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Morgengruß von Helmut Harff: Die Deutschen, die Polen

… sind kaum zu unterscheiden

Wie ja gestern schon berichtet, genossen die beste Frau der Welt und ich einen Mini-Urlaub im polnischen Seebad Swinemünde. Oho, Polen und das mit einem BMW, hörte ich vorher einige deutsche Zeitgenossen warnen. Der wird bestimmt geklaut. Überhaupt sollen wir aufpassen, schließlich wollen uns die Polen alle übers Ohr hauen.

Toll, was haben die Warner nur ein Bild von unseren Nachbarn? Und was ist uns passiert? Wie fast allen Urlaubern nichts. Unser Auto stand die ganze Zeit auf einem bewachten Parkplatz – ansonsten findet man wie auch vielerorts in Deutschland keinen Parkplatz. Allerdings gibt es in Swinemünde viele solcher Parkmöglichkeiten. Und wie ist das mit dem über das Ohr hauen? Überall werden ja Euro genommen, obwohl das keine offizielle Währung in Polen ist. Nun kenne ich das aus anderen Gegenden, dass man, so man in Euro und nicht in der Landeswährung bezahlen kann, immer etwas mehr zahlen muss, als im polnischen Fall in Zloty. Doch es wurde immer wie an der Wechselstube 1:4 gerechnet. Nichts von Abzocke.

Und dann war da noch die Situation, bei der mir ein Gelschein aus der Hosentasche gerutscht war. Ein junger Mann sah das und bückte sich nach dem Geldschein. In gebrochenem Deutsch sagte er mir, dass ich das Geld verloren hätte. Ich lächelte ihn dankbar an, konnte mich aber nur in deutsch bedanken. Das war mir peinlich. Ich spreche kein Wort polnisch, der junge Pole aber recht leidlich deutsch. Das war nicht die einzige sprachliche Begegnung, bei der ich nichts verstand, mein polnisches Gegenüber aber sehr wohl. Immer war ich dankbar, dass man mich verstand, aber peinlich war es jedes mal.

Die beste Frau der Welt und ich sind nicht die Am-Strand-Lieger und genossen deshalb die Sonne lieber von einer Terrasse der zahlreichen Strandbars. Auch dort schien die Sonne so, dass ich heute eher einer Rothaut, denn einem Weißen ähnel. Auf so einer Terrasse hat man beim Eiskaffee vor allem für eines Zeit – die anderen Urlauber zu beobachten. Wir versuchten mal, zu erkennen, weiche der Urlauber Einheimische und wer Deutsche sind. Sie ahnen richtig, wir haben es nicht ausmachen können. Wie denn auch, sind doch Polen und Deutsche zwar durch Grenzen und vor allem der Sprache getrennt, doch sind beide Mitteleuropäer.

Unser Kurztrip zeigte einmal mehr, dass Vorurteile zumeist eines sind – unsinnig. Mir ist im Ausland noch nie etwas passiert. Hierzulande war das schon mehrfach anders.

Ach ja, da waren dann noch die Tramper kurz hinter Swinemünde. Tramper mitnehmen – das geht gar nicht, das ist gefährlich. Die beste Frau der Welt trat dennoch auf die Bremse und das Pärchen strahlte, dass wir es gut 50 Kilometer mitnehmen konnten. Die beiden Franzosen waren in Richtung Sassnitz unterwegs, um von da die Schwedenfähre zu nehmen. Für mich, der fast 20 Jahre getrampt ist, war es das erste Mal, dass ich Tramper im Auto hatte – aber ich habe ja auch gar kein Auto. Übrigens: Die beiden Franzosen widerlegten noch ein Vorurteil, nämlich das, dass Franzosen nur französisch sprechen.

Heute reicht mein deutsch, um beim Bäcker frische Brötchen zu holen.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

Foto:
Pixabay

 


Veröffentlicht am: 02.08.2018

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