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Aufgespießt: Einmal Promi sein

… ist auch der Traum vieler Männer

(Helmut Harff / Chefredakteur) Ein mal ein richtiger Promi sein, nicht nur für einen Augenblick, sondern lange im Mittelpunkt stehen, das ist der Traum vieler Menschen.

Überall erkannt werden, Autogramme geben, immer eingeladen werden, überall hofiert zu werden, Geschenke bekommen, im VIP-Shuttle kutschiert werden, immer den Promi-Bonus einstreichen zu können, in der ersten Reihe sitzen, im Fernsehen zu sein, bei Empfängen auf der Gästeliste zu stehen, im Stadion oder bei Konzerten immer den Backstage-Pass zu bekommen und immer Leute treffen, die noch wichtiger als man selber sind, davon träumen sehr viele Menschen.

Viele Menschen setzen so ein Leben mit viel Spaß und viel Geld gleich, für das man eben nur eines sein muss - prominent. Doch wie wird man prominent? In dem man mit einem Prominenten verbandelt ist, in dem man prominente Eltern, Geschwister etc. hat? Ja, das kann dazu reichen, als prominent zu gelten. Manchmal reicht es sogar, einfach irgend wie aus der Reihe zu fallen, anders zu sein, um in einer Region, um in einer Community den Promientenstatus geltend machen zu können.

Doch die meisten Promis haben etwas leisten müssen, um auf die Liste der V.I.P.s zu kommen. Und sie mussten nicht nur Leistung abliefern, sie mussten auch noch sympatisch - oder gerade nicht - rüber kommen. Sie mussten in den Medien präsent sein, mussten mit dem Medien spielen und sie mussten überall mitspielen, egal ob sie wollten oder nicht.

Und da sind wir schon bei den Schattenseiten eines Promilebens. Man ist einfach nicht mehr Herr seiner selbst, man gehört zumindest in gewisser Weise allen.

Als Promi ist man maximal noch in den eigenen vier Wänden oder bei sehr guten Freunden privat. Setzt man seinen Fuß vor die Tür, so kann man kaum etwas dagegen machen, dass man beobachtet wird. Zeigt man sich wirklich öffentlich, so ist man eben eine öffentliche Person, wenn es ganz schlimm kommt, eine Person des Zeitgeschehens. Dann wird er beobachtet, beäugt und im Handyzeitalter nicht nur von Paparazzi, sondern von fast jedem fotografiert. Wobei sich die professionellen Fotografen wie auch die schreibenden Kollegen noch eher an einen gewissen Ehrenkodex halten, als der, der ganz närrisch wird, wenn er mal einen Menschen, den er aus dem Fernsehen kennt, erblickt. Dann wird der Promi schon mal auf dem Klo nach einem Autogramm gefragt.

Nun ist Mitleid sicherlich etwas, was man mit den meisten Promis nicht haben muss. Schließlich ist nur der ein Promi, dem wir diesen Status auch zubilligen. Es ist auch so, dass die, die eben zu dieser Klientel gehören, davon leben, dass wir sie auf den Sockel heben, sie von uns angebetet und verklärt werden, wir uns für sie mehr interessieren als sehr häufig für die eigene Familie. In sehr vielen Fällen ist es der Job eines Promis eben ein Promi zu sein. Davon und nur davon leben Promis.

Man stelle sich vor, über den einen oder anderen Promi - ich will hier keine Namen nennen - würde niemand auch nur ein Jahr etwas berichten, keiner würde sich für sie interessieren, sie würden in den Medien noch viel weniger auftauchen als der sprichwörtliche "Otto Normalverbraucher". Keiner würde sie mehr fotografieren, keiner würde von ihnen ein Autogramm mehr wollen, niemand würde sie einladen und Geschenke gäbe es auch nicht mehr. Das ist der Albtraum vieler, die sich der Garde der Promis zugehörig fühlen. Sie tun vieles, manche sehr, sehr vieles, um nie in die Vergessensfalle zu geraten.

Einmal Promi sein - das ist eine schöne Vorstellung. Doch man zahlt einen Preis, der für viele sicherlich schon innerhalb kurzer Zeit, sehr hoch, zu hoch wäre.

 


Veröffentlicht am: 13.08.2018

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