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Morgengruß von Helmut Harff: Ich, der Flaneur

Ich liebe diesen Begriff

Heute habe ich hier auf eine Ausstellung mit dem Titel Flaneur in Bonn aufmerksam gemacht. Dort geht es um die Kunst, vor allem um Bilder, weniger um den Mann als Flaneur.

Ich bin überzeugt davon, dass ich genau zu der Spezies Flaneur gehöre. Doch wer oder was ist eigentlich ein Flaneur? Bei Wikipedia ist dazu zu lesen: Der Flaneur (aus französisch flaner „umherstreifen, umherschlendern“) ist ein Mensch, der im Spazierengehen schaut, genießt und planlos umherschweift – er flaniert. Weiter erfährt man, dass der Flaneur sich durch die Menge treiben lässt. Er schwimmt mit dem Strom, hält nicht inne, grüßt andere Flaneure obenhin. Der Flaneur ist intellektuell und gewinnt seine Reflexionen aus kleinen Beobachtungen. Er lässt sich sehen, aber sieht auch, wenngleich mit leichter Gleichgültigkeit. Ganz ehrlich, besser kann man einen Flaneur – also mich – nicht beschreiben.

Also, es geht darum, das Leben, sein Dasein zu genießen. Man hat oder nimmt sich die Zeit, vordergründig nichts zu tun, ohne Ziel und Zweck unterwegs zu sein. Das ist etwas anderes als shoppen oder auch als spazieren zu gehen. Ein Flaneur lässt sich treiben – mal hier, mal da hin. Man geht schon ohne Plan, ohne Ziel los. So erscheint es zumindest. Doch stimmt das? Nein!!! Es stimmt nicht, zumindest wenn ich von mir ausgehe. Flaneure sind nun mal ziemlich ich-bezogen. Es heißt in der Regel ich flaniere, nicht wir flanieren. Mehrere Menschen, die zusammen flanieren, das ist so unsinnig wie ein Fußballspiel mit sich selber.

Doch was macht ein Flaneur, was mache ich beim flanieren? Ich beobachte. Ich beobachte eigentlich alles, alles was mir vor die Augen kommt. Ich sehe dabei vieles, von dem ich überzeugt bin, dass das andere nicht sehen. Selbstverständlich beobachte ich am liebsten Menschen. Wer jetzt glaubt, dass ich damit vor allem junge Damen meint, der irrt. Ich beobachte wirklich alle, denn alle Menschen sind für mich gleich interessant.

Was braucht es, um überhaupt ein Flaneur zu sein? Menschen, andere Menschen. Es braucht auch Zeit, es braucht Muße und es braucht die Fähigkeit zu genießen. Es flaniert sich am besten bei schönem Wetter. Übrigens: Ich laufe als Flaneur nicht nur ziellos umher, ich setzte mich auch gern in ein Café – bei Sonnenschein draußen und bei  schlechtem Wetter drinnen, aber auf jeden Fall mit freiem Blick nach draußen.

Was braucht es noch? Wenn man als Flaneur auffallen will – und das will man – muss man vor allem als Mann etwas modemutiger sein. Man muss nicht um jeden Preis auffallen wollen, doch ein Hauch von Eleganz, gern auch von Dekadenz, ein Hauch von Dandy, den sollte man als Flaneur auf jeden Fall versprühen. Schließlich will man ja nicht nur sehen, sondern auch  gesehen werden. Etwas Mut zu Farbe, einen Hut auf dem Kopf, eine Tuchhose, interessante Schuhe – und je nach Wetterlage – einen auffälligen Stockschirm – und schon ist man zumindest äußerlich ein Flaneur.

Wenn man sich nun noch etwas Zeit nimmt, gemessenen Schrittes und mit viel Neugier durch die Stadt streift – ein Flaneur braucht unbedingt die Stadt – dann kann man das Leben so richtig genießen.

Übrigens: Das weibliche Gegenstück zum Flaneur nennt man Passante.

Ganz sicher findet man beim flanieren auch eine nette Lokalität, in der es sich so richtig gut frühstücken lässt.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 20.09.2018

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