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Morgengruß von Helmut Harff: Hopp-hopp

… so die, die nicht laufen

Sind Sie Jogger, laufen sie draußen? Dann kennen Sie das sicherlich auch, die Anfeuerungen von der Seite. Ich meine dabei nicht, dass einen andere Jogger aufmuntern wollen, ich meine die, die ziemlich sicher eben nie die Laufschuhe schnüren.

Es gab Zeiten, da habe ich mich über die mal freundlichen, mal eher gehässigen Rufe von Nichtläufern aufgeregt. Sie störten mich einfach. Das war nicht nur beim Joggen so, sondern auch bei organisierten Läufen mit vielen Teilnehmern. Läuft man in Berlin bei der Citynacht oder beim Wasserlauf, so stehen immer viele Leute an der Seite um ihre Angehörigen oder einfach so die Läufer anzufeuern. Samba-Gruppen sorgen für zusätzliche Geräusche. Am lautesten ist es immer beim Marathon. Zigtausende Menschen an der Strecke, überall Bands und zumindest im ersten Teil auch noch die Hubschrauber über den Köpfen – das sorgt für einigen Krach.

Wie gesagt, mich hat das lange nicht beflügelt, viel eher gestört. Einerseits liebe oder vielmehr liebte ich die Läufe mit tausenden von Teilnehmern, andererseits laufe ich gern allein. Ich laufe gern so vor mich hin. Dann kann ich so richtig schön über den Tag, aber auch über Gott und die Welt nachdenken. Das macht den Kopf frei. Viele Ideen sind mir da schon gekommen. Von daher ist Joggen nicht nur gut für die eigene Fitness, für die Lunge und das Herz und den Bauchumfang. Joggen hat fast etwas meditatives.

Das ist bis heute so, mit dem Unterschied, dass mich die Bemerkungen, die Anfeuerungen von anderen Zeitgenossen nicht mehr nerven. Macht einer einen dummen Spruch, so lade ich ihn ein, nachher Laufschuhe kaufen zu gehen, damit er morgen mit mir zusammen laufen kann. Komisch, mit dieser Aktion hatte ich noch nie Erfolg. Es wollte keiner mit mir ein Sportgeschäft aufsuchen und dann laufen. Dabei kann eigentlich fast jeder joggen, der eine schneller, der andere langsamer.

Das schöne beim Joggen ist ja, dass man kann, aber nicht muss. Man kann einfach so los traben oder wie ich doch immer wieder die Uhr im Blick haben. Ich möchte schon wissen, wie viel Zeit ich für meine Lieblings-Joggingstrecken benötige. Ich bin auch besser gelaunt, wenn ich meine Zeiten verbessern kann. Das passiert längst nicht immer. Da muss schon einiges stimmen. Da ist das Wetter, da ist meine Morgenlaune und nicht immer ist der Ehrgeiz groß genug.

Ja, der Ehrgeiz: Von dem sollte man sich als Jogger nicht übermannen lassen. Joggen ist kein Leistungssport, sollte vor allem eines machen – Spaß. Anders sieht die Sache aus, wenn man vor hat, demnächst einen Halbmarathon oder gar die volle Distanz von gut 42 Kilometern zu absolvieren. Dann ist nichts mehr mit Joggen, dann ist Training, ziemlich hartes Training angesagt. Vor meinem ersten Marathon lief ich im Training so 1.000 Kilometer. Das würde ich schon allein aus Zeitgründen heute kaum noch schaffen. Ich habe auch den nötigen Ehrgeiz nicht mehr. Aber noch mal so einen 10-Kilometer-Stadtlauf zu laufen, das würde mich schon reizen. Aber wie war das mit dem Ehrgeiz? Zu den letzten meiner Altersklasse möchte ich dann auch nicht gehören. Eine Zeit unter einer Stunde sollte schon rum kommen.

Deshalb werde ich jetzt die Laufschuhe anziehen und los geht es. Vor mir liegen rund sieben Kilometer – für mich reicht das als Joggingstrecke.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Lust bekommen? Dann laufen Sie doch einfach los. Nicht irgendwann mal, sondern jetzt – hopp-hopp!

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 15.08.2018

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