Startseite  
 

 


Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

Generation Guns N' Roses

Väter zwischen Jugenderwartungen und gelebter Realität

November Rain, Sweet Child O’Mine oder Welcome to the Jungle: Wer kennt sie nicht, die Hits von Guns N‘ Roses? Seit gut drei Jahrzehnten gibt es die Band, die gerade in wiedervereinigter Originalbesetzung durch Deutschland tourt. Erfolge, Tumulte und Skandale begleiten die Band seit jeher, aber auch privat ist einiges passiert: Gitarrist Slash, Jugendidol vieler heutiger Väter, hat selbst zwei Kinder, wenngleich über seine Vaterrolle kaum etwas bekannt ist.

Betreut.de ist der Frage nachgegangen, wie die ehemaligen Fans und heutigen Familienväter über ihr Leben denken: Wie zufrieden sind sie? Welche Wünsche und Träume haben sich erfüllt? Wieviel Raum ist noch für Rock’n’Roll oder haben sich die klassische Rollenverteilung und der Bausparvertrag durchgesetzt? Aktuelle Umfrageergebnisse und Interviews mit elf Papa-Bloggern zeichnen ein zufriedenes Bild der heutigen Väter, zeugen aber auch von Entwicklungspotenzialen.
 
Zufriedenheit mit Luft nach oben

Blogger Christian von Familienbetrieb hatte als Jugendlicher den Wunsch, Sportreporter zu werden. „Ich habe mir das weniger wie Arbeit, sondern mehr wie bezahlte Freizeit vorgestellt“, erklärt er. Auch wenn Christian heute als Selbstständiger im Home Office arbeitet und damit eine gewisse Flexibilität und Unabhängigkeit hat, sieht die Lebensrealität vieler Männer in Deutschland anders aus. Das belegt auch die Umfrage unter rund 400 Vätern in Deutschland von Betreut.de: viel Arbeit, zu starre Arbeitsmodelle und daraus folgend zu wenig Zeit für ihre Familie.

Insgesamt liegt die allgemeine Zufriedenheit mit der Work-Life-Balance bei den befragten Vätern im oberen Mittelfeld und auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird als relativ ausgeglichen wahrgenommen. Dem steht jedoch gegenüber, dass 78 Prozent der Vollzeit arbeitenden Väter regelmäßig Überstunden machen. Die meisten der Befragten gaben dabei an, dass die Überstunden oft zulasten ihrer Kinder gehen (32%). Im Vorteil ist, wer selbstständig arbeitet – das spiegeln die Interviews mit den Papa-Bloggern wider. Denn wer sich wie die Blogger Christian von Familienbetrieb, Johnny von Johnnys Papablog, Kai von Daddylicious oder Mario von Netpapa seine Arbeit selbst einteilen kann, kann auch mehr Zeit für seine Kinder einräumen. Aber natürlich hat auch eine Festanstellung ihre Vorteile.

Tipp: Wer sich scheut, den sicheren Hafen seiner Festanstellung zu verlassen, aber dennoch mehr berufliche Freiheit will, für den könnte das Modell von Maximilian vom Blog Buddenbohm & Söhne eine Lösung sein. Er arbeitet teils festangestellt, teils frei und erklärt: „Schöner wäre es, erfolgreich ganz frei zu arbeiten, aber die Sicherheit eines festen Jobs ist mit Familie schon auch erstrebenswert.“
 
Alte Rollenmuster versus neue Bedürfnisse

96,5 Prozent der von Betreut.de befragten Männer arbeiten in Vollzeit. Und obwohl sich jeder zweite Vater wünscht, seine Arbeitszeit zu reduzieren, gaben immerhin 18 Prozent der Befragten an, sogar mehr zu arbeiten, seit sie Vater geworden sind. Berufstätige Väter sehen sich dabei dem Druck ihres eigenen Anspruchs ausgesetzt, beruflich und in der Familie 100 Prozent zu geben. Bestätigen kann das Konstantin von Grossekoepfe, der einen bürolastigen Vollzeitjob hat: „Es gibt Peaks an denen ist alles zuviel. [...] Wenn Mann Vollzeit arbeitet, ist man stets im Zwiepalt. Alles wirkt zu wenig. [...] Generell kann ich mir auch Teilzeit vorstellen, nur dann muss es auch echte Teilzeit sein.“

Neben verringerter Arbeitszeit wie sie sich auch Alexander vom Blog Runzelfüßchen und Papa und das Rosablau wünscht, spielt auch mehr Flexibilität im Job für viele eine wichtige Rolle: 52 Prozent wünschen sich Home-Office-Lösungen. Auch Gabriel vom Blog Gabriel Rath ist in Vollzeit festangestellt und würde diese Option begrüßen: „Ich würde mir manchmal wünschen, flexiblere Arbeitszeitmodelle nutzen zu können was zum Beispiel Home Office angeht.“ Justus vom Podcast Daddies in Distress hat es geschafft, beides umzusetzen: Er arbeitet vermehrt im Home Office und in Teilzeit. Dass das funktioniert, ohne sich gefühlt zwischen Beruf und Familie zu zerreißen, liegt an einer klaren Trennung der beiden Bereiche.

Tipp: Arbeits- und Familienzeit sollten sich nicht in die Quere kommen: „Wichtig ist nur, sich Zonen und Phasen zu bewahren, wo man das digitale rauslässt und sich nur auf die Family konzentriert, zum Beispiel sonntags“, so Gabriel.
 
Eine Frage der Zeit

Die Umfrage von Betreut.de zeigt, dass viele Väter insgesamt das Gefühl haben, nicht genügend Zeit mit ihren Kindern zu verbringen. Das gaben 41 Prozent der befragten Väter an. 38 Prozent finden außerdem, dass sie zu wenig Zeit mit ihrem Partner/ihrer Partnerin haben. Dabei ist Zeit auch eine Frage des Geldes: 45 Prozent der Väter gaben auf die Frage, was sie tun würden, wenn ihnen mehr Geld zur Verfügung stünde, an, dass sie mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen würden.

Der Faktor Zeit spielt auch bei der Entscheidung über den Wohnort eine zentrale Rolle: Die benötigte Zeit für den Weg zum/vom Arbeitsplatz ist mit 61 Prozent der am zweithäufigsten genannte Grund – hinter der Erschwinglichkeit mit 68 Prozent. Blogger Andreas von papa online bestätigt das. Obwohl er mit seiner Work-Life-Balance grundsätzlich zufrieden ist, gibt es doch ein Manko: „Ein Punkt, der mich noch richtig stört, sind die langen Wege ins Büro (wenn es sich nicht vermeiden lässt). Das sind immerhin 3 Stunden, die mir für meine Familie oder einen meiner Jobs fehlen.“

Tipp: Wer viel pendeln muss, sollte von vornherein darauf achten, flexible Arbeitszeiten und Remote-Office-Optionen nutzen zu können.

Bild: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 08.06.2018

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

NewsletterNewsletter bestellen und abbestellen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 

 


Werbung

 



Neu auf genussmaenner.de


 

 
         
             
     
     
     

 

Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Datenschutzhinweis
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon - erklärt die Börse
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| Frauenfinanzseite - alles für die Businessfrau
| Geld & Genuss - Lifestyle, Finanzen und Vorsorge für alle
| geniesserinnen.de - Genuss auch für die Damen
| gentleman today - Edel geht die Welt zu Grunde
| instock der Börseninformationsdienst
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet - unser Partner für WebDesign, CMS, SEO, ...
| Unter der Lupe bewertet Gutes

 

Rechtliches
© 2007 - 2018 by genussmaenner.de, Berlin. Alle Rechte vorbehalten.

Lesezeichen:
 Del.icio.us Google Bookmark Reddit