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Morgengruß von Helmut Harff: Die moderne Küche

… braucht vor allem App-Liebhaber

Die IFA – Ältere kennen die Messe unter dem Berliner Funkturm noch als Internationale Funkausstellung – wirft nun wenige Tage vor ihrer offiziellen Eröffnung ihre Schatten voraus. Schon morgen laden sehr viele Firmen zu Pressekonferenzen ein – zu so vielen, dass man als Journalist die Qual der Wahl hat.

Dass die IFA sehr bald ihre Pforten öffnet, merkt man auch daran, dass man mit entsprechenden Pressemitteilungen überschüttet wird. Das Wort „NEU“ ist allenthalben zu lesen. Wobei, wirklich neu ist nicht viel, eigentlich sogar sehr wenig. Neu ist auch nicht, dass viele Geräte mit einer App zu steuern sind. Das wird schon seit Jahren propagiert, doch der Kunde zeigt dieser Entwicklung schlicht die kalte Schulter. Mich wundert, dass das den Herstellern nicht zu denken gibt, dass man schon seit gut einem Jahrzehnt diese App-Geschichte Jahr für Jahr gebetsmühlenartig wiederholt.

Ich kann mir das nur so erklären, dass es ziemlich kostengünstig ist, eine App entwickeln zu lassen und das dann als Weltneuheit – viele machen es gar nicht darunter – zu verkaufen. Das ist für mich dann ein sehr fadenscheiniger Versuch zu verschleiern, dass man eigentlich gar nichts Neues zu bieten hat. Es gibt kaum wirklich technische Innovationen und – so mein Eindruck – auch die Designer scheinen mit ihren Latein am Ende zu sein.

Doch warum zeigen gerade bei Haushaltsgeräten – vom Kühlschrank über die Waschmaschine bis zum Kaffeekocher – die Kunden den Apps die kalte Schulter? Sonst sind Apps doch absolut selbstverständlich und aus dem täglichen Leben nicht wegzudenken. Die Antwort auf diese Frage ist alt und auch in der gestrigen ZDF-Sendung WISO gab es die ganz einfache Antwort. Man braucht für jedes Gerät eine eigene App. Das zumindest dann, wenn man nicht alle Geräte von einem Hersteller kauft. Doch wer hat in Küche, Bad und Wirtschaftsraum nur Gerätschaften eines Herstellers?

Seit Jahren ist ein einheitlicher Standard für die Apps ein Thema auf den Pressekonferenzen bei der IFA. Man redet und redet und heraus kommt nichts. Jeder Hersteller will augenscheinlich, dass sein Standard  der allgemein gültige wird. Die Konkurrenten sind darüber wenig amüsiert. Das Ergebnis: Alle werden auch 2018 vernetzte Geräte präsentieren, die  auch in diesem Jahr schön anzusehen sind, aber im Handel keine Rolle spielen. Das haben diese Gerätschaften wohl mit den ebenso massiv besprochenen Elektroautos gemeinsam.

Wenn man dagegen E-Bikes sieht, so zeigen die, dass man modernste Technik, gepaart mit  tollem Design auch ohne Apps gut verkaufen kann. Warum? Weil es hier Standards gibt, an die sich alle halten. Man kann seinen Akku an jeder Steckdose wohl überall aufladen. Die allermeisten Komponenten an diesen Rädern sind modellunabhängig austauschbar.

Ich bin gespannt, ob Hersteller uns diesmal einen wirklichen Fortschritt bezüglich eines App-Standards präsentieren. Ich bin auch gespannt, ob es den einen oder anderen Hersteller gibt, der eine wirkliche Neuerung präsentiert, die auch ein Vorteil für den Nutzer darstellt. Doch ehrlich: Meine Erwartungen halten sich in engen, sehr engen Grenzen.

Wissen Sie auf welche App ich noch warte: Die von meinem Bäcker. Da kann ich dann sehen, wann meine Lieblingsbrötchen gleich den Ofen verlassen. Die order ich dann per App und der Bäcker packt die so ein, dass ich sie noch warm auf den Tisch stellen kann.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 28.08.2018

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