob sie das Kind adoptiert hätten.

 


Veröffentlicht am: 27.05.2018

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