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Morgengruß von Helmut Harff: Arschlöcher

… oder was sage ich meinem Kind


Gestern gab es im Deutschen Bundestag etwas, was junge Menschen dort so noch nicht erlebt haben: Die Emotionen kochten über. Sie kochten so hoch, dass die AfD-Fraktion die Sitzung kurzzeitig gemeinsam verließ. Es wird sicherlich viele geben, die hätten sich gewünscht, dass die Gauland-Truppe gar nicht mehr zurück kehrt.

Doch, was die AfD macht, geht mir – um die Politikersprache von gestern aufzugreifen – kalt am Arsch vorbei. Dass ich heute nicht anstelle Arsch „A…“ schreibe, das haben Politiker wie Ex-SPD- und Ex-Europaparlamentschef Martin Schulz – ja, den gibt es noch – und Grünen-Co-Vorsitzende Katrin Göring-Eckardt zu verantworten. Die Grünen-Politikerin bezeichnete Menschen, deren Meinung und deren Auftreten sie (und nicht nur sie) nicht billigen kann, als Arschlöcher.

Kann man ja so sehen, doch wenn eine Politikerin im Deutschen Bundestag sich so äußert, was will man dann Kindern sagen, die das böse Wort in den Mund nehmen? Die grüne Tante darf das und ich, das Kind, darf das nicht? Das versteht kein Kind. Was, wenn so ein nicht mehr ganz so kleines Kind seine Lehrerin als Arschloch bezeichnet und auf die Frage, was das soll, antwortet: Ich will mal Politiker werden und übe schon“?

Richtig empört war ich allerdings über den mittelmäßigen Schüler aus Würselen Martin Schulz. Er ließ sich zu der Äußerung hinreißen, dass AfD-Chef Gauland auf den Misthaufen der Deutschen Geschichte gehöre. Ich glaubte mich verhört zu haben. Hat Schulz nicht einmal gelernt, was man alles auf einen Misthaufen wirft? Wenn ich das richtig sehe, kommen da Mist, Abfall und Kadaver hin. Setzt man einen – wenn auch höchst ungeliebten – Kollegen mit Mist, Abfall oder gar einem Kadaver gleich?

Was mich vor allem bei Schulz, aber auch bei Göring-Eckardt ärgert, auf- und erregt, sind die sprachlichen Entgleisungen. In diese Reihe gehört auch SPD-Chefin Andrea Nahles, die schon mal jemanden auf die Fresse hauen will. Für mich sind das alles – und die Liste ließe sich lange fortsetzen – weit mehr als sprachliche Entgleisungen. Für mich sind das verbale Äußerungen, die das widerspiegeln, was in den Köpfen solcher Menschen vorgeht. Wer andere als Arschlöcher bezeichnet, der denkt auch in solchen Kategorien. Wer andere auf einen Misthaufen, auch wenn es „nur“ der der deutschen Geschichte ist, von dem nehme ich an, dass er das nicht nur verbal so meint.

Frau Göring-Eckardt, Frau Nahles, Herr Schulz, sie tun nicht nur unseren Kindern und denen, die die erziehen sollen, mit ihren verbalen Entgleisungen keinen Gefallen, sie sind treibende Kräfte bei der Verrohung unserer Sprache und damit unsere Kultur. Sie zeigen, wie wenig Kultur, wie wenig Empfindung sie für andere Menschen haben. Sie spielen mit ihrer nicht nur geistlosen sondern wirklich schlimmen Wortwahl genau denen in die Karten, die so gern als Arschlöchern eines auf die Fresse geben und dann auf den Misthaufen der deutschen Geschichte entsorgen wollen. Sie spielen das Spiel derjenigen, die unsere Demokratie ablehnen, für die die Migration die Mutter aller Probleme ist.

Meine Mutter hat mir immer versucht beizubringen, dass ich erst den Kopf einschalten soll, bevor ich den Mund aufmache. Sicherlich hat das auch ihre Mutter so oder so ähnlich gesagt. Es wäre für uns, für unser Land mehr als hilfreich, wenn sie sich wieder mal daran erinnern würden.

Das musste mal gesagt werden. Jetzt kann ich in Ruhe frühstücken.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 13.09.2018

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