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Morgengruß von Helmut Harff: Ich glaube es nicht

Was es doch für krude Ideen gibt…

Dieser Tage hörte ich ein Interview im Radio, in dem ein Buchautor doch allen Ernstes das Wahlrecht ab Geburt forderte. Mein erster Blick galt dem Kalender, aber der 1. April ist ja schon lange her. Dann fragte ich mich, welche Drogen man nehmen muss, um auf eine solche bescheuerte Idee zu kommen.

Erst dann regte ich mich darüber auf, dass man sich mit so einem Schwachsinn im öffentlich-rechtlichen Rundfunk beschäftigt. Wieso muss ich dafür  bezahlen, dass dort jemand solchen Unsinn absondern kann?

Sie merken, ich war mal wieder so richtig angefressen, andererseits überlegte ich, ob der, der diese Idee absonderte, eine besondere Art von Humor hat, gar Titanic-Autor ist. Aber mal ehrlich, so ein Idee ist nun wirklich schwachsinnig. Wenn man mal überlegt, was das bedeutet, so müssten ja die Eltern das Wahlrecht für das Kind ausüben. Heißt das nun, dass man zukünftig auf Mischehen zwischen Linken- und FDP-Wählern verzichten sollte? Heißt das, dass man vor dem Sex mit einem wenig bekannten Partner sich erst mal dessen Wahlpräferenz sagen lassen soll? Vielleicht sollte man sich vor der Zeugung auch das Parteibuch des Partners ansehen.

Gespannt könnte man auch  darauf sein, wie das laufen soll, wenn Vater oder Mutter mit verschiedenen Partnern Kinder gezeugt hat. Dürfen dann die Eltern für das eine Kind bei den Sozis und bei dem anderen Kind bei den Freien Demokraten ein Kreuz machen?

Fragen über Fragen, bei denen Sie sich fragen, warum ich das frage. Na, können sich die Eltern später nicht einigen, passiert das, was wir aus dem Bundesrat kennen. Wenn sich Koalitionäre – oder eben Eltern – nicht auf einen Vorschlag oder eine Partei einigen können, müssen sie sich ja der Stimme enthalten. Man kann dem Kind aber auch einfach den Wahlzettel ins Laufgitter legen und dazu einen Malstift. Irgendwo wird der Nachwuchs schon etwas hin kritzeln.

Ich stellte mir dann vor, was es künftig so an Wahlsprüchen oder Geschenken an den Wahlständen geben könnte. Wie wäre es mit einer vollen Windel auf einem Wahlplakat, auf dem dann zu lesen ist: „Nicht alles was braun ist, ist Scheiße“? Ich könnte mir auch vorstellen: „Deine Mama ist die Angela“. Anstelle von Luftballons und Kugelschreiber gäbe es dann Schnuller oder ökologisch einwandfreie Windeln. Die Wahlkämpfer würden dann publikumswirksam Windeln waschen. Ein ganz neues Betätigungsfeld für die Werbewirtschaft.

Aber mal ganz ehrlich, wie kommt man auf eine solche Idee wie dem Wahlrecht ab Geburt? Ich hätte auch noch eine: Wie wäre es, wenn wir Kindern – sagen wir ab 14 – das Erziehungsrecht gegenüber ihren Eltern einräumen. Das wäre doch nur fair. Also, liebe Rundfunk-Menschen: Wenn Ihr noch mal jemand braucht, der eine bekloppte Idee mit dem Brustton der Überzeugung bei Euch präsentiert, kontaktiert mich.

Bis das Telefon klingelt, werde ich erst einmal frühstücken.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Da fällt mir ein: Wir brauchen unbedingt das einklagbare Recht auf ein genussvolles Frühstück – gern ab Geburt.

Foto:
Pixabay

 


Veröffentlicht am: 08.08.2018

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