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Morgengruß von Helmut Harff: Wasserträger

… ein aussterbender Fitnesstrend?

Bei der andauernden Hitze muss man vor allem eines – viel trinken. Um es genauer zu sagen, man muss viel Wasser trinken. Zwei bis drei Liter pro Tag  sollten es schon sein.

Für viele Menschen bedeutet das die eine oder andere Fitnesseinheit zusätzlich – wenn sie ihr Wasser in den Keller tragen und dann wieder in die Wohnung holen. Schließlich wiegt ein Sechser-Gebinde mit 1,5-Literflaschen gut neun Kilo. Die muss man erst einmal in die zweite oder dritte Etage wuchten.

Ich habe wohl noch nie so ein Gebinde im Supermarkt gekauft. Ich habe keine Lust mich mit Wasser abzuschleppen und für etwas Geld auszugeben, das ich ohnehin bezahle. Ich sehe einfach nicht ein, warum ich Wasser in Flaschen kaufen soll, wenn es doch ständig aus dem Wasserhahn kommt. Wenn ich das äußerte, bekam ich immer zu hören, dass das Wasser in Flaschen viel besser sei, als das aus dem Wasserhahn.

Ich habe das nie geglaubt. Nun hat die Stiftung Warentest genau meine Meinung bestätigt: Trinkwasser aus der Leitung ist mindestens genauso gut, wie das aus der Flasche. Klar sind überall irgendwelche Verunreinigungen drin. Doch ist das ein Grund, nun kein Wasser – woher das auch kommt – mehr zu trinken? In Zeiten, in denen die Wissenschaft kein Problem damit hat, ein Stück Würfelzucker im Bodensee nachzuweisen, müssen die ja auch bedenklich klingende Dinge im Wasser – in jedem Wasser – finden. Doch wie meinte schon vor Jahrhunderten der Schweizer Arzt, Alchemist, Mystiker und Philosoph Paracelsus: „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei.“ Das heißt nichts weiter als "Nur die Dosis macht das Gift". Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer, wie auch die Stiftung Warentest feststellte, denn die meisten „bedrohlichen“ Stoffe sind in so geringen Mengen gefunden worden, dass man von einer Bedenklichkeit soweit wie die Erde vom Mond entfernt ist.

Ich höre auch immer wieder, dass die Mineralwässer besser als das Leitungswasser schmecken. Das mag sein, denn über Geschmack kann man nicht wirklich streiten. Ich gebe zu, dass Leitungswasser ziemlich geschmacklos ist. Ich finde das in der Regel gut. Will ich Wasser mit Geschmack, muss ich das Wasser nur entsprechend aromatisieren. Das Leitungswasser kommt in eine Karaffe und ich gebe dazu, wonach mir gerade der Sinn steht. Mal ist es Minze oder Waldmeister aus dem eigenen Garten, mal der Saft einer Biozitrone. Ich nehme gern auch mal Rosenblätter, aber auch Petersilie. Das Experimentieren macht Spaß. Schmeckt mal was nicht, habe ich mich mit dem Wasser zumindest nicht abgeschleppt.

Noch eines spricht für mich für das Wasser aus der Leitung: Das muss nicht wie das aus der Flasche nochmals aufbereitet, abgefüllt, gelagert, transportiert, präsentiert, verkauft und wieder transportiert werden. Wenn ich Leitungswasser trinke, muss ich auch kein Leergut zurück bringen, das dann wieder transportiert und gereinigt werden muss. Von der Herstellung und endgültigen Entsorgung der Flaschen mal gar nicht zu reden. Wenn ich Leitungswasser trinke, hinterlasse ich einen kaum sichtbaren ökologischen Fußabdruck.

Ich finde nur eines schade: Es gibt weder Wein noch Bier aus der Leitung. Doch man kann nicht alles haben und bei der Hitze sollte man ohnehin nicht so viel Alkohol trinken. Und, zumindest im Biergarten gibt es ja den Gerstensaft aus dem Hahn. Was es alles so an Sommerthemen gibt.

Jetzt gibt es erst mal kein Wasser, sondern einen leckeren Frühstückskaffee. Ups, dazu brauche ich ja auch Wasser.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Und nicht vergessen: Viel Wasser trinken!

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 09.08.2018

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