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16.07.2018

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Du hast die Haare schön

Die etwas andere Weltmeisterschaft

Einst trällerte ein Tim Toupet „Du hast die Haare schön“ und meinte damit wohl nicht die angetrunkenen Männer auf der Ballermann-Party. Eigentlich schade für den Blödel-Schlagersänger. Hätte er nämlich die Männer im Visier, dann hätte sein Liedchen alle Chancen der Song für die Fußball-Weltmeisterschaft zu sein. Wohlgemerkt, für die der Männer.

Ja, im Russland wird derzeit international Fußball gespielt. Es geht um den Titel eines Fußballweltmeisters. Ich beobachte aber auch eine Weltmeisterschaft um die schönste Frisur – also eine Frisur-WM. Wenn man sich die Spieler ansieht, so verwenden die auf das Styling ihrer Haare und in vielen Fällen auch auf das Bartstyling weit mehr Zeit, als beispielsweise die deutschen Nationalkickerinnen.

Was treibt so viele Fußballer dazu, so ausehen zu wollen, wie gerade aus einem Friseurkatalog entstiegen? Was für ein Statement will man damit abgeben? Früher galten so herausgeputzte Männer schlicht als schwul. Das ist aber längst vorbei. Doch wozu legen die Männer dann so viel Wert auf ihren Kopfschmuck? Ehrlich, die einzige Erklärung ist, dass sie einfach eitel sind. Sie können nicht mit tollen Klamotten punkten, niemand sieht ihre tollen Autos, Boote oder sonstwas. Sie dürfen nicht einmal eine teure Uhr oder Brillis im Ohr tragen. Was bleibt ist ein toller Body, aber den hat jeder, oder eben eine tolle Frisur.

Doch muss das dann so weit gehen, dass – wie zu hören war – Spieler ihre Friseure einfliegen lassen? Das kenne ich bisher nur von Diven und It-Girls. Sind die Fußballstars Diven oder It-Byos? Glaubt man einer Schokoriegelwerbung, so mutieren sie zumindest zeitweise zu Diven. Dabei kommt mir eines in den Sinn: Wieso sind bei so viel haarverliebten Spielern nicht entsprechende Haarstyling-Produzenten die Hauptsponsoren der Fußball-Weltmeisterschaft? So ganz unter dem Motto: "Drei Kopfballtore – aber die Frisur hält“. Das würde zumindest viel mehr Sinn machen, als Werbung für Coca-Cola oder Bauhaus. Wer von den Profis trinkt schon Cola (macht dick) oder ist ständiger Kunde im Bauhaus.

Da kommt mir noch eine Idee: Haben Sie sich eigentlich schon mal darüber gewundert, warum sich Fußballer so gern mit Bier begießen? Nein, das ist nicht deshalb, weil der Trainer Alkohol verboten hat. Das hat etwas mit den Haaren zu tun. Schließlich ist allgemein bekannt, dass Bier gut für die Haare ist. Bier lässt die Haare sprießen und sorgt für mehr Glanz. Die wollen gar kein Bier trinken, die wollen nur die Haare schön.

Was mich wirklich interessiert ist, was die Kicker mit ihren Haaren machen, dass auch noch nach zehn Kopfbällen und diversen Sturmläufen die Frisur absolut sitzt. Wenn ich mit dem Rad unterwegs bin, ist bei mir von Frisur nicht viel zu sehen. Den Trick der Kicker wüsste ich gern. Ich möchte auch wissen, wie sie es machen, dass die Frisur kurz nach dem Siegestaumel, wo jeder jeden den Kopf strubbelt und man übereinander fällt, wieder wie frisch frisiert aussieht? Stehen da die eingeflogenen Friseure am Spielfeldrand oder in der Kabine, um die Frisuren zu richten?

Und noch eine Frage treibt mich um: Wie ist es mit dem Verhältnis von Frisurenstyling, Leistung auf dem Platz und dem Abschneiden bei der Weltmeisterschaft? Sind die sportlich ganz vorn dabei, die auch die Frisuren-Weltmeisterschaft gewinnen würden, ist es eher umgekehrt oder gibt es keine Korrelation zwischen schönen Haaren und schönen Toren?

Mir jedenfalls wäre lieber, wir könnten morgen singen: „Ihr habt die Tore schön“. Dann ist mir auch der Frisurenkult egal. Ansonsten sollten sich alle Glatze scheren lassen.

Ich muss mich jetzt mit dem Frühstück beeilen – ich habe einen Frisuertermin.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück – mit welcher Frisur auch immer.

Foto:
Pixabay

 


Veröffentlicht am: 26.06.2018

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