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Handwerksrepublik Deutschland

... die Branche boomt, doch ein Problem sorgt für Schwierigkeiten

Als Engel im Blaumann sind sie die Problemlöser im Alltag, als Künstler erschaffen sie neue Bauwerke, Möbel und viele Gegenstände, die unverzichtbar geworden sind: Handwerker sind aus unserer Welt nicht wegzudenken, obwohl ihr Einsatz oft unterschätzt wird.

Als "Wirtschaftsmacht von nebenan" sind sie zudem eine tragende Säule der deutschen Wirtschaft. Ferdinand Seulen, Geschäftsführer von Blauarbeit, beleuchtet die Branche näher und fasst die wichtigsten Eckdaten zusammen.

Das Handwerk hat goldenen Boden - Profis sind gefragt wie nie zuvor


Das Handwerk gehört in Deutschland zu den wichtigsten Stützen der Wirtschaft und sichert die Arbeitsplätze von rund 5,5 Millionen Beschäftigten. In den letzten Jahren konnte das Gewerbe ein stetiges Wachstum verzeichnen. Insgesamt erwirtschaftete die Branche im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 560 Milliarden Euro - so viel wie noch nie zuvor. Grund dafür ist die allgemein gute Wirtschaftslage und hohe Konjunktur. Insbesondere im Baugewerbe ist in den letzten Jahren ein Boom zu beobachten.

Da verwundert es nicht, dass die meisten Handwerker grundsätzlich optimistisch in die Zukunft blicken. 55 % bewerten die derzeitige Situation als gut. Nur etwa jeder zehnte Betrieb schätzt die Lage als grundsätzlich schlechter als in den Vorjahren ein.

"Die Wirtschaftsmacht von nebenan" - Ein Betrieb pro 80 Einwohner

Fast eine Million Handwerksbetriebe wurden im vergangenen Jahr in Deutschland gezählt. Bei einer Bevölkerungszahl von rund 82 Millionen Deutschen kommen auf ein Unternehmen etwa 80 Einwohner. Gegenüber den Vorjahren ist hierbei eine leichte Steigerung zu erkennen, obwohl die Anzahl von Neugründungen leicht zurückgegangen ist. Im vergangenen Jahr wurden rund 85.000 neue Gewerbe im Handwerk angemeldet.

Die höchste Dichte an Betrieben in Relation zur Einwohnerzahl des Bundeslandes gibt es in Brandenburg. Auf 1.000 Ortsansässige kommen hier 15,9 Unternehmen. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 12,2 Betrieben pro 1.000 Einwohner. Das Handwerk wird somit unverzichtbar für die Ausbildung neuer Fachkräfte. Rund 260.000 Lehrlinge werden auf das Arbeitsleben vorbereitet, jedes Jahr stehen etwa 150.000 Ausbildungsplätze für 130 Berufe im Handwerk zur Verfügung.

Fachkräftemangel - ein großes Problem für viele Betriebe

Die schwierige Suche nach geeigneten Fachkräften stellt die Branche vor große Herausforderungen. Mehr als 40 % der Handwerker suchen händeringend nach Auszubildenden und Mitarbeitern. Mehr als 15.000 Stellen blieben deshalb im vergangenen Jahr unbesetzt.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks stellt schon jetzt fest, dass viele Betriebe aufgrund fehlenden Personals viele Aufträge ablehnen müssen. Für die Kunden und somit Verbraucher keine gute Nachricht, denn schon jetzt muss in manchen Branchen und Gegenden wochenlang auf einen Termin gewartet werden. Die Wartezeit könnte sich bei einer Verschärfung des Fachkräftemangels noch erhöhen.

Somit bremst der Fachkräftemangel das Wachstum der Handwerkerbranche. Grund für den Mangel ist die Tatsache, dass sich viele Schulabgänger für ein Studium entscheiden. Die alljährliche Rekordzahl neuer Studenten geht somit auf Kosten des Handwerks. Für viele Tausend Betriebe, bei denen in den kommenden Jahren ein Generationswechsel ansteht, fehlen geeignete Nachfolger, die das Geschäft weiterführen. Aus diesem Grund ist die Zahl der Handwerksbetriebe in den letzten Jahren trotz Rekordumsätze leicht rückläufig.

Das verspricht die Zukunft: Digitalisierung betrifft auch das Handwerk

Die Digitalisierung ist im Handwerk längst angekommen. Laut einer Studie von Bitkom und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks haben bereits 95 % der Handwerksbetriebe eine eigene Website. 58 % steuern betriebliche Abläufe über eine Software. Rund ein Viertel setzt auf moderne digitale Technologien, wie 3-D-Drucker, um etwa Ersatzteile zu produzieren. Auch wenn viele Handwerker nicht darauf verzichten, Dokumente und Rechnungen zusätzlich auch auszudrucken und abzuheften, sind digitale Helfer wie Buchhaltungs-Apps auf dem Vormarsch.

Auch die Kundenakquise ist dank Online-Plattformen wie www.blauarbeit.de einfacher denn je. Trotzdem werden den digitalisierungsfreudigen Handwerkern in Deutschland regelmäßig Steine in den Weg gelegt. Vor allem im ländlichen Raum fehlen beispielsweise Glasfaseranbindungen, was die tägliche Arbeit deutlich erschweren kann. Durch diesen Nachteil werden kleine Betriebe abgehängt und haben es immer schwerer, sich vor der großen Konkurrenz zu behaupten.

Fazit: Viel Potenzial in der Handwerkerrepublik


Aus dem Alltag sind die Handwerker nicht wegzudenken. Auch der wirtschaftliche Erfolg von Deutschland beruht unter anderem auf den Leistungen der "blauen Engel". Doch obwohl die Branche das Potenzial zu weiterem Wachstum hat, hemmen Faktoren wie beispielsweise der Mangel an Fachkräften ihre Entwicklung. Frische Kampagnen der Handwerkskammern sollen die "Wirtschaftsmacht von nebenan" beim Handwerkernachwuchs wieder zunehmend attraktiver zu machen.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 01.06.2018

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