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Morgengruß von Helmut Harff: Schwimmringalarm

Doch was tun?

Dieser Supersommer war ganz sicher auch ein Supersommer für die Hersteller von Schwimmringen. Der Supersommer war – was heißt eigentlich war - aber ganz sicher auch einer, der eher problematisch für Schwimmring-Träger war.

Sie ziehen unwissend die Augenbrauen hoch? Ich meine zum Einen die aufblasbaren Schwimmhilfen, zum Anderen die ungewünschten Schwimmringe aus körpereigenen Fettgewebe. In einem Jahr, in dem man monatelang hochsommerlich-knapp bekleidet unterwegs war und ist, sind die überflüssigen und nicht gewünschten Kilos – gern als Schwimmringe bezeichnet – nicht nur lästig.

Nun könnte man ja denken, dass Sommer, Sonne und Strand schon fast allein dafür sorgen, dass Mann und Frau sich von ihren Über-Kilos verabschieden. Doch die Wissenschaft hat nachgewogen und kommt zu einem völlig anderen Schluss. So teilte gerade die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit, dass weltweit rund 1,5 Milliarden Menschen übergewichtig sind. Die können nun schlecht alle in Deutschland leben. Doch wenn man sich so umsieht, sind auch hierzulande viele Menschen zu dick. Ich weiß genau, wovon ich rede.

Die WHO teilte auch mit, dass die Fettzellen-Freunde mehrheitlich Frauen sind. Nach den Angaben sind weltweit ein Drittel der Frauen, aber nur ein Viertel der Männer übergewichtig. Ob das auch in Deutschland so ist, vermag ich nicht zu sagen, hoffe es aber zumindest für die Männer. In ihrer Verlautbarung bemängelt die WHO vor allem, dass sich viel zu viele Menschen deutlich zu wenig bewegen.

Das hört man ja auch hierzulande, wenn es um das Thema Übergewicht geht. Folglich empfiehlt die WHO, dass man wöchentlich mindestens 150 Minuten schnellen Schrittes unterwegs sein soll oder so lange stramm Rad fährt. Das soll gegen Übergewicht helfen? Wie viele Menschen kennen Sie, die täglich Rad fahren, die auch zu Fuß unterwegs sind – und das mehr als 150 Minuten in der Woche – und die garantiert als übergewichtig zu bezeichnen sind?

Ich muss nur mich selber betrachten: Ich fahre wöchentlich mindestens zwei bis drei Stunden Rad und/oder bin so lange schnellen Schrittes unterwegs. Dazu kommen fünf Stunden Golf und einige Jogging-Kilometer. Spielt das Wetter mal nicht mit, kommen noch diverse Minuten Frühsport hinzu. Das ist deutlich mehr als die WHO als Mindestbewegung fordert. Und doch wiege ich 96 Kilo bei 176 Zentimeter Körpergröße. Das nennt man wohl übergewichtig.

Gut, vor einem dreiviertel Jahr hatte ich noch zehn Kilo mehr auf den Rippen. Die Bewegung hat daran sicherlich einen großen Anteil. Doch Bewegung allein reicht längst nicht. Wenn ich tausend Kalorien bei 150 Minuten Radfahren verliere und anschließen 1.500 wieder meinem Luxuskörper zuführe, kann ich auch zehn Stunden radeln, ich werde garantiert nicht dünner.

Also sich sportlich schinden und beim Essen kasteien? Das kann man tun, mit Spaß hat das aber nichts zu tun. Dann ist man vielleicht irgendwann schlank, aber eben ein schlanker, übelgelaunter Griesgram, mit dem keiner mehr etwas zu tun haben will. Das will ich garantiert nicht. Doch was tun? Genießen ist das Zauberwort.

Ja, ich genieße das Leben, ich genieße es zu laufen, zu radeln, zu golfen und ich genieße es zu essen. Ich verzichte auf nichts, auch wenn ich einiges an meiner Ernährung umgestellt habe. Kohlenhydrate spielen eine weitaus geringere Rolle als noch vor einem Jahr. Auch auf Fett, vor allem auf tierisches, verzichte ich immer mehr. Auch nasche ich weniger, die Betonung liegt auf weniger. Aber, ich experimentiere mehr beim Kochen, probiere neue, leckere Dinge aus. Fleisch – darauf verzichte ich nie – kommt auf den Grill, vieles bereite ich in der Heißluftfriteuse zu. Das spart Fett und somit Kalorien. Ich verwende vieles aus dem eigenen Garten und Fastfood kommt bei mir nicht auf den Tisch. Das hat nichts, aber auch gar nichts mit Verzicht oder gar Askese zu tun, sondern nur mit Genuss.

So, nun muss ich aber das Rad aus der Garage holen und zum Bäcker radeln.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Bleiben oder werden Sie beweglich und genießen Sie das Leben.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 05.09.2018

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