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20.07.2018

 

 

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Acht unterhaltsam-informative Themenwege

... durch den Bregenzer Wald

Warum wechseln einige Bregenzerwälder Bauern mehrmals im Jahr ihren Wohnort? Wie kommt der Kalk in die Schlucht der Subersach? Und was hat es mit den Ziegen auf sich?

Einblicke in die Lebenskultur und in Besonderheiten der Natur geben im Bregenzerwald mehrere kurzweilig gestaltete Themenwege. Die acht ausgewählten eignen sich zudem bestens für Familienwanderungen. Sie sind nach der Dauer der Wegzeit gereiht.

Ganz schön schief


Welche Veränderungskraft der Natur innewohnt, zeigt eindrucksvoll die Georunde Rindberg in Sibratsgfäll. Sie führt zu einem Hang, der vor einigen Jahren abrutschte und tiefe Spuren hinterließ. Von der Rutschung betroffen war unter anderem „Felbers Haus“. Es rutschte nahezu unbeschadet einige Meter talwärts. Heute beherbergt das schiefe Haus eine Ausstellung über das damalige Ereignis. Schief sind auch die Installationen entlang des Weges. Bank, Tisch und Kubus haben Architekten und Gestalter aus dem Bregenzerwald entworfen. Für die überzeugende Verbindung von Landschaft mit Architektur erhielten sie 2017 den österreichischen Staatspreis für Design in der Kategorie Räumliche Gestaltung.
Die Gehzeit beträgt 1:00 Stunde, man wandert 130 Höhenmeter bergauf und bergab.

Zu Baldachinen und Vorhängen

In eine wundersame Welt tauchen Wanderer bei Lingenau ein. Von der Kapelle am Ortsrand führt der Weg ein kurzes Stück bergab ins Tal der Subersach. Bald schon zeigen sich in der Schluchtenlandschaft Kalksinterbildungen, die Steine und Felsen wie Vorhänge umhüllen. Mehr über dieses geologische Phänomen, eine der größten Kalksinterbildungen nördlich der Alpen, erzählt der „Quelltuff Lehrpfad“. Der angenehm schattige Weg verläuft auf Kieswegen, über Holzstege und –treppen.
Die Gehzeit beträgt 1:30 Stunden, man wandert 70 Höhenmeter bergauf und bergab.

Modernes Holz im alten Moor


Mit frischen Ideen hat das Dorf Krumbach sein Moor belebt. Moorsitze laden zum Verweilen. Zu Moorbetrachtungen regt der Moorraum an, ein offener Raum im Stil der zeitgenössischen Vorarlberger Holzarchitektur. Wissenswertes über die Geschichte, Geologie und die Pflanzen im Krumbacher Moor erfährt man bei Führungen, die regelmäßig angeboten werden. Wer sich nach einer Wanderung durchs Moor stärken will, kehrt bei einem der vier Moorwirte in Krumbach ein. Sie verfeinern Speisen und Getränke mit Pflanzen und Kräutern aus dem Moor.
Zur Wahl stehen unterschiedlich lange Wegvarianten. Vom Dorf ausgehend wandert man rund 100 Höhenmeter bergauf und bergab.

Spielarten der Energie

Energie tanken und gleichzeitig mehr über Energie erfahren, das kann man in Langenegg. Die Gemeinde befasst sich seit vielen Jahren mit der sinnvollen Nutzung von (Energie-)Ressourcen. Woraus Energie entsteht, zeigen künstlerisch gestaltete Energieportale entlang eines gemütlichen Spazier- und Wanderwegs. Die Strecke führt auch durch ein Naturschutzgebiet mit einer Moorlandschaft und zu einem Aussichtspunkt mit bestem Rundumblick.
Zur Wahl stehen unterschiedlich lange Wegvarianten. Vom Dorf ausgehend wandert man rund 130 Höhenmeter bergauf und bergab.

Am und übers Wasser wandern

Ob Sommerhitze, während der Schneeschmelze im Frühling oder im bunten Herbst: Der Wasserwanderweg Hittisau ist immer eine gute Wahl. Er führt an der Bolgenach entlang, durch die Engenlochschlucht mit ihren überhängenden Felsen, über die 300 Jahre alte Kommabrücke und zu einer wasserbetriebenen Säge. Wasser begegnet Wanderern auf vielfältige Weise: im Fluss, als Quelle, als Granderwasser im örtlichen Schwimmbad, unterirdisch in Form von Kanälen und Grundwasser. Den Ein- und Ausstieg sowie die Länge der Wanderung kann man beliebig wählen.
Die Gehzeit beträgt 2:00 - 2:30 Stunden, man wandert 80 Höhenmeter bergauf und bergab.

Wo die Geißen hüpfen


In Bizau gehörte es über viele Jahrhunderte zur Alltagskultur, Ziegen zu halten und zu hüten. An diese Tradition erinnert der landschaftlich reizvolle „Goßarweg“ (Geißenweg). Er führt über Schotterwege, Wald- und Trampelpfade durch die Hochebene und auf Anhöhen. Für Kinder gibt es unterwegs fünf Stationen zum Tasten, Sehen, Hören, Fühlen, Raten und Klettern. Beginn und Ende der Wanderung sowie die Länge kann man beliebig wählen.
Die Gehzeit für die gesamte Strecke beträgt 2:30 Stunden, man wandert 320 Höhenmeter bergauf und bergab.

Wald-Variationen

Angenehm schattig und informativ ist der Rotenberg-Waldweg in Lingenau. Er verläuft durch unterschiedliches Gelände: auf dem Forstweg, auf Wurzelwegen, Waldpfaden, über eine Felstreppe, zu einer Naturarena aus Nagefluhgestein, zum Hochmoor und zu Moortreten. Unterwegs informieren Stationen über den Wald, das Holz und deren Bedeutung. Für eine Pause bietet sich das „Waldzimmer“ an. Zu allen 19 Stationen gelangt man auf der großen Runde. An der kleinen Runde liegen 12 Stationen.
Die Gehzeit auf der langen Runde beträgt 2:00 Stunden, man wandert 270 Höhenmeter bergauf und bergab.

Auf den Spuren von Kühen und Sennern

Seit Jahrhunderten führen viele Bregenzerwälder Bauern und die Kühe ein fast nomadisches Leben. Im Frühsommer, wenn die Talweiden abgegrast sind, ziehen Mensch und Tier aufs Vorsäß, im Hochsommer auf die Alpe, im Herbst stufenweise zurück ins Tal. Tal – Vorsäß – Alpe sind auch die Stationen des „Alpgang Au-Schoppernau“. Entlang der Strecke informieren Texte, dezent an Steinen angebracht, über das Alpleben und die Besonderheiten der Kulturlandschaft. Zur Wahl stehen eine große und eine kleine Runde.

Die Dreistufenlandwirtschaft im Bregenzerwald wurde vor einigen Jahren sogar in die Liste des immateriellen Erbes der Menschheit der UNESCO aufgenommen.

Auf der großen Runde ist man 6:00 Stunden unterwegs, wandert 882 Höhenmeter bergauf, 869 bergab. Die Wanderung auf der kleinen Runde dauert zwei Stunden, man geht 405 Höhenmeter bergauf und bergab.

Foto: Norman Müller nam architektur + fotografie

 


Veröffentlicht am: 10.07.2018

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