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23.07.2019

 

 


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Baltic Sea Philharmonic feiert 10-jähriges

100 Konzerte in 47 Städten in 14 Ländern seit 2008

Am 4. Juni vor zehn Jahren gab das Orchester, das einmal das Baltic Sea Philharmonic werden sollte, sein erstes Konzert in der lettischen Hauptstadt Riga.

Unter der Leitung seines in Estland geborenen Dirigenten Kristjan Järvi spielten die Musiker des Baltic Sea Youth Philharmonic Dvořák’s Symphonie „Aus der Neuen Welt“, die Uraufführung von Niels Marthinsens „Burning Fiery Furnace“ und Beethovens Tripelkonzert mit dem dänischen Geiger Søren Elbæk, der lettischen Pianistin Lauma Skride und dem litauischen Cellisten David Geringas. Drei Monate später wiederholte das Ensemble das Programm beim Usedomer Musikfestival 2008 in Peenemünde auf der Insel Usedom.
 
„Die Stimmung bei beiden Konzerten war berauschend", erinnert sich Thomas Hummel, Intendant des Usedomer Musikfestivals und des Baltic Sea Philharmonic. Alle Beteiligten hatten das Gefühl, dass etwas Großartiges entsteht. Die Musiker des Orchesters aus Dänemark, Estland, Finnland, Deutschland, Lettland, Litauen, Norwegen, Polen, Russland und Schweden, begriffen, dass sie nun nicht nur gemeinsam großartige Musik machten, sondern auch großartige Nachbarn sind.
 
Das neue Orchester entwickelte sich aus einer Idee des Usedomer Musikfestivals und des späteren Hauptsponsors, der Nord Stream AG – dem Betreiber der Erdgaspipelines durch die Ostsee. Es sollten junge Musiker aus allen zehn Ostseeanrainerstaaten in einem Ensemble vereint werden, die durch die Musik einen gemeinsamen Geist der Zusammenarbeit und Harmonie zwischen den Menschen der ehemals historisch geteilten Region erschaffen. Zehn Jahre später ist das Baltic Sea Philharmonic zu einer Bewegung geworden, die Menschen zusammenbringt und Gemeinschaften von Norwegen bis Russland verbindet.

Das Jugendensemble, das 2008 mit zwei Konzerten startete, ist heute ein preisgekröntes Orchester, das durch ganz Europa und darüber hinaus tourt und jährlich rund ein Dutzend Konzerte in einigen der renommiertesten Spielstätten gibt, vom Théâtre des Champs-Elysées in Paris bis zur Hamburger Elbphilharmonie. Tausende junger Musiker aus dem Ostseeraum, die meisten zwischen 20 und 30 Jahre alt, haben sich für das Orchester beworben, von denen bisher fast 700 die Chance hatten, dabei zu sein. Unter der dynamischen Leitung von Kristjan Järvi erfindet sich das Baltic Sea Philharmonic stets neu: u. a. durch wegweisende Konzerterlebnisse unter Einbindung von Licht-, Projektktionskunst  und Design oder durch die Aufführung symphonischer Partituren komplett aus dem Gedächtnis. Durch sein Engagement für Bildung und Umwelt, für die Stärkung junger Musikern und die Inspiration des Publikums trägt das Orchester die Botschaft der Einheit und Völkerverständigung weiter in die Zukunft.
 
Die Höhepunkte der ersten zehn

Schon wenige Jahre nach seiner Gründung hat sich das junge Ensemble international einen Namen gemacht. Auf Einladung der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel trat das Baltic Sea Philharmonic  anlässlich des Ostseeratsgipfels 2012 in Stralsund auf. Ein Jahr später eröffnet das Orchester den Schwerpunkt „Bewegend baltisch“ beim Schleswig-Holstein Musik Festival, einem der größten Klassikfestivals der Welt.

Die erfolgreichen internationalen Tourneen des Orchesters gehen einher mit umfassenden Ausbildungsprogrammen, die von der fachlichen Betreuung der Musiker über Workshops für junge Dirigenten und Komponisten bis hin zu Schulkonzerten reichen. Im Jahr 2013 wurde die Baltic Sea Music Education Foundation gegründet, um diese Aktivitäten zu bündeln und eine nachhaltige Bildungsstrategie für den Ostseeraum zu entwickeln.
 
2014 gab das Orchester sein Debüt in der Berliner Philharmonie und trat mit Weltklasse-Solisten wie Julia Fischer und Valentina Lisitsa auf. Die Wirkung des Ensembles als Symbol der internationalen Zusammenarbeit wurde 2015 mit der Verleihung des Europäischen Kulturpreises der Europäischen Kulturstiftung „Pro Europa“ gewürdigt. Im Jahr 2016 wurde das Orchester in Baltic Sea Philharmonic umbenannt und tourte mit Gidon Kremer und der Kremerata Baltica. Im selben Jahr erschien das zweite Album des Orchesters bei Sony Classical – eine orchestrale Version von Wagners „Ring“, arrangiert von Henk de Vlieger.
 
2017 schrieb das Baltic Sea Philharmonic Geschichte, indem es als erstes Orchester der Welt Strawinskys „Der Feuervogel“ komplett aus dem Gedächtnis aufführte und damit fortan symphonische Werke auswendig zu spielen begann. Diese Erfahrung war für viele Musiker des Orchesters befreiend und inspirierend. Kristjan Järvi, der die Musiker immer ermutigt hat, offen und furchtlos in ihrem Musizieren zu sein, sagt: „Die Musiker kamen danach zu mir und sagten: ‚Wir wollen uns alles merken. Wir wollen nur noch auswendig spielen.‘ Das ist eine brillante Einstellung.“

Ebenfalls 2017 präsentierte das Baltic Sea Philharmonic in Zusammenarbeit mit Sunbeam Productions erstmals ein neues, aufregendes und immersives Konzerterlebnis: die von der Natur inspirierte „Waterworks“-Tour, die modernste Projektionskunst mit stimmungsvollem Sound- und Lichtdesign verbindet. Bis Anfang 2018 trat das Orchester vor rund 100.000 Konzertbesuchern in 47 Städten in 14 Ländern auf und gab in zehn Jahren fast 100 Konzerte.
 
Solisten und Kooperationspartner

Seit dem ersten Konzert in Riga im Jahr 2008 haben rund 24 Solisten mit dem Orchester gespielt: darunter Weltklasse-Künstler, wie Angela Gheorghiu, Jonas Kaufmann, Jan Vogler, Martin Fröst und Alexander Toradze sowie führende junge Solisten wie Hyeyoon Park, Jan Lisiecki und Mikhail Simonyan. Gastdirigenten waren unter anderem Kristjan Järvis Vater Neeme Järvi und Kurt Masur, der das Orchester bei der Eröffnung des Usedomer Musikfestivals 2012 und 2013 leitete. Masur, der im Jahr 2015 im Alter von 88 Jahren starb, spielte eine wichtige Rolle als Friedensstifter in Leipzig bei den Wendeprotesten 1989 und dirigierte später das Gewandhausorchester der Stadt Leipzig in Beethovens Neunter Symphonie zu den offiziellen Feierlichkeiten zur deutschen Wiedervereinigung 1990.

Für Kristjan Järvi ist Masur eine bedeutende Persönlichkeit der Geschichte und für die Identität des Baltic Sea Philharmonic: „Er ist einer der größten Helden und Vorbilder, mit denen wir das Glück hatten zusammen zu arbeiten. Eine unserer Aufgaben ist es, Ost und West durch Musik und Kultur zu vereinen, und Kurt Masur miteinzubeziehen, war eine große Anerkennung, eine Bestätigung dafür, dass das, was wir tun, richtig ist.“
 
Vision für die Zukunft

Im zehnten Jahr seines Bestehens setzt das Baltic Sea Philharmonic sein Ambition fort, symphonische Partituren auswendig zu spielen und nimmt sich in diesem Jahr u. a. Sibelius‘ „Der Sturm“ als Werk vor. Im November wird das Ensemble erstmals außerhalb Europas auf Tournee gehen und sein bahnbrechendes „Waterworks“-Programm in den Vereinigten Arabischen Emirate aufführen. Im Juli folgt zunächst die Uraufführung eines Violinkonzertes des litauischen Komponisten Gediminas Gelgotas mit dem Schweizer Geiger David Nebel als Solisten.

Das Engagement des Ensembles für zeitgenössische Musik wird durch seine Unterstützung eines großen neuen Werks von Steve Reich „Music for Ensemble and Orchestra“ betont: Das Baltic Sea Philharmonic gehört zur illustren Gruppe von Orchestern, die das neue Werk in Auftrag gegeben hat. Dazu gehören das London Symphony Orchestra, das New York Philharmonic, das San Francisco Symphony und das Los Angeles Philharmonic, das am 1. November 2018 die Uraufführung von Reichs Werk geben wird.
 
Ziel des Baltic Sea Philharmonic ist es, weiterhin Partnerschaften in der gesamten nordischen Region aufzubauen und seine Botschaft der kulturellen Verständigung in ganz Europa und darüber hinaus zu verbreiten. Der Intendant des Orchesters, Thomas Hummel, sagt, dass er in der Zukunft beispielsweise längere Aufenthalte in bestimmten Städten sieht, um noch stärkere Verbindungen zur lokalen Gemeinschaft zu schaffen: „Es wäre toll, wenn wir uns für ein paar Tage irgendwo niederlassen könnten, um dort eine besondere Atmosphäre zu schaffen und den Menschen dort das Gefühl zu vermitteln, dass sie einfach kommen und erleben müssen, was wir tun. Und wenn wir das nicht nur in den europäischen Städten, sondern auch in anderen Teilen der Welt realisieren, und so den vereinigenden Geist der Ostsee weitertragen und verbreitern können, wäre das wunderbar.“
 
Baltic Sea Philharmonic – eine Revolution in Musik und Kultur

Das Baltic Sea Philharmonic tritt an, die Präsentation und Aufführung von Musik im 21. Jahrhundert zu revolutionieren. Seine Konzerte sind Spektakel, die Klang-, Licht- und Projektionskunst, aber auch Choreografien zu einer einzigartigen Konzerterfahrung verschmelzen. Unter der mitreißenden Leitung seines künstlerischen Leiters Kristjan Järvi strahlen die Aufführungen ansteckende Leidenschaft und Energie aus.

Mehr als das, ist das Baltic Sea Philharmonic eine Bewegung, die Menschen zusammenbringt und eine Gemeinschaft von Musikern aus zehn Ländern, die ebenso mühelos geographische, wie historische Grenzen überwindet. Indem das Ensemble die ganze innovative und progressive Kraft des Nordens verkörpert, führt es dabei das traditionelle Verständnis vom Orchester weiter als je zuvor. „Das Baltic Sea Philharmonic ist ein lebendes, atmendes Wesen mit grenzenloser Energie und Enthusiasmus für das Neue – ein beispielloses Abenteuer“, sagt Kristjan Järvi.

 


Veröffentlicht am: 04.06.2018

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