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16.08.2018

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Auspowern

… muss einfach mal sein

Mal so richtig auspowern, so lautet bei vielen Menschen ein Wunsch. Das machen ja gerade beispielsweise die Radrennfahrer in Frankreich, die Formel1-Piloten auf dem Hockenheimring oder die Leichtathleten bei den Deutschen Meisterschaften. Da gibt jeder wirklich alles. Doch wie ist es mit uns ganz normalen und wesentlich weniger sportlichen Menschen?

Auch viele von uns verspüren den Drang, sich mal auszupowern, mal einfach nur so zu zeigen, was man (noch) leisten kann. Man will einfach mal zeigen, wo seine Grenzen liegen und die vielleicht auch mal überschreiten. Das sollte man weniger machen, um andere zu beeindrucken, sondern um sich selber zu zeigen, dass man doch (noch) Dinge kann, die man sich schon selbst nicht mehr zugetraut hat.

Allerdings sollte man dabei seine Leistungsfähigkeit nicht maßlos überschätzen. Wer sonst nur mit dem Rad zum Bäcker oder zu Garage fährt, sollte sich nicht gleich daran machen, mal so 100 Kilometer auf dem Rad zurück zu legen oder einen Mountainbike-Trail beim Alpenurlaub zu bewältigen. Das gilt auch für Wenig-Läufer, die mal so einen Halbmarathon laufen. Damit tut man sich keinen Gefallen, denn dabei wird man sich nicht auspowern, sondern wird ziemlich sicher auf einer Trage im Krankenwagen landen.

Doch was spricht dagegen, mal eine 30- oder 50-Kilometer-Radtour zu unternehmen? Warum nicht – wie ich gestern mit der besten Frau der Welt als tatkräftige Hilfe – mal ein Paddelboot ausleihen und 25 Kilometer paddeln. Ich kann da nur den Spreewald empfehlen. Wobei, wenn man so ein sonniges Wochenende wie das gestrige meiden kann, macht das sicherlich noch mehr Spaß. Dann ist es auf den Kanälen bestimmt leerer.

Und doch, es ist auch toll, sich auf ein Ziel hin vorbereiten. Warum nicht jeder Woche eine weite Runde Rad fahren, warum nicht drei- oder viermal die Woche fünf bis zehn Kilometer joggen, warum nicht seine Leistungslevel   langsam steigern? Irgendwann kommt der Punkt, an dem es einen nicht mehr so schwerfällt, den eigenen Schweinehund an die kurze Leine zu legen. Irgendwann merkt man, dass einem die ersten Trainingsstrecken zu kurz, zu langweilig werden, dass man inzwischen mehr kann und will. Und dann ist es soweit: Man radelt mal so 100 Kilometer und landet beim Halbmarathon unter denen, die mit einem breiten Grinsen durch das Ziel laufen.

Dann hat man sich bestimmt so richtig ausgepowert. Doch die Couch-Potatos unter uns werden nun fragen, wozu das alles gut sein soll. Die Frage ist ganz einfach zu beantworten, obwohl sicher jeder seine Antwort parat hat. Sich mal auszupowern, macht Spaß, ist – so man es nicht übertreibt – gesund und es zeigt einem, dass man selbst definierte Grenzen überschreiten kann. Es schmeichelt auch dem eigenen Ego.  Sich mal selber auf die Schulter hauen zu können und dabei festzustellen, dass man doch ein ganz passabler Typ ist, ist sicherlich nicht der schlechteste Lohn für die Anstrengung. Dem Prestige im Freundes- und Kollegenkreis ist es auch nicht abträglich, wenn man mal so nebenbei erzählt, dass man gestern zum Lieblingsbadesee nicht mit den Auto sondern mit dem Rad gefahren ist.

Ich habe letztens einen Bäcker entdeckt, der ganz leckere Brötchen backt. Mit dem Rad brauche ich dahin bestimmt eine halbe Stunde. Na und, noch ist es ja nicht so heiß draußen.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Sonntagsfrühstück.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 22.07.2018

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