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Morgengruß von Helmut Harff: Jammern hilft nicht

Ich verstehe die Handwerker nicht...

Dass Handwerker jammern, gehört einfach dazu. Ich befürchte, dass das Jammern einfach zum Berufsethos gehört. Und doch, in viel zu vielen Fällen haben die Handwerker wirklich viel zu jammern. Das trifft nicht nur auf die in Deutschland, sondern - wie gerade erlebt - auch in Österreich zu.

Sie jammern über die Billigkonkurrenz aus Fernost, über zu wenig Nachwuchs und darüber, dass es keine Nachfolger gibt. Man hört dann immer etwas über die heutige Jugend. Die will entweder gar nicht arbeiten oder studiert. Nur mit der Hand will keine mehr etwas tun.  Da mag was dran sein, doch was nützt es darüber zu jammern.

Viel mehr Verständnis habe ich für die Beschwerden der Handwerker, wenn es um behördliche Auflagen geht. Für die sind nahezu alle Verwaltungs- und Gesetzgebungsebenen zuständig. Sie machen den Handwerkern nicht nur das Leben immer schwerer, viele Auflagen sorgen für ein regelrechtes Handwerkersterben.

Davon konnte ich mich in den vergangenen Tagen im österreichischen Stubaital überzeugen. Viele Betrieben stehen hier - aber auch überall in der Alpenrepublik genau wie in Deutschland - vor dem Aus. Mitarbeiter werden entlassen, keine Lehrlinge mehr ausgebildet, Betriebe geschlossen. Das führt dazu, dass nicht nur alte, aber sehr wertvolle Maschinen auf dem Müll landen. Viel schlimmer ist, dass Jahrhunderte altes Wissen, bisher von Generation zu Generation weiter gegeben, für immer verloren geht.

Das scheint aber alle, die sich fast täglich damit beschäftigen, neue Verordnungen auf den Weg zu bringen wohl überhaupt nicht. Sie sind der Totengräber vieler Handwerker.

Doch was tun? Jammern? Nein, das ist ganz sicher der falsche Weg. Handwerker müssen mit der Zeit gehen, innovativ und vor allem kreativ sein. Das gelingt aber nur in vergleichsweise wenigen Fällen. Doch wo bleiben die Berufsorganisationen wie Handwerkskammern oder Innungen. Die scheinen zu schwach zu sein, ihre Mitglieder vor Behördenwillkür zu schützen. Und die Handwerker? Die werkeln vor sich hin und jammern.

Mein Wunschtraum wäre ein Generalstreik aller Handwerksbetriebe mit weniger als zehn Mitarbeitern. Aber das ist so wahrscheinlich wie ein Beitritt von Donald Trump in die kommunistische Partei der USA. Aber, die Handwerker müssen in eigener Sache aktiv werden. Entweder sie entern mit massenhaften Eintritten eine Partei und machen die zur Handwerkerpartei. Noch besser wäre, wenn sich Politiker der Handwerkernöte annähmen. Es ist den Handwerkern auch nicht untersagt, endlich eine Vertretung zu gründen, die sich mit weit mehr Erfolg für ihre Belange einsetzen soll, als das die von der Zwangsmitgliedschaft ihre Mitglieder lebenden heutigen Organisationen tun.

Doch egal, was passiert - alles ist besser als jammern. Und was können wir tun? Die Handwerker unterstützen, ihre Angebote, ihre Dienstleistungen nutzen. Wir sollten die Handwerker aber auch auf allen politischen Ebenen unterstützen.

Ich mache das jeden morgen zum Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 30.05.2018

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