Startseite  
 

 


Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

Morgengruß von Helmut Harff: Unterwegs mit dem Rad

… doch mit welchem?

Gestern lud der Fahrradpressedienst wie jeden Sommer zur Präsentation von Fahrradneuheiten ein. Alle, die sich zu diesem Termin Jahr für Jahr in der Berliner Kalkscheune einfinden, wissen, dass der große Aufschrei ausbleiben wird. Es geht auch beim Fahrrad nur in kleinen Schritten voran. Doch es geht eben voran.

Voran geht es vor allem bei der Nutzung von Fahrrädern. Immer mehr Menschen fahren Rad und das nicht nur mal, sondern – so es das Wetter zulässt – täglich. Radfahren gehört zum Alltag. Viele fahren mit dem Rad zur Arbeit, die Kinder in den Kindergarten oder nutzen es zum Einkauf. Mindestens genauso häufig schwingen sich die Menschen in der Freizeit auf den Drahtesel, an dem immer weniger Draht zu finden ist. Gerade jetzt in der Urlaubszeit sind viele Menschen mit dem Rad – mal stundenweise, mal tagelang – unterwegs. Immer mehr Radler wollen dabei auf dem eigenen Rad unterwegs sein. Kein Wunder also, dass man auf den Autobahnen viele Autos sieht, an oder auf denen Räder transportiert werden.

Wenn das Rad so zum Leben, so zum einzelnen Nutzer gehört, dann verwundert es auch nicht, dass immer mehr Leute beim Rad auf Qualität achten. Immer mehr wollen nicht nur ein sicheres Rad, das viel Fahrkomfort und viel Fahrspaß bietet, sondern es soll einfach zum Radler passen. Das haben – so ein Fazit des gestrigen Pressetermins – die Hersteller längst erkannt und bieten sehr viele Möglichkeiten, sein Rad den individuellen Bedürfnissen anzupassen. Das hat zugegeben seinen Preis, aber Qualität und auch Individualität haben eben ihren Preis.

Wobei, das was vor einigen Jahren noch tausende Euros kostete, ist heute für hunderte Euros zu haben. Es muss auch jeder für sich entscheiden, ob er an seinem Rad Felgen montiert, wie sie gerade auf der Tour de France gefahren werden. Es fährt ja auch keiner einen Golf mit Formel1-Bereifung. Doch beispielsweise beim Thema Beleuchtung kann man gar nicht genug tun, denn da geht es um die eigene Sicherheit. Auch hier gibt es Jahr für Jahr wieder Neues aus der Industrie.

Doch unter dem Strich bleibt die Frage, welches Rad passt zu mir. Gestern war die Frage, passt beispielsweise ein E-Bike zu jedem. Die Antwort war ein klares jein. Wer selber treten will, wird auf einen Motor am Rad verzichten. Wer nicht durchgeschwitzt im Büro ankommen will, setzt eher auf das E-Bike – um nur zwei von vielen Aspekten zu nennen. Doch viel mehr wurde gestern darüber geredet, wie und wo man das E-Bike lässt und auflädt. Gerade in Städten wie Berlin ist das ein Problem. Wer will schon ein Rad, das weit über 20 Kilo wiegt, in den Keller oder in die Wohnung wuchten? Doch wo soll man es sonst diebstahlssicher abstellen, wo den Akku aufladen? Auf dieses Problem hat bisher nur ein Faltrad-Hersteller eine befriedigende Antwort, doch wer will schon ein Faltrad fahren?

Das mit dem Gewicht von E-Bikes wird sich wohl mittelfristig nicht ändern. Motoren und Akkus haben nun mal ihr Gewicht. Und doch, Hersteller sind immer weiter auf der Suche nach dem Rad, das möglichst vieles vereint – das Rad für den Weg zur Arbeit, für den Weg zum Badesee und auch für den Urlaub in den Bergen. Klar muss man da und dort Abstriche machen und diese Räder haben auch ihren Preis. Doch wer den nicht scheut, bekommt auch ein Rad, das der Chef des Fahrradpressedienstes nicht als Ersatz, wohl aber als wirklich sinnvolle Ergänzung zum Auto sieht. Ist doch toll, das Auto immer mehr stehen zu lassen und sich aufs Rad zu schwingen. Das spart ja wieder einiges an Geld und das kann man dann beispielsweise in Reifen investieren, die komplett ohne Luft auskommen. Auf die muss man aber sicherlich noch bis zum nächsten Jahr warten.

Übrigens: Ich sehe die Zukunft des Rades immer mehr in dreirädrigen Lastenrädern. Darin kann man dann auch weit mehr als einige Frühstückbrötchen holen.

Ich wünsche ihnen ein genussvolles Frühstück und viel Spaß auf dem Rad.

Foto:
Pixabay

 


Veröffentlicht am: 20.07.2018

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

NewsletterNewsletter bestellen und abbestellen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 

 


Werbung

 



Neu auf genussmaenner.de


 

 
         
             
     
     
     

 

Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Datenschutzhinweis
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon - erklärt die Börse
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| Frauenfinanzseite - alles für die Businessfrau
| Geld & Genuss - Lifestyle, Finanzen und Vorsorge für alle
| geniesserinnen.de - Genuss auch für die Damen
| gentleman today - Edel geht die Welt zu Grunde
| instock der Börseninformationsdienst
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet - unser Partner für WebDesign, CMS, SEO, ...
| Unter der Lupe bewertet Gutes

 

Rechtliches
© 2007 - 2018 by genussmaenner.de, Berlin. Alle Rechte vorbehalten.

Lesezeichen:
 Del.icio.us Google Bookmark Reddit