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16.08.2018

 

 

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Freundschaft - ein großes Wort

... nicht nur heute

(Helmut Harff / Chefredakteur) Freundschaft war und ist im Leben etwas wichtiges. Schon in jungen Jahren wollte man vieler Menschen Freund sein. Man pflegte Brieffreundschaften und bezeichnet jeden zweiten als Freund und Freundin. Irgendwann dämmerte mir, dass das mit den Freunden und den Freundschaften doch noch etwas anderes ist.

Das hat sich bis heute nicht geändert. Schön, man hat keine Brieffreundschaften, schreibt zumindest kaum noch Briefe. Die wurden und werden durch zumeist kürzere, online versendete Notizen, ersetzt. Wobei ich mich häufig frage, warum die Online-Kommunikation immer nur aus wenigen Worten bestehen muss. Haben wir heute weniger zu sagen, als vor 30 oder 50 Jahren? Wenn man das mit ja beantworten müsste, wäre das sehr traurig.

Und dann ist da noch die Sache mit den vielen Menschen, die man mal so als Freunde bezeichnet. Deren Zahl ist heute in vielen Fällen für das soziale Standing wichtig. So verwechselt man gern Menschen, die einem mal begegnet sind, die man mal in der realen Welt, mal in der virtuellen Welt getroffen hat, mit Freunden. Das sind aber zumeist, zuallermeist keine Freunde, es sind nicht einmal Bekannte, es sind einfach Menschen, deren Kontaktdaten man hat. In den meisten Fällen verbindet einen mit diesen Leuten auch eben nicht mehr als der Austausch von Facebook- oder ähnlichen Adressen. Von vielen dieser "Freude" weiß man weniger als von der Frau an der Supermarktkasse.

Freunde sind also etwas anderes. Freunde sind ganz besondere Menschen, mit denen man über ein kaum zu definierendes Band verbunden ist. Ich bin davon überzeugt, dass man in den meisten Fällen ins Stottern kommt, wenn man wirklich erklären soll, warum gerade der ein Freund ist. Wenn man selber gefragt wird, warum gerade dieser Mensch zu den wenigen gehört, den man aus tiefster Seele Freund nennt, dann hebt man zu einer schnellen Antwort an und lässt es gleich wieder, weil man gleich einiges an Stereotypen ablassen wird. Es scheint also gar nicht einfach zu sein, wirklich zu sagen, warum der oder die ein Freund ist. Das wird um so schwieriger, als die wirklichen Freunde alles andere als auch nur ähnliche Menschen sind. Es ist auch vielfach so - zumindest ist das mir im Leben immer wieder begegnet - dass mein einer Freund gar nicht versteht, warum der andere da eben für mich die gleiche Stellung hat.

Und doch gibt es wohl einige Kriterien, die dafür sprechen, dass jemand nicht einfach ein Bekannter, auch ein guter Bekannter ist, sondern eben ein Freund. Einem Freund vertraut man, man vertraut ihm Dinge an, die sonst höchstens noch der Beichtvater erfährt. Freunde sind die Menschen, denen man es nicht übel nimmt, wenn sie einem die Wahrheit sagen - ganz im Gegenteil. Freunde sind für mich Menschen, die in einer Beziehung nicht den eigenen Vorteil suchen. Freunde kann man zu den unmöglichsten Zeiten kontaktieren, sie werden vielleicht nicht erfreut über einen Anruf nachts um 2 Uhr sein, aber sie werden für einen da sein. Das gilt selbstverständlich auch alles in umgekehrter Richtung.

Man sagt immer, dass man Freundschaften pflegen muss. Das stimmt - so nicht. Wie gesagt, für Freunde ist man immer da, da Freunde genau das nicht überstrapazieren. Doch man muss sich nicht zwangsläufig mehrfach die Woche mit Freunden treffen. Das wäre in der heutigen Zeit auch recht schwierig. Ich habe erfahren, dass es eine Freundschaft sogar aushält - vielleicht auch aushalten muss - wenn man sich mal für einige Zeit aus den Augen verliert. Sieht man sich dann wieder, scheint es bei einer wirklichen Freundschaft so, als wären da nicht Monate oder gar Jahre vergangen.

Freundschaft, auch das eine Erfahrung, verzeiht vieles, außer eben den Verrat der Freundschaft, Aber war es dann wirklich eine Freundschaft?

Ach ja: Heute ist der Internationale Tag der Freundschaft, ein von der UNO ausgerufener Gedenktag, der an die Bedeutung der Freundschaft zwischen Personen, Ländern und Kulturen erinnern soll.

Foto:
Pixabay

 


Veröffentlicht am: 30.07.2018

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